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Die Situation für Eintracht Braunschweig in der 2. Fußball-Bundesliga bleibt weiterhin prekär. Auch der Punktgewinn im Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 hat nicht für die erhoffte Befreiung im engen und hart geführten Abstiegskampf gesorgt. So will Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht dem Punkt aus dem Duell mit den Hessen nun in der kommenden Partie drei weitere folgen lassen, wenn am Freitagabend (20. April) der DSC Arminia Bielefeld um 18:30 Uhr zu Gast im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße ist.

Nicht so richtig zufrieden mit der Ausbeute, aber immerhin nicht verloren. So ließ sich die Gemütslage bei der Eintracht nach dem 1:1 am Böllenfalltor – dem bereits 14. (!) Unentschieden der Saison – zusammenfassen. „Im Moment hilft uns jeder Punkt weiter“, meinte Lieberknecht, dessen Team den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Gegner Darmstadt belegt, damit bei fünf Zählern hielt und nun einen Punkt vor dem Relegationsplatz liegt. Angesichts des Braunschweiger Restprogramms ist das aber wahrlich kein Grund zur Entspannung. „Wir spielen jetzt gegen die Top-Mannschaften der Liga“, weiß der Löwen-Coach, meint aber: „Das ist mir im Moment jetzt lieber.“ Mit dem Auftritt seines Teams war er zufrieden, „auch mit der physischen Bereitschaft“. Den einen Zähler am Böllenfalltor habe man daher gerne mitgenommen. Momentan gehe es nicht darum, viele Worte zu verlieren, sondern um die Leistung auf dem Platz. „Wir sollten nicht so viel reden, sondern einfach Fußball spielen“, fordert Lieberknecht.

Der kommende Gegner aus Ostwestfalen belegt mit 43 Punkten den fünften Platz und hat damit fünf Zähler Vorsprung auf die Löwen, die derzeit auf Rang elf der Tabelle stehen. „Die Bielefelder sind sehr laufstark und gehören mit ihren 43 Punkten zu den Top-Teams – mit der Möglichkeit, noch an Kiel heranzukommen. Sie spielen fokussiert und kämpfen bis zum Schluss um jeden Punkt – das hat man etwa in Ingolstadt gesehen, als sie nach einem 0:2-Rückstand noch das Unentschieden geholt haben“, betonte der Eintracht-Trainer. Im Hinspiel gegen die Arminia habe man „einen sicher geglaubten Sieg in der Schlussminute noch hergegeben.“ Für das Flutlicht-Duell am Freitagabend spiele aber all das keine Rolle: „Es geht im Moment nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern darum, die Punkte zu holen“, erklärt der Ex-Profi. Nach der Heimpartie gegen den Tabellenfünften Bielefeld warten danach Duelle mit dem 1. FC Nürnberg (2., A), dem FC Ingolstadt (7., H) und Holstein Kiel (3., A). Beileibe kein einfaches Restprogramm und wahrlich kein Zuckerschlecken im Kampf um den Klassenerhalt in Liga 2.

Torsten Lieberknecht wird auch am Freitag wieder auf Verletzungen seiner Akteure reagieren müssen: Jan Hochscheidt falle Stand jetzt aus. „Er hat sich in Darmstadt im Zweikampf eine Knieverletzung zugezogen. Innen- und Kreuzbänder sind heile, aber er hat eine Einblutung sowie eine Kapselzerrung. Zuletzt konnte er nur Radfahren, auf dem Laufband hatte er leider schnell Schmerzen“, gab Lieberknecht zu Protokoll. Steve Breitkreuz, der zuletzt wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, habe zudem „leider einen Rückschlag erlitten, was sein Knie angeht.“ Ein Fragezeichen stehe außerdem noch hinter dem Einsatz von Kapitän Ken Reichel. Ob Julius Biada schon eine Option für den Kader sein wird, ließ der 44-Jährige derweil offen: „Er trainiert wieder mit und macht das ordentlich, aber er hat eine lange Verletzungspause hinter sich.“ Bittere Nachrichten gab es hingegen über Christoffer Nyman zu berichten: Der Stürmer verpasste bereits die vergangenen drei Partien – mittlerweile rechnet sein Trainer nicht mehr mit einem Einsatz in dieser Spielzeit. „Es weiß einfach niemand genau, was es ist. Mittlerweile muss man leider davon ausgehen, dass die Saison für ihn beendet ist“, bedauert der Löwen-Coach den längerfristigen Ausfall seines schwedischen Top-Stürmers.

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