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Impfungen bieten den bestmöglichen Schutz vor einer Gürtelrose

(djd). An einer Gürtelrose kann theoretisch jeder erkranken, der einmal die Windpocken hatte. Die Erreger dieser Kinderkrankheit, die so genannten Varizella-Zoster-Viren, verschwinden nach der Heilung nicht, sondern verstecken sich in den Nervenknoten am Rückenmark. Dort überdauern sie bei 99,5 Prozent der über 50-Jährigen – und können sich bei etwa jedem Dritten von ihnen später im Leben unangenehm bemerkbar machen: Sie können entlang der Nerven an die Hautoberfläche wandern und dort einen schmerzhaften Hautausschlag, die Gürtelrose, auslösen. Wenn das passiert, ist schnelles Handeln gefragt. Denn die derzeit verfügbaren Therapien sollten möglichst innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags begonnen werden.

Von Kribbeln und Unwohlsein zum Hautausschlag

Doch das gelingt nicht immer, da die Symptome am Anfang häufig nicht eindeutig sind. Zuerst fühlt man sich oft nur unwohl und abgeschlagen, hat vielleicht leichtes Fieber. Dann kann ein Hautbereich am Rumpf, an der Brust, an Gliedmaßen oder Kopf kribbeln, berührungsempfindlich werden und schmerzen oder sich röten. Oft werden hier zunächst andere Krankheiten oder eine Allergie vermutet. Erst wenn kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen auftreten, wird in der Regel ein Arzt aufgesucht und die Diagnose “Gürtelrose” gestellt. Eine Gürtelrose ist nicht nur quälend, sie kann auch zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören etwa Narbenbildung und bei Befall von Auge oder Ohr die Gefährdung der Seh- und Hörfähigkeit. Die häufigste Komplikation ist die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie (PZN), bei der starke Nervenschmerzen monate- oder sogar jahrelang anhalten können. Besser ist es deshalb, wenn die Krankheit gar nicht erst auftritt. Eine Impfung gegen Windpocken für Kinder oder Risikopersonen gibt es schon länger. Doch es sind auch Impfstoffe gegen Gürtelrose für ältere Menschen verfügbar, die das Virus bereits in sich tragen – Informationen dazu gibt es auch unter www.impfen.de.

Pluspunkt Kostenerstattung

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Impfung gegen Gürtelrose noch nicht standardmäßig, bis eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorliegt. Einige Kassen wollen den Schutz aber schon freiwillig erstatten. Daher empfiehlt sich in jedem Fall eine individuelle Nachfrage bei der Krankenkasse.

— Daten/Fakten oder Kurztext —
Wenn das Immunsystem altert

(djd). Normalerweise verhindert das Immunsystem, dass die Varizella-Zoster-Viren, die sich nach einer Windpockenerkrankung in den Nervenknoten am Rückenmark einnisten, erneut aktiv werden. Doch mit steigendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab. Je älter ein Mensch ist, desto größer wird deshalb die Wahrscheinlichkeit für eine Gürtelrose. Folgerichtig sind zwei Drittel der Betroffenen über 50 Jahre alt. Bei Menschen ab 80 Jahren steigt das Erkrankungsrisiko sogar auf 50 Prozent. Impfen kann dem Ausbruch der Erkrankung vorbeugen – mehr Infos dazu gibt es auch unter www.impfen.de.

Symptome der Gürtelrose

Die ersten Symptome der Gürtelrose sind meist unspezifisch. Oft beginnt die Krankheit mit Abgeschlagenheit und manchmal leichtem Fieber. Foto: djd/GSK

 

Immunabwehr

Je älter ein Mensch wird, umso schwächer wird seine Immunabwehr. Ab einem Alter von 50 Jahren steigt daher auch das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken. Foto: djd/GSK

 

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