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Das Schlossmuseum Braunschweig widmet seit Kurzem der Künstlervereinigung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ eine Ausstellung.

Die Sonderausstellung zeigt das Gemälde „Neues Land“ von Karl Hofer. Es war Teil der bedeutenden Sammlung der Gesellschaft und ist als einziges Ölgemälde aus dem Bestand dieser noch erhalten.

Das Schlossmuseum Braunschweig widmet seit Kurzem der Künstlervereinigung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ eine Ausstellung.

Neben der einzig erhaltenen Mitgliedskarte der Künstlervereinigung, die jüngst in Hamburg verauktioniert wurde, werden Werke von über 50 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, die zwischen 1924 und 1933 an Ausstellungen der Gesellschaft beteiligt waren. Die hauptsächlich im weißen Saal des Schlossmuseums ausgestellten Positionen stehen stellvertretend für den Einzug der internationalen Moderne in das Braunschweiger Schloss, veranschaulichen die Diskrepanz zwischen dem höfischen Kunstgeschmack und dem der Avantgarde und bieten Einblicke in ein außergewöhnliches Kapitel der Schlossgeschichte. Eine so umfassende und facettenreiche Ausstellung zur Geschichte dieser braunschweigischen Künstlervereinigung hat es bisher nicht gegeben. Diese Sonderausstellung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ geht bis zum 30. August 2020.

Die 1924 vom Kunstmäzen Otto Ralfs in Braunschweig gegründete Künstlervereinigung realisierte während ihres Bestehens über 40 Ausstellungen. Nahezu monatlich wechselnd waren Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Feininger, Beckmann, Hofer, Grosz, Segal, Münter, Kollwitz, Felixmüller und vielen weiteren zu sehen. Gezeigt wurden sie im zweiten Obergeschoss des ehemaligen Braunschweiger Residenzschlosses. Die Künstlervereinigung war neben dem Naturhistorischen Museum, den Kammerspielen des Landestheaters und dem Museum für fürstliche Kultur eine der Institutionen, die nach dem Ende der Monarchie im Schloss untergebracht waren. 1933 löste sie sich vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Kunstpolitik auf. Die letzte Ausstellung mit Werken von Josef Albers, Rolf Cavael, Karl Sommer und Hildegard Sommer-Peters wurde vorzeitig abgebrochen – Käte Ralfs, die Ehefrau des Gründers, erinnerte sich später an eine polizeiliche Schließung der Präsentation.

Im Anschluss an die Auflösung der „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ übergab diese 21 Kunstwerke aus der eigenen Sammlung an das Herzog Anton Ulrich-Museum. Ihr Wunsch, eine ständige Galerie für zeitgenössische Kunst in Braunschweig einzurichten, hatte sich nicht erfüllt. Auch die Hoffnung, die Werke durch die Schenkung erhalten zu können, wurde enttäuscht: Der größte Teil der Kunstwerke wurde durch die Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. Die Sonderausstellung im Schlossmuseum zeigt aus dieser bedeutenden Sammlung das Gemälde „Neues Land“ von Karl Hofer und den „Bildniskopf“ von Else Fraenkel. Außerdem im Wechsel als Leihgaben aus dem Kupferstichkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums grafische Arbeiten.

Darüber hinaus bietet die Sonderausstellung einen Einblick in die beeindruckende Arbeit der „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“. Wie damals werden neben Arbeiten von Heckel, Mueller, Klee und vielen weiteren auch Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Braunschweig, wie Thilo Maatsch, Willy Meyer, Ulfert Wilke, Rudolf Jahns und Gertrude Henninger gezeigt. Hinweise auf damals stattfindende Vortragsveranstaltungen führender Wissenschaftler der Zeit sowie Darbietungen modernen Tanzes ergänzen die Präsentation aus Gemälden, grafischen Arbeiten, Plastiken und Quellenmaterial (wie der einzigen erhaltenen Mitgliedskarte der Vereinigung).

Besucherinnen und Besucher erhalten darüber hinaus Informationen zu den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern sowie zum Gründer der „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ Otto Ralfs. Der 1892 in Braunschweig geborene Eigentümer einer Eisenwarenhandlung war durch den Besuch der Bauhaus-Ausstellung in Weimar im Jahre 1923 so stark von der „jungen Kunst“ beeindruckt, dass er in den Folgejahren neben der Gründung der Kunstvereinigung selbst eine bedeutende Sammlung zusammentrug und ein beeindruckendes Künstlernetzwerk schuf. Aus seinem Nachlass werden im Schlossmuseum persönliche Arbeiten von Feininger, Baumeister, Felixmüller und Klepper präsentiert.

Die Sonderausstellung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm für Erwachsene und Kinder begleitet. Die Ausstellung wird gefördert vom Fachbereich Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, der Braunschweigischen Stiftung, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Richard Borek Stiftung und der Stiftung Niedersachsen.

Das Schlossmuseum Braunschweig widmet seit Kurzem der Künstlervereinigung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ eine Ausstellung.

Werke von über 50 Künstlerinnen und Künstlern, die zwischen 1924 und 1933 im Rahmen der „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ in Braunschweig ausgestellt haben, werden in der neuen Sonderausstellung präsentiert.

 

Das Schlossmuseum Braunschweig widmet seit Kurzem der Künstlervereinigung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ eine Ausstellung.

Die Sonderausstellung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ wird von Publikationen führender Wissenschaftler und Künstler der Zeit ergänzt.

 

Das Schlossmuseum Braunschweig widmet seit Kurzem der Künstlervereinigung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ eine Ausstellung.

Filme und Abbildungen von Tanzdarbietungen aus den 1920er laden zum Verweilen in der Sonderausstellung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ ein.

 

Das Schlossmuseum Braunschweig widmet seit Kurzem der Künstlervereinigung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ eine Ausstellung.

Der Bildniskopf der Künstlerin Else Fraenkel gehörte zur Sammlung der „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“, die nach deren Auflösung in den Besitz des Herzog Anton Ulrich-Museums gelangte.

 

Fotos: oh/Schlossmuseum/M. Küstner

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