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Bild: Julya Rabinowich erhält für ihr Buch „Dazwischen: Ich“ den Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur der Stadt Braunschweig.

Die Autorin Julya Rabinowich erhält für ihr Buch „Dazwischen: Ich“ den mit 8.000 Euro dotierten Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur der Stadt Braunschweig. Die Auszeichnung wird am Mittwoch, 16. Mai, um 18:00 Uhr im Braunschweiger Altstadtrathaus überreicht.

In dem 2016 im Hanser Verlag erschienenen Roman erzählt Julya Rabinowich die Geschichte des 15-jährigen Mädchens Madina, das mit ihrer Familie vor dem Krieg in ihrer Heimat flieht und in einem Land ankommt, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. Und so ist es an Madina, Mittlerin zu sein zwischen ihrer Familie im Flüchtlingsheim und dem unbekannten Leben außerhalb. Sie nimmt das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. „Dazwischen: Ich“ handelt von Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung.

Julya Rabinowich legt mit „Dazwischen: Ich“ ein wertvolles, literarisches Werk zum Thema Flucht und Integration vor. In seiner Spiegelbetrachtung ist der Roman „Dazwischen Ich“ eine aktuell erforderliche Bestandsaufnahme und ein Appell zu einem immer wieder notwendigen Perspektivwechsel, wenn Toleranz und Solidarität nicht leere Worte bleiben sollen, lautet unter anderem die Begründung der Preisjury. 1947 von der Stadt Braunschweig gestiftet, erinnert der Friedrich-Gerstäcker-Preis für Jugendliteratur an den Weltreisenden und Abenteuer-Romancier Friedrich Gerstäcker, der seine Jugend und seine letzten Lebensjahre in Braunschweig verbrachte. Der älteste deutsche Jugendbuchpreis wird in diesem Jahr zum 32. Mal verliehen. Im zweijährigen Turnus wird ein Buch ausgezeichnet, das Jugendlichen im Alter ab zwölf Jahren das Abenteuer der Begegnung mit fremden Welten fantasievoll vor Augen führt und dabei die Gedanken der Toleranz und Weltoffenheit in sprachlich anspruchsvoller Form näherbringt. Den Preis erhielt zuletzt Dirk Reinhardt. Zuvor ging er u. a. an Anna Kuschnarowa, Martin Grzimek, Anja Tuckermann, Iva Procházková und Christa-Maria Zimmermann.

Die Preisträgerin wurde 1970 in St. Petersburg geboren und lebt seit 1977 in Wien. Die Autorin schreibt auch Theaterstücke und ist zudem Bildende Künstlerin, Simultandolmetscherin und Kolumnistin in der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“. Für ihren Debütroman „Spaltkopf“ (2008) erhielt sie u. a. den Rauriser Literaturpreis (2009). 2011 nahm sie an den Tagen der deutschsprachigen Literatur (Bachmann-Preis, Shortlist) teil. Weitere Literaturwerke sind „Herznovelle“ (2011, nominiert für den Prix du Livre Européen) und die Romane „Die Erdfresserin“ (2012) und „Krötenliebe“ (2016). „Dazwischen: Ich“ ist ihr erstes Jugendbuch.

Der Roman „Dazwischen Ich“ ist ein wertvolles, literarisches Werk zum Thema Flucht und Integration.

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