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Die Einfriedung der Villa Salve Hospes wird seit Juli 2018 aufwändig restauriert. Ziel ist der langfristige Substanzerhalt dieses Baudenkmals. Zu der Zaunanlage gehören auch vier große Sandsteinvasen, die auf den Natursteinmauerpfeilern stehen. Nach der Restaurierung wurden sie Ende November wieder auf ihren angestammten Plätzen befestigt.

Die Sandsteinvasen hatten Ende 2016 aus Sicherheitsgründen abgenommen werden müssen. Sie wurden im städtischen Bauhof zunächst eingelagert und dann repariert. Fehlende Teile wurden ergänzt, und die Vasen erhielten eine Beschichtung. Die farbliche Gestaltung entspricht jener vor 200 Jahren nach Plänen des Architekten Peter Joseph Krahe. Die Zaunteile werden von einer Fachfirma restauriert. Sie kommen Zug um Zug bis Anfang Dezember wieder nach Braunschweig und werden dann zwischen den Mauerwerkspfeilern montiert.

Sandsteinvasen

Bild: Nach der Restaurierung wurden die vier großen Sandsteinvasen, die auf den Natursteinmauerpfeilern der Villa Salve Hospes stehen, wieder auf ihren angestammten Plätzen befestigt.

Die Villa Salve Hospes: Dieses frühklassizistische Stadtpalais ließ sich der Kaufmann Diedrich Wilhelm Krause 1805 bis 1808 auf einem großzügigen Grundstück des neu geschaffenen Wallrings errichten. Architekt war der Leiter des Bauwesens im Herzogtum Braunschweig, Peter Joseph Krahe (*8. April 1758, †7. Oktober 1840), der auch die Anlage des Wallrings auf dem Gelände der aufgelassenen Bastionärsbefestigung geplant und geleitet hatte. Das große Wohnhaus auf geschosshohem Sockel und die beiden kleineren Wirtschaftsgebäude umschließen einen Ehrenhof. Zum Hauptportal im vorgeschobenen Risalit führt eine dreiläufige Freitreppe mit zwei Greifenpaaren, die gläserne Kandelaber tragen. Über dem Eingang ist die Hausinschrift “Salve Hospes” (Sei gegrüßt, Gast) angebracht. Die klare Proportionierung der Fassaden und das ausgewogene Verhältnis des Grundrisses zum Außenbau machen die Villa zu einem Hauptwerk des deutschen Frühklassizismus. Das Gebäude ist heute Sitz des Kunstvereins. (aus: “BLIK – Braunschweiger Leit- und Informationssystem für Kultur”).

Fotos: Stadt Braunschweig

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