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Für Eintracht Braunschweig geht es am Sonntag weiter im Kampf um den Klassenerhalt. Im Duell mit dem Tabellenvorletzten Darmstadt 98 hoffen die Schützlinge von Coach Torsten Lieberknecht auf einen Auswärtssieg am Böllenfalltor, um sich endlich etwas Luft im Abstiegskampf der 2. Bundesliga verschaffen zu können.

In der 2. Fußball-Bundesliga kommt Eintracht Braunschweig einfach nicht vom Fleck. Das 1:1 im vergangenen Heimspiel gegen Dynamo Dresden war zu wenig, um einen großen Sprung in der Tabelle zu machen und sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Am Sonntag (15. April) geht es für die Löwen ans Böllenfalltor: Gegen den SV Darmstadt 98 wartet das nächste wichtige Duell im Kampf um den Klassenerhalt auf die Eintracht. Anstoß ist um 13:30 Uhr.

Beim Heimremis gegen Dresden konnten die Schützlinge von Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht ebenso wenig überzeugen wie zuvor schon bei der 0.2-Niederlage in Bochum. Zumindest bedeutete das Unentschieden, dass die Sachsen als Konkurrent im Abstiegskampf nicht an den Braunschweigern vorbeiziehen konnten. Durch den Teilerfolg und die gleichzeitige Niederlage von Heidenheim in Nürnberg vergrößerte sich der Abstand zum Relegationsrang vor der Partie in Darmstadt sogar auf drei Zähler. Mit den „Lilien“ wartet nun ein sehr unangenehmer Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und als derzeit Tabellenvorletzter um die Existenz in der 2. Liga kämpft. Der SVD hat zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und will vor eigenem Publikum am Böllenfalltor unbedingt punkten. Der Bundesliga-Absteiger trat zuletzt aber sehr stabil auf und ist seit mittlerweile sechs Spielen ungeschlagen. Die Elf von Trainer Dirk Schuster ging seit dem 23. Spieltag nicht mehr als Verlierer vom Platz. Zuletzt hatten die Lilien nacheinander mit dem Spitzentrio der 2. Bundesliga zu tun: Gegen Nürnberg, Düsseldorf und Kiel holte das Team gute fünf Punkte. Allen voran die Leistung gegen den Tabellenführer war bemerkenswert: Darmstadt agierte über die Hälfte des Spiels in Unterzahl brachte die 1:0-Führung am Ende über die Zeit. Die Eintracht erwartet also ein sehr kampfbetontes und physisches Team, dass schon allein aufgrund der Tabellensituation alles versuchen wird, gegen die Löwen-Elf einen Sieg zu landen. Für die Eintracht gilt es daher, dagegen zu halten und auswärts aus Darmstadt etwas Zählbares mitzunehmen.

Im Dezember vergangenen Jahres trennte man sich von Torsten Frings. Der frühere Nationalspieler und Co-Trainer von Werder Bremen konnte den Abstieg aus der Bundesliga in der Vorsaison nicht verhindern. Trotz kämpferisch guter Leistungen musste Darmstadt den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Im Sommer folgte dann ein großer Umbruch im Kader. Nach einem guten Start in die Spielzeit 2017/2018 rutschte der SVD in der Tabelle ab, nach zehn sieglosen Partien in Folge trennte man sich schließlich von Frings. Es übernahm ein alter Bekannter: Dirk Schuster, der Darmstadt nach der Bundesligasaison 2015/2016 in Richtung Augsburg verließ, führte den Klub in den Vorjahren aus der 3. Liga bis in die höchste deutsche Spielklasse. Schusters zweite Amtszeit bei den Lilien verlief anfangs ernüchternd: Vier Punkte standen nach sechs Partien zu Buche. Dann aber fing sich das Team und präsentierte sich zuletzt sehr stabil. Unter dem neuen (alten) Coach agiert Darmstadt wieder aus einer kompakten Defensive heraus und ist damit der gewohnt unangenehme Gegner. Trotz der zuletzt positiven Entwicklung stehen unter dem Strich allerdings nur 32 Punkte und damit zwei Zähler Rückstand auf Platz 16. Seit zwei Monaten belegen die Lilien mittlerweile den vorletzten Tabellenplatz. Top-Scorer bei den Hessen ist mit sieben Treffern und sieben Assists Mittelfeldakteur Tobias Kempe. Hoffnung auf zusätzliche Durchschlagskraft in der Offensive macht auch die Rückkehr von Stürmer Felix Platte, der nach mehrwöchiger Verletzungspause in dieser Woche wieder ins Training einsteigen konnte. „Wir werden Braunschweig definitiv nicht ins offene Messer rennen. Dafür haben sie zu viel Qualität“, blickte 98-Coach Schuster auf das Duell mit den Löwen voraus. Die Eintracht-Fans hoffen natürlich auf das Gegenteil und auf einen Auswärtssieg ihrer Mannschaft am Böllenfalltor.

Foto: oh

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