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Corona-Testverfahren

Zusammenarbeit mit Hausärzten und Kassenärztlicher Vereinigung.

Im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie wird an die Gefahrenabwehrleitung immer wieder die Frage herangetragen, wie genau der Ablauf für die Betroffenen vom Auftreten der ersten Symptome über den Labortest bis zur möglichen Quarantäne aussieht. Im Wesentlichen definiert das städtische Gesundheitsamt Braunschweig fünf Schritte, die unabhängig von möglicherweise erforderlicher medizinischer Betreuung erfolgen.

Schritt 1: Betroffene nehmen Kontakt zur Hausarztpraxis auf

Der Kontakt zur Hausarztpraxis, zum Beispiel aufgrund von Erkältungssymptomen, sollte möglichst telefonisch erfolgen. Der Hausarzt oder die Hausärztin entscheidet dann, ob ein Test auf SARS-CoV-2 erfolgen soll. Die Praxis informiert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und meldet den Verdachtsfall ans Gesundheitsamt. Die KV veranlasst den Test-Abstrich. Sie schickt entweder das Corona-Mobil zur Wohnstätte der Betroffenen oder bittet die Patienten, mit dem Auto den Corona-Drive-In aufzusuchen. Der Abstrich wird im Labor untersucht, dies dauert aktuell in der Regel einen bis zwei Tage.
Das Gesundheitsamt wird über Abstriche nur bei sogenannten begründeten Verdachtsfällen (zwingende Tests nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI)) informiert. Daher werden nicht alle Tests vom Gesundheitsamt erfasst. Bei nicht begründeten Tests erfährt das Gesundheitsamt davon dann lediglich, wenn der Test positiv war.

Schritt 2: Gesundheitsamt nimmt Kontakt mit Betroffenen auf

Das Gesundheitsamt ruft die Betroffenen an, um die näheren Umstände zu ermitteln. Es verordnet gegebenenfalls eine vorsorgliche häusliche Isolation, sofern die dafür definierten Vorgaben des RKI erfüllt sind.
Schritt 3: Testergebnis liegt vor
Das Labor übermittelt positive Testergebnisse an das zuständige Gesundheitsamt. Dort wird der Patient nun nicht mehr als Verdachtsfall, sondern als bestätigter Corona-Virus-Fall geführt.
Negative Testergebnisse übermittelt die KV an die Hausarztpraxis, damit diese die Patienten darüber informieren kann.
Schritt 4: Isolation und Kontaktnachverfolgung
Das Gesundheitsamt informiert positiv getestete Personen telefonisch über das Ergebnis. Die Infizierten werden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes zu einer 14-tägigen Quarantäne, beginnend mit dem Tag der ersten Symptome, verpflichtet.
Zusätzlich fragt das Gesundheitsamt nach allen Personen, mit denen die Infizierten in den zwei Tagen vor Symptombeginn Kontakt hatten. Engen Kontakten (Kategorie 1), z. B. Personen, mit denen sich die Infizierten 15 Minuten oder länger unterhalten haben, wird ebenfalls gemäß Infektionsschutz eine 14-tägige vorsorgliche Isolation verordnet. Weniger enge Kontakte (Kategorie 2) werden dazu nicht verpflichtet, allerdings empfiehlt das Gesundheitsamt auch ihnen, sich nach Möglichkeit in freiwillige Isolation zu begeben.
Schritt 5: Aufhebung der Quarantäne

Die Isolation der Infizierten endet nach der vom Robert-Koch-Institut vorgegebenen Zeit, in der Regel sind das 14 Tage nach Symptombeginn. Bedingung für die Aufhebung der verordneten Quarantäne ist, dass die Infizierten seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sind.

Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

Foto: oh/Kreuz_und_Quer
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