fbpx

Die 2. Fußball-Bundesliga hat es weiterhin in sich – denn es bleibt ungemein spannend bis zum Schluss. Im Tabellenkeller ist genauso wenig entschieden wie im Aufstiegsrennen in die Beletage des deutschen Fußballs. Auch für Eintracht Braunschweig auf dem aktuell zwölften Tabellenplatz ist die Situation immer noch sehr brenzlig. Bisher konnten sich die Löwen noch nicht aus dem Abstiegs-Sog befreien und müssen weiter zittern. Der Vorsprung auf Relegations-Rang 16 beträgt nur magere zwei Punkte. An diesem 32. Spieltag geht es für die Eintracht in den Süden zum Aufstiegskandidaten 1. FC Nürnberg. Die Partie findet am Montag, 30. April, um 20:30 Uhr im Max-Morlock-Stadion statt.

Eintracht Braunschweig ist seit drei Spielen unbesiegt. Durchatmen im Klassenkampf dürfen die Löwen aber noch nicht, denn diese Serie hat einen Haken: Seit vier Runden nämlich wartet der BTSV auf einen Sieg. Die Niedersachsen sind zwar schwer zu schlagen, gewinnen aber zu wenige Spiele. Erst 33 Gegentore bedeuten die zweitbeste Defensive der 2. Liga hinter Sandhausen (29). Zudem kassierten nur Kiel (sechs) und Nürnberg (sieben) weniger Niederlagen als die Eintracht (acht). Allesamt Werte, die eigentlich für eine Top-Platzierung im deutschen Fußball-Unterhaus sprechen sollten. „Wir haben 31 Spieltage und gehen 23-mal nicht als Verlierer vom Platz. Das ist schon Wahnsinn“, fasst es Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht zusammen und drückt damit auch das große Problem der Löwenstädter aus: Der BTSV spielte schon 15-mal Remis und ist damit der Unentschieden-König der Liga. Erst acht Siege ist der drittschlechteste Wert hinter den Abstiegskandidaten Kaiserslautern und Darmstadt (je sieben). Nur 35 Treffer bedeuten die fünftschlechteste Offensive. Zu allem Überfluss fällt auch noch Angreifer Christoffer Nyman bei den Blau-Gelben bis zum Saisonende aus. Der schwedische Torjäger muss sich Anfang Mai einer Operation an der rechten Leiste bei einem Spezialisten in Berlin unterziehen. Ein in dieser Woche diagnostizierter Nervenengpass macht den Eingriff notwendig.

Mit dem jüngsten 0:0 in der Heimpartie gegen Arminia Bielefeld am vergangenen Spieltag konnten die Braunschweiger nicht vollends zufrieden sein. Das lag vor allem an der mangelnden Produktivität und dem Auslassen der vorhandenen Torchancen. Zufrieden waren die Löwen aber mit der Einstellung. Der BTSV scheint den Abstiegskampf angenommen zu haben. „Wir haben gezeigt, dass wir alles geben, um drin zu bleiben“, befand auch Mittelfeldakteuer Jan Hochscheidt. „Jetzt müssen wir weiter arbeiten, um in Nürnberg drei Punkte zu holen.“ Das Rest-Programm der Eintracht hat es jedoch durchaus in sich: Nach dem Duell mit dem Top-Team aus dem Frankenland folgen die Begegnungen daheim gegen Erstliga-Absteiger FC Ingolstadt und am letzten Spieltag bei Aufstiegsanwärter Holstein Kiel. Die Lieberknecht-Elf dürfte daher der etwas defensiveren Mentalität im Saison-Finale treu bleiben. „Wenn wir so spielen, und nicht diesen offenen Schlagabtausch bieten, dann ist mir nicht bange vor den nächsten Spielen“, ist der 43-Jährige Coach zuversichtlich, den Klassenerhalt zu schaffen. Beim letzten Montagsspiel der Eintracht gegen das Spitzenteam aus Franken möchte Lieberknecht eine Serie brechen, denn der letzte Sieg der Blau-Gelben in Nürnberg liegt ganze 39 Jahre zurück. Am 24. März 1979 siegten die Löwen mit 3:0 gegen den „Club“. Für den Eintracht-Trainer liegt hier auch die zusätzliche Motivation für die kommende Aufgabe verborgen. „Die Nürnberger spielen eine klasse Saison und werden aufsteigen. Niemand erwartet von uns einen Sieg beim fast sicheren Aufsteiger. Da ist die Motivation umso größer, die lange Serie zu brechen. Wir freuen uns auf die riesige Kulisse, auch wenn ein Großteil im Stadion gegen uns sein wird“, setzt sich Torsten Lieberknecht ehrgeizige Ziele.

Eintracht Braunschweig beschließt am Montagabend (20:30 Uhr) bei Aufstiegskandidat 1. FC Nürnberg den 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga. Im straffen Restprogramm sind die Blau-Gelben noch lange nicht von Abstiegssorgen befreit. Allein der aufstrebende Gegner aus Franken wird ein harter Brocken für die Eintracht, die im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler braucht. Der Vorsprung auf Relegations-Rang 16 beträgt aktuell nur zwei Punkte.

Fotos: oh

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar