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Jetzt gilt es für die Eintracht – nur noch zwei Spieltage sind in der 2. Fußball-Bundesliga zu absolvieren. Eintracht Braunschweig steckt tief im Abstiegskampf. Entgegen dem Trend – die Löwen schafften in den letzten fünf Spielen nicht einen Sieg – soll am Sonntag (6. Mai) im letzten Heimspiel der Saison 2017/2018 für den Gastgeber im Duell mit dem FC Ingolstadt 04 wieder ein Erfolg herausspringen. Ansonsten droht den Blau-Gelben der bittere Absturz in die 3. Liga. Anstoß im Eintracht-Stadion ist um 15:30 Uhr.

Damit die Löwen im wichtigen Heimspiel am 33. Spieltag gegen den FC Ingolstadt punkten, ist der abstiegsgefährdete Fußball-Zweitligist ins Kurz-Trainingslager nach Salzgitter gefahren. Von Donnerstag bis Sonntag hat sich das Team von Trainer Torsten Lieberknecht ins Hotel am Salzgittersee, dem Gästehaus der Salzgitter AG, zurückgezogen und trainiert dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das hat bereits Mitte Februar vor dem Spiel gegen Union Berlin (1:0) geholfen. Und ein Sieg sollte auch diesmal herausspringen, damit die Eintracht am letzten Spieltag bei Aufstiegskandidat Holstein Kiel nicht unter dem Druck steht, unbedingt einen Dreier holen zu müssen. „Wir haben in Salzgitter hervorragende Bedingungen, können dort als Team noch enger zusammenrücken und uns konzentriert auf das extrem wichtige Heimspiel gegen Ingolstadt vorbereiten“, klingt aus den Worten von Eintrachts Sportlichen Leiter Marc Arnold recht deutlich der Endspiel-Charakter der Partie am Sonntag durch. Nach erst 17 Punkten in diesem Jahr liegt nur noch ein Zähler zwischen dem Team von Torsten Lieberknecht und Greuther Fürth auf Platz 16. Zuletzt beim tristen 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg spielte sich die Eintracht keine Torchance heraus. Der letzte Auftritt von Ingolstadt verlief ebenfalls sehr enttäuschend. Vor heimischem Publikum setzte es eine 1:5-Niederlage gegen den Tabellendritten Kiel. Die Vorzeichen sprechen für ein ausgeglichenes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Das Hinspiel zwischen den Schanzern und Löwen entschied Blau-Gelb auswärts mit 2:0 für sich.

Der Defensivverbund von Eintracht steht nahezu felsenfest. Erst 35-mal gab es ein Durchkommen für den Gegner. Kurz vor Saisonultimo bekleidet die Mannschaft von Trainer Lieberknecht den 14. Rang des Klassements. Acht Siege und 15 Remis stehen neun Pleiten in der Bilanz von Braunschweig gegenüber. Die FC Ingolstadt rangiert mit 42 Zählern auf dem neunten Platz des Tableaus. Die Form der letzten fünf Spiele ließ zu wünschen übrig, sodass der Gast in dieser Zeit nur einmal gewann. Zu den elf Siegen und neun Unentschieden gesellen sich bei der Equipe von Coach Stefan Leitl zwölf Pleiten. Für die „Schanzer“ war es bislang eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen. Zwei Jahre lang hielt sich der FC Ingolstadt in der Bundesliga, nach der Saison 2016/2017 mussten die Schanzer allerdings den Weg zurück in die zweithöchste Spielklasse antreten. Es ist nichts neues, dass sich der Kader eines Klubs im Falle eines Abstiegs gravierend verändert – so auch bei den Donaustädtern: 13 Spieler verließen den FCI, 14 neue kamen hinzu. So musste man etwa auf die Abgänge von Leistungsträgern wie Pascal Groß, Markus Suttner, Florent Hadergjonaj oder Marcel Tisserand reagieren.

Für die Eintracht zählt in dieser Situation nur ein Heim-Dreier, will man im Kampf um den Klassenerhalt nicht zurückfallen. „Wir müssen jetzt die Punkte im Heimspiel holen. Dass wir das können, haben wir schon gezeigt“, lautet die Parole von Löwen-Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt. Eintracht-Kollege Georg Teigl ergänzt: „Wir müssen nach vorne schauen und positiv bleiben.“ Geht das Projekt „Kurz-Trainingslager“ diesmal schief, könnten die Braunschweiger bereits auf einen Abstiegsrang rutschen. Zum Saisonende droht dann das Ende einer mittlerweile fast zehnjährigen Ära: So lange sitzt Lieberknecht bereits bei der Eintracht auf der Trainerbank.

Auf ins letzte Heimspiel der Saison 2017/2018 am Sonntag, 6. Mai – auch gleichzeitig der letzte Auftritt der Braunschweiger vor heimischen Publikum in der 2. Liga? Die stark abstiegsgefährdete Elf von Trainer Torsten Lieberknecht muss am 33. Spieltag im Eintracht-Stadion gegen den FC Ingolstadt unbedingt einen Dreier einfahren – ansonsten droht der bittere Gang in Liga 3.

Fotos: oh

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