Bild: Sandrine Bonnaire ist der Stargast des 32. Internationalen Filmfestival Braunschweig vom 5. bis 11. November. Das Festival ehrt die französische Schauspielerin für ihre herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur mit der „Europa“.

 

Das älteste Filmfestival Niedersachsens lockt auch nach mehr als 30 Jahren zahlreiche national und international bekannte Filmschaffende in die Löwenstadt. Das Programm vom 5. bis 11. November bringt einen cineastisch anspruchsvollen Mix aus Spielfilmen, Kurzfilmen und Dokumentationen auf die Leinwand. Stargast des 32. Internationalen Filmfestival Braunschweig ist Sandrine Bonnaire.

Das Programm umfasst 206 Kurz- sowie 110 Langfilme sowie neun Filmkonzerte. Die Filme drehten 135 Regisseurinnen und 238 Regisseure. Insgesamt wurden in diesem Jahr 75.735 Minuten Film eingereicht und gesichtet. Das waren 611 Kurz- und 736 Langfilme, welche 1.262 Stunden oder fast 53 Tagen entsprechen. Innerhalb der sieben Tage präsentiert das Festival über 200 Einzelveranstaltungen, Filmkonzerte, Vorträge, Präsentationen, Filmvorführungen, darunter 12 Welt-, eine Internationale Premiere, zwei Europäische Premieren, 57 Deutschland- sowie 11 Niedersachsen-Premieren. Zehn europäische Debüt- und Zweitfilme, allesamt deutsche Premieren, gehen in diesem Jahr für gleich zwei Preise ins Rennen: den mit 10.000 Euro dotierten, von einer Jury erstmals vergebenen „Volkswagen Financial Services Filmpreis“ und den Publikumspreis „Der Heinrich“. Beide Preise sind mit jeweils 10.000 Euro von Volkswagen Financial Services dotiert. Das Festival verleiht drei weitere neue Preise. Das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) vergibt den mit 5.000 Euro Projektförderung verbundenen „Queeren Filmpreis Niedersachsen“ erstmals auf dem Braunschweiger Festival. Die Oeding Unternehmensgruppe engagiert sich erstmalig als Sponsor der „Green Horizons“ Reihe zum Thema Nachhaltigkeit und stiftet den 2.500 Euro versehenen „Green Horizons Awards“. Außerdem hat eine Gruppe Braunschweiger Filmfreunde den mit 3.000 Euro dotierten „Braunschweiger Filmpreis“ für die beste Newcomer-Schauspielerin/den besten Newcomer-Schauspielerin der Reihe „Neue deutsche Filme“ ins Leben gerufen. Eine Jury aus sechs jungen Deutschen und Französinnen vergibt den Deutsch-Französischen KINEMA-Jugendpreis für den besten Debütfilm aus Deutschland oder Frankreich. Außerdem zeichnet das Festival den besten Preis der „Heimspiel“-Reihe mit den „Goldenen Vier Linden“ aus. Dank der neuen Preise erhöht sich die Gesamtsumme aller Preisgelder auf 53.500 Euro. Der „Weiße Löwe“ für das Lebenswerk eines zeitgenössischen Filmkomponisten geht an Irmin Schmidt. Der Mitbegründer der legendären Band CAN arbeitete als einer der ersten Filmkomponisten mit Improvisationen, Klangmanipulationen, elektronischen Sounds und Weltmusikelementen. Das Festival ehrt ihn mit einer Filmreihe, einem Werkstattgespräch und einem Konzert mit dem Staatstheater Braunschweig, das Schmidt selbst dirigieren wird.

Das Festival ehrt die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire für ihre herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur mit der „Europa“. Den mit 20.000 Euro dotierten Preis stiftet Volkswagen Financial Services. Am Samstag, 10. November, wird Sandrine Bonnaire die Auszeichnung im Großen Haus des Staatstheaters entgegennehmen. Das Festival zeigt eine Retrospektive mit neun ihrer Filme, darunter Kollaborationen mit Regie-Größen wie Claude Chabrol („Biester“) oder Angès Varda („Vogelfrei“), aber auch ihre eigenen Regiearbeiten „Elle s’appelle Sandrine“ und „J’enrage de son absence“. Das Filmfestival eröffnet mit dem Filmkonzert „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein in der Stadthalle Braunschweig (19:00 Uhr). Es spielt das Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung des Komponisten Yati Durant. Das Konzert wird unterstützt von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und ist Teil der Veranstaltungsreihe „Braunschweigs Weg in die Demokratie“.

 

 

„Panzerkreuzer Potemkin“

Das Staatsorchester eröffnet das Internationale Filmfestival Braunschweig mit dem Filmkonzert „Panzerkreuzer Potemkin“. Sergej Eisensteins Meisterwerk bildet gleichzeitig den Auftakt zur Filmreihe „Revolution im Film“.

 

Foto 1: oh/© Gianmarco Chieregato

Foto 2: Undercover/Nina Stiller

 

 

 

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