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Spaß an der Ausbildung: Unternehmen können einiges dafür tun, um ihre Azubis nachhaltig zu motivieren.

Wie Betriebe ihre Azubis begeistern und motivieren können

Mehr als jeder vierte Auszubildende bricht laut Bundesinstitut für Berufsbildung seine Lehre vorzeitig ab. Für Unternehmen wie auch Azubis ist das enttäuschend. Doch was können Betriebe tun, damit die jungen Menschen am Ball bleiben?

Regelmäßig austauschen

“Ausbilder müssen ihre Erwartungshaltung klar formulieren. Damit wissen die Azubis immer, was als Nächstes auf sie zukommt”, meint Sascha Kohnke, der für die Ausbildung bei der Amrest Coffee Deutschland zuständig ist, zu dem etwa Starbucks Deutschland gehört. Als Trainings- und Ausbildungsspezialist betreut er aktuell zwölf Azubis in der Systemgastronomie. Wichtig sei, dass den jungen Menschen früh Verantwortung übertragen werde und sie ihre Ideen im Rahmen vorgegebener Standards umzusetzen könnten. “Unser Motto lautet ‘Alles ist möglich’. Außerdem haben wir eine sehr offene Fehlerkultur und die Einstellung, dass man aus Fehlern lernt”, erklärt Kohnke. Am wichtigsten ist seiner Meinung nach ein regelmäßiger Austausch, damit erst gar kein Unmut entstehen könne.

Abwechslung motiviert

Auch Abwechslung in der Ausbildung sowie Benefits sind ein wesentlicher Motivationsfaktor, ist Kohnke überzeugt. Daher stehen bei seinem Betrieb regelmäßig Workshops, der Besuch von Jobmessen oder andere Unternehmungen auf dem Programm. 2019 besuchten die Auszubildenden beispielsweise das Hamburger Kaffeemuseum, in diesem Jahr geht es auf die Fachmesse Internorga. Als Benefits erhalten die Azubis unter anderem ein Jobticket sowie ein Tablet zum Erstellen von Hausaufgaben und Berichten.

Teamarbeit und gute Karrierechancen

Interessant ist auch die Gelegenheit zur Teilnahme am Teamcup der Systemgastronomie, der größten Ausbildungsmeisterschaft der Branche. Heinrich Martens etwa, der sich zum Fachmann für Systemgastronomie ausbilden lässt, hat seit 2017 an jedem Team-Cup teilgenommen. “Vor allem das gemeinsame Lösen der praktischen Aufgabe mit anderen Azubis war eine super Erfahrung”, so Martens. Seiner beruflichen Zukunft blickt er entspannt entgegen. Denn nach seiner Ausbildung wird er als Produkt-Manager in einem Coffee House unbefristet weiterbeschäftigt. Voraussichtlich im Oktober will er zudem einen dualen Studiengang beginnen. Auch Alina Keller fühlt sich in der Ausbildung wohl. “Mir wird bei jeder Entscheidung der Rücken gestärkt und ich kann mich immer auf mein Team verlassen”, meint die 22-Jährige, die im zweiten Lehrjahr im Coffee House arbeitet. Jungen Menschen rät sie vor dem Beginn der Lehre zu einem Praktikum, “um zu sehen, ob einem die Branche auch wirklich gefällt”. Informationen zu den Ausbildungsberufen finden sich unter www.bundesverband-systemgastronomie.de. (djd)

 

Foto: djd/Bundesverband der Systemgastronomie/Sorbis/Shutterstock.com

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