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Es gibt vieles, was man an Weihnachten lieben kann – das Essen, Familie und Freunde sowie noch viele Dinge mehr. Was die Weihnachtszeit noch bezaubernder macht, ist die Tatsache, dass auf der ganzen Welt Länder ihre eigenen Weihnachtstraditionen entwickelt haben.

Einige Sitten, Gebräuche, die wir heute mit der Weihnachtszeit verbinden, reichen Jahrhunderte zurück. Viele dieser deutschen Weihnachtsbräuche haben sich mittlerweile in der ganzen Welt etabliert. So stehen heute in kamerunischen Wohnzimmern Weihnachtsbäume, und Chinesen bummeln über Weihnachtsmärkte in Shanghai.

Ohne ihre zahlreichen Bräuche wäre die Weihnachtszeit nur halb so schön.

Zu den beliebtesten Weihnachtsbräuchen gehört natürlich der Weihnachtsbaum. Dieser Brauch lässt sich auf ein altes Brauchtum zurückführen. Einst hingen die Menschen immergrüne Tannenzweige auf und wollten damit die bösen Geister aus ihrer Wohnung fernhalten. Erst im 15. Jahrhundert entwickelte sich der Weihnachtsbaum, wie wir ihn heute kennen, zu einem Brauch. In alten Schriften findet man Informationen darüber, dass man zu jener Zeit begann, Bäume im Wald abzusägen und festlich zu schmücken. Dieser Brauch hat sich mittlerweile auf der ganzen Welt durchgesetzt.

Im 16. Jahrhundert entstand der Weihnachtsmann. Er war damals ein bewusst erzeugtes Kunstprodukt und sollte als Gegensatz zum Heiligen Nikolaus dienen. Seine Optik war nicht festgelegt, sondern unterlag immer den zeitgenössischen Einflüssen. 1932 prägte eine Werbekampagne von Coca-Cola jedoch das Aussehen des Weihnachtsmannes erheblich. Heute stellen wir uns nahezu überall auf der Welt darunter einen bärtigen, fülligen älteren Mann in einem rot-weißen Kostüm vor.

In der Adventszeit zünden viele Menschen an jedem Sonntag eine weitere Kerze auf dem Adventskranz an. Auf diese Weise verdeutlichen sie, dass der Heiligabend immer näher heranrückt. Der Hamburger Theologe Wiechern gilt als Erfinder des Adventskranzes. In der Weihnachtszeit kümmerte er sich um elternlose Kinder. Sie fragten voller Aufregung immer wieder, wann endlich der Heiligabend komme. Daraufhin entschied er in einem Jahr, 24 Kerzen aufzustellen. Sobald auch die letzte Kerze brannte, war der Heiligabend gekommen.

Die größten Kerzen waren dabei stets die Kerzen für die heiligen Sonntage der Vorweihnachtszeit. Deshalb besitzt der Adventskranz, der heute in vielen Haushalten die Tische dekoriert, auch die vier großen Kerzen für die vier Sonntage vor Weihnachten.

Die Beleuchtung spielt in der Weihnachtszeit ebenfalls eine große Rolle. Schon seit dem 13. Jahrhundert ist die Weihnachtszeit untrennbar mit einer warmen Beleuchtung verbunden. Gerade in der dunklen Jahreszeit sehnten sich die Menschen nach Wärme und Licht. Kerzen und Lichterketten dürfen in der Weihnachtszeit bis heute niemals fehlen.

Haben Sie zur Weihnachtszeit auch schon einmal ein Paar beobachtet, das sich unter einem hängenden Zweig geküsst hat? Oder haben Sie Ihren Partner vielleicht sogar selbst schon einmal unter einem solchen Zweig geküsst? Dieser sogenannte Kuss unter dem Mistelzweig soll dazu führen, dass das Paar ein Leben lang glücklich bleibt. Wie bei so vielen Weihnachtsbräuchen reicht die Geschichte des Mistelzweig-Kusses weit in die Vergangenheit zurück.

Seit jeher war die Menschheit vom Mistelzweig fasziniert. Die Pflanze symbolisiert Glück, Mut, Fruchtbarkeit und Gesundheit.

Leider gehört auch das zu Weihnachten: alle Jahre wieder quellen Mülltüten, Tonnen und Container über: Weihnachten, das „Fest der Liebe“, wird zur Abfallorgie. Berge von Geschenkpapier, Lametta und Plastik wandern in den Müll. Der NABU gibt Tipps für abfallarme Feiertage.

 

Tipp 1: Oh, ECHTER Baum!

 

Auch wenn heute viele Plastik-Weihnachtsbäume verkauft werden: Besser, man bleibt beim guten alten echten Baum. Bäume aus Kunststoff nadeln zwar nicht, belasten aber die Umwelt und enden irgendwann als Plastikmüll in der Tonne.

Echte Weihnachtsbäume dagegen lassen sich problemlos zu Humus verarbeiten – ob im heimischen Garten oder im Kompostwerk. Ganz wichtig ist jedoch, dass der gesamte Baumschmuck entfernt und kein Dekorationsspray benutzt wird. Bäume mit Glitzerspray können zum Beispiel nicht kompostiert werden, Giftstoffe aus Lametta und anderem Baumschmuck gelangen in den Kompost.

Weihnachtsbäume haben in unseren Wohnzimmern zudem nur eine kurze Verweildauer und werden anschließend entsorgt. Alternativ können auch Zweige dekoriert werden, oder größere Zimmerpflanzen werden für die Weihnachtszeit geschmückt.

Tipp 2: Öko-Style für Weihnachtsbäume

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Trotz Glitzern und Funkeln: Lametta und beschichtete Christbaumkugeln haben in einem umweltfreundlichen Weihnachtsbaum leider nichts zu suchen. Noch immer enthalten sie teilweise giftiges Blei. Vermeiden sollte man auch Schnee- und Glitzersprays, denn danach kann ein Baum nicht mehr kompostiert werden. Lametta aus Blei, erkennbar am Gewicht und an der Bezeichnung Stanniol, müsste sogar an Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Lametta aus anderen Materialien kann zwar in den normalen Hausmüll, aber umweltfreundlich ist es deswegen noch lange nicht.
Aber es gibt Alternativen: Zum umweltverträglichen Christbaumschmuck gehören Nüsse, Holz, Plätzchen, Stoffbänder, Obst und Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Wachs. Damit lassen sich Weihnachtsbäume wunderschön dekorieren.

Auch aus Zapfen und Salzteig lassen sich tolle Baumanhänger basteln. Ein Tipp: Wenn Sie noch Christbaumkugeln vom vergangenen Jahr haben und sich eine andere Farbe wünschen, fragen Sie doch in der Nachbarschaft und tauschen Sie die Kugeln.

Tipp 3: Umweltfreundlicher Kerzenschein

 

Kerzen aus Bienenwachs in Bioqualität sind besonders zu empfehlen und sehen auch schön aus. Achten Sie sonst bei Kerzen auf das „RAL-Gütezeichen“ mit gesundheits- und umweltorientierten Grenzwerten für die Inhaltsstoffe, Dochte und Lacke.

Teelichter verbreiten eine gemütliche Stimmung. Leider fallen auch große Müllmengen von umweltschädlichem Aluminium dabei an. Greifen Sie besser zu Teelichtern ohne Aluschale und benutzen Sie Glasschalen, die sich neu befüllen lassen.

Wenn Sie Lichterketten aufhängen, zum Beispiel im Weihnachtsbaum, verwenden Sie nur energiesparende LED-Lichterketten. Mehrkosten haben Sie schnell wieder eingespart und ein warmer gelber Farbton gibt ein schönes und gemütliches Licht.

Tipp 4: Glückliche Weihnachtsgans

 

Zwischen November und Weihnachten landen rund zehn Millionen Gänse auf deutschen Tellern. Das Fleisch selbst stammt jedoch selten aus Deutschland, sondern wird zur Wintersaison massenweise importiert.

Die Bauern mästen das Federvieh in gerade einmal neun Wochen auf drei Kilogramm Gewicht. Teilweise werden die Gänse sogar lebendig gerupft oder gestopft, also maschinell zwangsernährt. Das bedeutet nicht nur Qualen für die Tiere, sondern auch schlechteren Geschmack für den Verbraucher.

Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann mit einer Biogans einen leckeren saftigen Braten mit gutem gewissen genießen.

Tipp 5: Geschenke der besonderen Art

 

Weihnachten bedeutet nicht nur Besinnlichkeit, sondern auch jedes Jahr Konsum pur. Es wird ohne Ende gekauft und verschenkt, viele Geschenke landen direkt im Keller oder auf dem Dachboden und das tausendste Spielzeugauto fristet sein Dasein im Kinderzimmer.

Kaufen und verschenken Sie bewusst und vergessen sie nicht, dass jedes Geschenk produziert, transportiert und irgendwann entsorgt wird: Rohstoffe, Energie, menschliche Arbeit stecken hinter jedem Kauf.Selbst gebasteltes, eine Einladung zum Essen oder für einen Ausflug sind schöne Alternativen, wenn man vom Weihnachtskonsumstress die Nase voll hat.

Auch eine Mitgliedschaft im NABU oder eine Patenschaft in einem NABU-Projekt sind abwechslungsreiche Geschenkideen.

Tipp 6: Geschenke pfiffig verpackt

 

Es muss nicht immer Geschenkpapier sein, erst recht nicht alubeschichtetes Schmuckpapier. Als Alternative bieten sich Geschenkhüllen aus Recyclingpapier, Kartons und Packpapier an, phantasievoll bemalt oder mit Gebäck, Zweigen, getrockneten Blättern und Blumen beklebt.

Alte Verpackungskartons vom Handmixer und Rasierer, in denen sich plötzlich doch das Wunschgeschenk verbirgt, sind auch für ein Schmunzeln gut.

Geheimnisvoll und schön sind auch bemalte Seidentücher, die direkt mit verschenkt werden können oder aber als Tradition jedes Jahr als festliche Verpackung dienen können.

Tipp 7: Silvester Naturkorken knallen lassen

 

Wenn zum Jahreswechsel die Korken knallen, dann lieber aus Flaschen ohne umweltbelastende Zinn-Blei-Aufsätze.

Es gibt inzwischen zahlreiche Winzer und Sektkellereien, die auf blei-, zinn- oder aluminiumhaltige Flaschenverzierungen verzichten und obendrein Naturkorken verwenden.

Der prickelnde Inhalt hat garantiert die gleiche Wirkung.

 

 

 

 

 

 

 

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