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Schulmittelfonds

Ergänzt um Summe aus dem Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche.

Die bisher noch nicht verwendeten Mittel aus dem Schulmittelfonds für das laufende Schuljahr werden als einmalige Soforthilfe für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise umgewidmet. Das hat die Verwaltung entschieden und den Ratsgremien mitgeteilt. Die vorhandenen Mittel werden durch die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in Braunschweig, die leistungsberechtigt nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) sind, geteilt und entsprechend der Kinderzahl an die Familien ausgezahlt. Pro Kind stehen so einmalig 30 Euro zur Verfügung.
„Für Kinder und Jugendliche in von Armut betroffenen Familien hat die Corona-Krise weitreichende Auswirkungen“, begründet Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast die Entscheidung. „Durch die Schließung der Kitas und Schulen fehlen die professionelle Unterstützung beim Lernfortschritt sowie die sozialen Unterstützungsangebote. Zudem fällt das kostenlose Mittagessen in der Ganztagsbetreuung weg. Durch die Umwidmung des Fonds, ergänzt durch eine Summe aus dem spendenfinanzierten Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche, schaffen wir bedürftigen Familien eine kleine finanzielle Unterstützung, insbesondere solchen mit mehreren Kindern.  Zugleich wollen wir ein Zeichen setzen: Die Stadtgesellschaft hält zusammen.“
 

Regelsatzerhöhungen in der Grundsicherung oder bei den Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) sind in der aktuellen Rechtslage nicht möglich.

Mit dem Schulmittelfonds haben Schulen die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien ergänzend zu den BuT-Leistungen zu unterstützen. Es werden Schulbedarf, Teilhabe an internen und externen Bildungsangeboten sowie Leistungen im Bereich der Ausstattung gefördert.
Für das im Juli endende Schuljahr 2019/2020 stehen in diesem Fonds 200.000 Euro zur Verfügung. Rund 180.000 Euro wurden bisher noch nicht abgerufen. Gründe für diese relativ geringe Inanspruchnahme sind die Erhöhung der Leistungen im Rahmen des BuT seit August 2019 sowie relativ aufwändige Abrechnungsvorgaben für die Schulen bei Zahlungen aus dem Schulmittelfonds. Für das kommende Schuljahr sollen die formalen Rahmenbedingungen vereinfacht werden. Entsprechende Möglichkeiten werden derzeit geprüft.

Die exakte Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die BuT-berechtigt sind, ist noch nicht abschließend ermittelt.

Es wird von rund 8.000 Kindern und Jugendlichen ausgegangen. Der Beirat des spendenfinanzierten Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche hat sich dafür ausgesprochen, die Summe aus dem Schulmittelfonds um 60.000 Euro aufzustocken, so dass für die Soforthilfe ein Gesamtvolumen von 240.000 Euro zur Verfügung steht. Norbert Velten für den Beirat Kinderarmut: „Gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft leiden in der Corona-Krise. Deshalb ist es uns ein Anliegen, von Armut betroffene Familien jetzt besonders zu unterstützen.“
Wie genau die Auszahlung ablaufen wird, befindet sich zurzeit in Klärung. Die berechtigten Familien müssen nichts unternehmen. Sie werden informiert, sobald die Mittel verteilt werden können.
Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de
Foto: oh/klimkin
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