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Die Bezirkssportanlage Melverode soll modernisiert und verkleinert, der nördliche Bereich zu einem Wohngebiet entwickelt werden.

Die Bezirkssportanlage Melverode soll modernisiert und verkleinert, der nördliche Bereich zu einem Wohngebiet entwickelt werden.

Das schlägt die Stadtverwaltung vor. Zwei entsprechende Beschlussvorlagen sind jetzt in den Gremienlauf gegeben worden.
“Wir wollen den südlichen Teil der Sportanlage umfassend sanieren unter Einbeziehung von Teilen der seit Jahren nicht mehr genutzten und mittlerweile abgängigen Asphalttennisplätze”, sagt Erster Stadtrat und Sportdezernent Christian Geiger. “Hier soll ein rund 2600 Quadratmeter großes beleuchtetes Kunstrasenfeld mit Sand- oder Korkverfüllung angelegt werden. Dieses können besonders im Winter neben dem SV Heidberg-Melverode auch Sportvereine aus der Nachbarschaft nutzen.” Der südliche Teil der Anlage soll durch ein Wegesystem erschlossen werden. Weitere geplante Maßnahmen sind die Grundsanierung zweier Rasengroßspielfelder, die Erweiterung der Trainingsbeleuchtung, der Bau einer kleinen Stehstufentribüne und die Renovierung des Funktionsgebäudes einschließlich der überbezirklichen Schießsportanlage. Ein weiterer ehemaliger Tennisplatz wird Standort für eine der schon beschlossenen vier über das gesamte Stadtgebiet verteilten Kalthallen auf städtischen Sportarealen, die in diesem Jahr gebaut werden.
 
Derzeit wird bereits die Bezirkssportanlage Stöckheim saniert. Für die Modernisierung dort und in Melverode sind in Summe insgesamt rund drei Millionen Euro veranschlagt.
Die Verkleinerung der Bezirkssportanlage ist möglich, weil sich nach dem Umzug des TSC Vahdet an den Bienroder Weg im vergangenen Jahr der Nutzungsumfang deutlich reduziert hat. Dem will die Verwaltung dadurch Rechnung tragen, dass zwei Rasengroßspielfelder und ein Rasenkleinspielfeld im nördlichen Teil in Bauland für insgesamt rund 140 Wohneinheiten umgewandelt werden.
“Melverode zählt für die unterschiedlichsten Zielgruppen zu den begehrten Wohnlagen in Braunschweig”, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. “Ausgehend vom alten Dorfkern am Kirchplatz sind seit den 1950er bis Ende der 1980er Jahre mehrere Wohngebiete in diesem Ortsteil entstanden. Seit den 1990er Jahren fand jedoch keine nennenswerte Entwicklung mehr statt, weil keine freien Flächen zur Verfügung standen. Im Sinne des mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelten und vom Rat beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK 2030) und seinem wichtigen Leitziel ‚Die Stadt kompakt weiterbauen‘ wollen wir jetzt den Ortsteil weiterentwickeln, um, anschließend an bestehende Wohngebiete, die günstigen Standortfaktoren Melverodes für die Schaffung dringend benötigter Wohnungen zu nutzen.”
 
Die Verwaltung schlägt deshalb vor, einen Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift “Glogaustraße-Süd” aufzustellen. Die konkrete städtebauliche Planung wird im Rahmen des öffentlichen Bebauungsplanverfahrens erarbeitet und zur Diskussion gestellt. Dabei werden auch die immissionsschutzrechtlichen Anforderungen, die sich aus der Sportanlage ergeben (z.B. Abstände, Lärmschutzanlagen) berücksichtigt und in die Planung integriert.
Mit Blick auf den laufenden Prozess der Haushaltsoptimierung hat die Verwaltung entschieden, das Konzept für einen Bewegungspark auf einem südöstlichen Abschnitt der Bezirkssportanlage Melverode  nicht in die Vorlage zur Modernisierung der Sportanlage aufzunehmen. Im Rahmen der Beratungen wird die Verwaltung ihn in seinen planerischen Grundzügen jedoch vorstellen.
So geht es weiter!
Mit den Vorschlägen befasst sich zunächst der Stadtbezirksrat Heidberg-Melverode am 3. Februar. Über die Modernisierung der Bezirkssportanlage entscheidet der Sportausschuss am 6. Februar. Den Vorschlag zur Aufstellung eines Bebauungsplans diskutiert am 5. Februar der Planungs- und Umweltausschuss. Die Entscheidung trifft hier der Verwaltungsausschuss am 11. Februar.
Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

Foto: oh/7721622

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