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Der neue, qualifizierte Mietspiegel von Braunschweig soll ab September gelten. Er wurde auf der Grundlage einer repräsentativen Stichprobe nicht preisgebundener Wohnungen im Bereich der Stadt Braunschweig erstellt.

 

Die Verwaltung hat den Ratsgremien den qualifizierten Mietspiegel von Braunschweig 2018 für nicht preisgebundenen Wohnraum vorgelegt. Am 4. September entscheidet der Rat der Stadt über seine Anerkennung. Danach tritt der Mietspiegel in Kraft.

„Es ist gut, dass wir mit dem neuen Mietspiegel Mietern und Vermietern weiterhin eine klare Orientierung geben mit aktuellen, belastbaren Mietwerten. Der Mietspiegel dient als Grundlage für die faire und marktgerechte Anpassung von Mieten in den kommenden Jahren. Dass der Mietspiegel mittels eines stimmigen Verfahrens erstellt wurde, haben alle wichtigen Akteure des Braunschweiger Wohnungsmarktes anerkannt. Dadurch können wir jetzt wieder Kontinuität am Mietmarkt schaffen und aktuelle Mietwerte zugrunde legen“, erklärte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer die Situation und die daraus folgende Maßnahme.

Der Mietspiegel von Braunschweig 2018 wurde auf der Grundlage einer repräsentativen Stichprobe nicht preisgebundener Wohnungen im Bereich der Stadt Braunschweig erstellt. Er basiert auf Daten, die im Zeitraum von Dezember 2017 bis Januar 2018 bei 18.000 mietspiegelrelevanten Haushalten eigens zum Zwecke der Mietspiegelerstellung erhoben wurden. Die Durchschnittsmiete in Braunschweig beträgt demnach 5,95 Euro pro Quadratmeter. Bei der Neuerhebung zum Mietspiegel 2014 lag die Durchschnittsmiete bei 5,59 Euro pro Quadratmeter. Die Erhöhung von 6,4 Prozent gegenüber 2014 ist nach Einschätzung der Gutachter nachvollziehbar. Beim Mietspiegel 2016 war eine Erhöhung mit dem Lebenshaltungskosten-Index von 1 Prozent zum Mietspiegel 2014 erfolgt. Die Haushalte wurden zufällig ausgewählt, die Daten mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens erhoben. Es wurde eine schriftliche Befragung von Vermietern und Mietern durchgeführt. Der Mietspiegel wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen mit Hilfe der Regressionsmethode errechnet.

Hintergrund: Im so genannten Mietspiegel sind Informationen zur Höhe von ortüblichen Mieten gesammelt. Er dient dem Mieter als Orientierungshilfe, wie die für eine bestimmte Wohnung zu zahlende Miete im Verhältnis zu anderen Mieten zu beurteilen ist. Für Vermieter bildet der Mietspiegel einen gesetzlichen Richtwert (z. B. bei der Erhöhung von Mieten für bestehende Mietverträge). Der Mietspiegel versucht, neben der Größe und Ausstattung von Wohnungen (Fenster, Balkon, Heizungsart etc.) auch deren Lage (Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten usw.) zu berücksichtigen, um so einen möglichst genauen Vergleich zu erlauben.

Mit dem Mietspiegel soll Mietern und Vermietern weiterhin eine klare Orientierung mit aktuellen, belastbaren Mietwerten gegeben werden. Der Mietspiegel dient als Grundlage für die faire und marktgerechte Anpassung von Mieten in den kommenden Jahren.

 

Fotos: oh

 

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