fbpx

Nach zehn Jahren und zwei Tagen: Lieberknechts Ära bei der Eintracht endet Torsten Lieberknecht ist nicht mehr Trainer von Eintracht Braunschweig. Die Löwenstädter und Coach Lieberknecht gehen ab sofort getrennte Wege. Genau zehn Jahre und zwei Tage nach seinem Amtsantritt bei den Löwen ist die Ära des Pfälzers damit beendet. In einem Gespräch wurde zudem die „einvernehmliche Entscheidung“ getroffen, dass der 44-Jährige, der keinen gültigen Vertrag für die 3. Liga besitzt, auch keinen Kontrakt erhalten werde.

 

Das bittere Ende einer jahrelangen Muster-Ehe und Liebesbeziehung: Der Abstieg von Eintracht Braunschweig am Sonntag durch das desaströse 2:6 bei Holstein Kiel hat personelle Konsequenzen. Die Eintracht und Chef-Trainer Torsten Lieberknecht gehen nach dem Absturz aus der 2. Fußball-Bundesliga ab sofort getrennte Wege. Der Löwen-Coach besitzt keinen gültigen Vertrag für die 3. Liga und erhält vom Verein auch keinen neuen Kontrakt. Dies ist die einvernehmliche Entscheidung nach einem Gespräch der Verantwortlichen mit dem 44-Jährigen. Dies gaben die Niedersachsen am Montag bekannt.

„Nach dem für ganz Braunschweig bitteren gestrigen Tag und einer Analyse der Situation sind wir gemeinsam mit Torsten zu dem Entschluss gekommen, dass es keine weitere Zusammenarbeit geben wird“, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA, Sebastian Ebel am Montag nach der 2:6-Pleite bei Holstein Kiel am letzten Spieltag in der 2. Liga. „Torsten Lieberknecht steht für eine Kontinuität, wie man sie im heutigen schnelllebigen Fußballgeschäft kaum noch findet. Darauf sind wir stolz. Dennoch sind wir überzeugt davon, dass mit dem Abstieg in die 3. Liga der Zeitpunkt für einen Neuaufbau des sportlichen Bereichs gekommen ist. Wir danken Torsten für alles, was er in knapp 15 Jahren Vereinszugehörigkeit als Spieler und Trainer für die Löwen getan hat. Mit ihm konnte der Verein herausragende, sportliche Erfolge feiern, er hat die Eintracht wie kaum ein anderer geprägt“, bedankte sich Präsident Ebel für die jahrelange Treue und für die geleistete Arbeit von Torsten Lieberknecht in den vielen Jahren seiner Tätigkeit. Eintrachts Sportlicher Leiter Marc Arnold wird in den nächsten zwei Wochen einen neuen Chef-Trainer präsentieren. „Das hat oberste Priorität“, ergänzte Arnold. „Gemeinsam mit ihm werden wir eine neue, schlagkräftige Mannschaft formen, um in die 2. Bundesliga zurückkehren zu können.“

„Ich hatte bei der Eintracht eine außergewöhnliche Zeit, die ich mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen verbinde und für die wir uns alle natürlich einen anderen Abschluss gewünscht hätten“, betonte Torsten Lieberknecht bei seinem Abschied. „Braunschweig ist in dieser Zeit zu meiner Heimat geworden und ich durfte hier viele tolle Menschen kennenlernen. Ich möchte mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, bedanken und wünsche der Eintracht für die Zukunft alles Gute.“ Lieberknecht bezeichnete den Abstieg als „schwärzesten Tag in meinen zehn Jahren als Eintracht-Trainer“. Genau zehn Jahre und zwei Tage nach seinem Amtsantritt bei den Löwen ist die Ära des Pfälzers damit beendet. Bleibt zu hoffen, dass es schnellstmöglich mit einem neuen Cheftrainer wieder nach oben zurückgeht in die 2. Liga für den Traditionsverein.

Unfassbar – nach einer indiskutablen Leistung am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga bei Holstein Kiel (2:6) steigen die Löwen direkt ab und müssen nun den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Der Auftritt in Kiel war die Krönung der katastrophalen Leistungen in den vergangenen Wochen. Der Abstieg in die dritte Liga stürzt den Traditionsverein in eine große Ungewissheit.

Da blieb nur noch Trost spenden: Torsten Lieberknecht weinte hemmungslos, die Spieler gaben geschlossen ihre Trikots in der eigenen Kurve ab. Fans und Spieler trifft dieser Absturz in die Drittklassigkeit schwer.

Fotos: oh/Eintracht Braunschweig

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar