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Bild: Zwei Schulen wurden bei der CTC-Informationsveranstaltung des Braunschweiger Präventionsrats ausgezeichnet: Das Gymnasium Raabeschule erhielt den Präventionspreis für ein überzeugendes Präventionskonzept und ein weiterer Preis ging an die Hauptschule Sophienstraße für das Projekt „Praxisklasse“.

Zum Abschluss einer Informationsveranstaltung zum Verfahren „Communities That Care (CTC)“, in der den beteiligten Schulen die Ergebnisse einer stadtweiten Befragung von Schülerinnen und Schülern vorgestellt wurden, zeichnete der Braunschweiger Präventionsrat kürzlich zwei Braunschweiger Schulen für ihr beispielhaftes Engagement im Präventionsbereich aus.

Das Gymnasium Raabeschule erhielt den Preis für die konzeptionelle Verankerung präventiver Angebote in ihrem Schulprofil unter Einbindung von Lehrerkollegium, Eltern- und Schülerschaft sowie außerschulischen Angeboten. Die kontinuierliche Mitarbeit in Facharbeitskreisen, die Vernetzung mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie die aktive Teilnahme an den durch den Braunschweiger Präventionsrat initiierten Aktionsjahren fanden bei dem Gremium besondere Anerkennung. Positiv fiel zudem auf, dass die Schule die Ergebnisse ihrer Maßnahmen regelmäßig anhand einer selbst durchgeführten Evaluation überprüft und das Präventionskonzept kontinuierlich weiterentwickelt.

Die „Praxisklasse“ an der Hauptschule Sophienstraße wurde dafür gewürdigt, dass es mit der Einführung des Projekts im Schuljahr 2014/2015 gelungen ist, junge Menschen, bei denen ein Scheitern an der Schule drohte, wieder in das schulische Leben zu integrieren, den Übergang von Schule in den Beruf zu ebnen und ihnen damit deutlich bessere Zukunftsaussichten zu eröffnen. Wie erfolgreich dieses besondere Angebot ist, lässt sich an den jährlichen Schulabschlussberichten eindeutig ablesen: Die Anzahl der Schulabbrüche konnte deutlich reduziert werden, die Schülerinnen und Schüler erreichten vergleichsweise höhere Schulabschlüsse, und sie konnten in vielen Fällen direkt nach Beendigung der Schule einen Ausbildungsplatz antreten. Das Projekt konnte durch eine Kooperation zwischen der Schule, der Landesschulbehörde, der Stadt Braunschweig sowie der Volkshochschule Braunschweig realisiert werden und findet mittlerweile an zwei weiteren Hauptschulen Anwendung. Neben einem hohen Praxisanteil, den die Schülerinnen und Schüler in Betrieben und Unternehmen verbringen, und der intensiven Begleitung in der Klasse, zeichnet das Projekt eine weitere Besonderheit aus: Das Theaterpädagogische Zentrum Braunschweig arbeitet außerhalb des klassischen Unterrichts mit den Jugendlichen daran, die Erfahrungen in der Praxis zu reflektieren, realistische Perspektiven zu entwickeln und ihre Selbstdarstellung zu verbessern.

Der Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig und Vorsitzenden des Braunschweiger Präventionsrats, Axel Werner, betonte „Die beiden Preisträger sind Beispiele für eine gelungene Präventionsarbeit. Die Entscheidung fiel dem Gremium nicht leicht, weil es viele andere Schulen in Braunschweig gibt, die an dieser Stelle ebenfalls hervorragende Arbeit leisten und dafür hätten ausgezeichnet werden müssen.“ Der Braunschweiger Präventionsrat sieht in den Schulen einen zentralen Ort, das Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen im positiven Sinne zu beeinflussen und wird daher auch zukünftig daran mitwirken, Schulen zu unterstützen: In dem vom Landespräventionsrat wissenschaftlich begleiteten CTC-Verfahren sieht der Präventionsrat für die beteiligten Schulen ein geeignetes Instrument, die für sie passende Präventionsstrategie auszumachen.

Dass Prävention einen elementaren Bestandteil eines auf Ganzheitlichkeit ausgerichteten Schulkonzepts darstellt und damit zu den schulischen Aufgaben zählt, machte Torsten Glaser, Leiter der Regionalabteilung der Landesschulbehörde Braunschweig, in seiner Laudatio deutlich: „Die Notwendigkeit von Prävention durch Entwicklungsförderung von Schülerinnen und Schülern ist im Sinne des Bildungsauftrags.“ Auf eine günstige Ausgangssituation und damit verbundenen Chancen wies der städtische Gesundheitsplaner, Rainer Schubert, in seinen Ausführungen hin: „Immerhin 76 % der befragten Schülerinnen und Schüler gaben an, überwiegend gerne zur Schule zu gehen.“ Weitere Informationen zum Braunschweiger Präventionsrat finden Sie unter www.braunschweig-hilft.de/praeventionsrat.

Foto: oh/Präventionsrat Braunschweig

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