Obwohl sich die Drittliga-Handballer des MTV Braunschweig mit dem überraschenden Auswärtssieg am vergangenen Wochenende in Schwerin etwas Luft zum Tabellenende verschafft haben, ist das Abstiegsgespenst noch längst nicht verscheucht. Am Samstag (7. April) wartet die nächste schwere Aufgabe mit dem Gastspiel bei der Reserve des Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt auf das Team von Trainer Volker Mudrow.

Eine faustdicke Überraschung gelang den Handballern vom MTV Braunschweig am vergangenen Spieltag in der 3. Liga. Mit einem nicht zu erwarteten 28:26-Auswärtserfolg beim Tabellendritten Mecklenburger Stiere Schwerin kehrte die stark abstiegsgefährdete Mannschaft von Trainer Volker Mudrow in die Löwenstadt zurück. Dies war ein ganz wichtiger Sieg für das Unterfangen Klassenerhalt.

Der Jubel nach dem Schlusspfiff war verständlicherweise groß und besonders ausgelassen mit den mitgereisten Fans. „Das war ein großartiges Spiel der Jungs“, freute sich Udo Falkenroth nach Spielende über den Coup gegen den Gastgeber aus Schwerin. Der Co-Trainer war voll des Lobes für sein couragiertes, kämpferisch starkes und über weite Strecken des Spiels tonangebend auftretendes Team im Duell mit dem eigentlichen Favoriten. „Ariel Panzer hat Weltklasse gehalten, das war ein Spiel der Superlative“, hob Falkenroth den erfahrenen Torwart der Braunschweiger nach dem verdienten Erfolg noch besonders hervor. 19 gehaltene Bälle sprechen eine deutliche Sprache. Dabei kam dem MTV-Keeper sicher zugute, dass er als Ex-Mitspieler seine ehemaligen Teamkollegen von Gegner Mecklenburger Stiere Schwerin in- und auswendig kennt. Dieser unerwartete, aber wichtige Sieg im Abstiegskampf hat für die Schützlinge von Chefcoach Mudrow für etwas Luft im Tabellenkeller gesorgt. „Das war der nächste, wichtige Schritt, aber nicht der letzte“, unterstrich Mudrow. „Wir müssen so weitermachen“, gab der Trainer die entsprechende Parole für die kommenden Begegnungen für seine Jungs mit auf dem Weg.

Sechs Punkte aus den vergangenen fünf Spielen, davon zwei Auswärtssiege – diese Bilanz der Truppe von Trainer Mudrow kann sich wahrlich sehen lassen. Und der Aufwärtstrend macht sich auch in der Tabelle bemerkbar: Die Braunschweiger sind seit dem letzten Spieltag mit 17:29 Punkten aus bisher 23 Spielen aktuell Elfter und haben nun ein wenig Puffer auf die Abstiegsränge. Jedoch sind die noch anstehenden, restlichen fünf Partien bis zum Saisonende für die MTVer trotzdem alle noch als sogenannte „Endspiele“ anzusehen, in denen noch weiter fleißig gepunktet werden muss. Denn im Kampf um den Klassenerhalt ist längst noch nichts entschieden. Gleich mehrere Klubs befinden sich zurzeit noch in Abstiegsgefahr und müssen bis zum letzten Spieltag um den Ligaverbleib zittern. Daher darf sich die MTV-Mannschaft keineswegs auf dem derzeitigen Polster ausruhen, denn bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste schwere Aufgabe auf den Handball-Drittligisten. Am Samstag, 7. April, geht es auswärts zum Duell mit der Reserve des Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt. Anpfiff ist um 19:30 Uhr in der Wikinghalle. Aktuell steht die SG in der Tabelle mit der Punkteausbeute von 19:29 zwei Zähler und zwei Ränge über den Braunschweigern. Dabei hat das Team aus dem hohen Norden jedoch mit 24 Spielen bereits eine Partie mehr ausgetragen als die Löwenstädter. Keine unlösbare Aufgabe also für die Löwen – das Selbstbewusstsein jedenfalls dürfte nach den vergangenen Spielen beachtlich sein.

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