Die Fußballer von Eintracht Braunschweig müssen mit 14 anderen Klubs weiter um den Klassenverbleib in der 2. Bundesliga bangen. Nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht. Gelegenheit, das Polster auf Rang 16 zu erhöhen, bietet sich am kommenden Sonntag, wenn der punktgleiche Tabellennachbar Dynamo Dresden ab 13:30 Uhr im Eintracht-Stadion gastiert.

Die Spannung in der 2. Fußball-Bundesliga steigt bereits von Woche zu Woche – nach den Ergebnissen des vergangenen Wochenendes hat sich die Dramatik abermals erhöht. Der Abstand zwischen Platz vier und dem Relegationsrang 16 beträgt nur noch sechs Punkte. Und in dieser Region der Tabelle befinden sich auch die Kicker von Eintracht Braunschweig – die Abstiegsangst ist in der Löwenstadt ebenfalls zu spüren. Im Heimspiel am Sonntag (8. April) ist mit Dynamo Dresden ein punktgleicher Konkurrent um 13:30 Uhr zu Gast im Eintracht-Stadion. In dieser Partie gegen den Tabellennachbarn ist ein Sieg für das Team von Coach Torsten Lieberknecht dringend notwendig.

 

Am letzten Spieltag beim VfL Bochum haben es die Lieberknecht-Schützlinge verpasst, den bisherigen Aufwärtstrend fortzusetzen und sich eine bessere Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen agierten die Eintracht-Löwen beim 0:2 in Bochum am Ostersonntag streckenweise desolat, hätten sogar noch höher verlieren können. Sorgen machten insbesondere die ersten 45 Minuten. „Das war einfach zu wenig von uns“, fasste Kapitän Ken Reichel den ersten Durchgang der Partie zusammen. „Wir sind nur hinterher gelaufen und konnten keinen Druck ausüben. Die haben uns vor der Pause auseinandergespielt“, kritisierte der Defensivmann. Auch Coach Lieberknecht haderte mit der Vorstellung seiner Mannschaft vor dem Seitenwechsel, der seine Spieler nach dem schwachen Auftritt im Ruhrpott jetzt in der Pflicht sieht und eine Reaktion in Form einer erheblichen Leistungssteigerung seines Teams erwartet. Denn im anstehenden Heimspiel gegen Dresden stehen die Löwen nun wieder gewaltig unter Druck, da der Abstand zum Relegationsplatz 16 nur noch zwei Punkte beträgt und der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, auf dem zurzeit Darmstadt 98 steht, auf fünf Zähler zusammengeschmolzen ist. Mit einem Erfolg gegen die Gäste aus Sachsen will das Eintracht-Team das Polster auf Rang 16 erhöhen – die Heimstärke der Blau-Gelben soll dabei als Vorteil helfen. Nach zuletzt drei Siegen in Folge vor heimischem Publikum wollen Torsten Lieberknecht und seine Mannschaft in dieser Bilanz am 29. Spieltag nachlegen und die drei Punkte an der Oker behalten. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus hat wie die Löwen 36 Punkte auf dem Konto, steht in der Tabelle aufgrund der schlechteren Tordifferenz einen Rang hinter der Eintracht auf Platz 13. Erneut kommt es für die Braunschweiger also zu einem enorm wichtigen Spiel im engen Abstiegskampf in Liga 2. „Da müssen wir ein anderes Gesicht zeigen“, fordert Eintrachts Mittelfeldmann Jan Hochscheidt eine bessere Leistung von sich und seinen Mitstreitern im Vergleich zum Bochum-Spiel.

Wie vielen anderen Mannschaften fehlt es dem kommenden Gegner Dresden in dieser Saison an Konstanz: Einmal, zum Ende der Hinrunde, gelang Dynamo eine Serie von drei Siegen in Folge. In den nächsten drei Partien ging man allerdings als Verlierer vom Feld. Ansonsten wechselten sich Siege und Niederlagen stetig ab – damit steckt die SGD, wie zwei Drittel der Liga, mitten im Abstiegskampf. 36 Zähler nach 28 Spieltagen sind in der Regel keine allzu schlechte Ausbeute, in dieser Saison ist aber nun einmal alles anders. 40 Punkte werden in dieser Spielzeit – anders als sonst – wohl kaum reichen, um die Klasse zu halten. Dessen ist man sich auch in Dresden bewusst: „Wir müssen uns darauf einstellen und damit leben, dass es bis zum Saisonende spannend bleibt“, so Kapitän Marco Hartmann. Am vergangenen Wochenende holte Dynamo ein 1:1 gegen das Spitzenteam aus Nürnberg. Die Zuschauer im weiten Rund des Eintracht-Stadions dürfen sich also auf jeden Fall auf ein interessantes und spannendes Duell der punktgleichen Tabellennachbarn freuen.


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