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Stadt und AWO

Möglicher Anstieg häuslicher Gewalt aufgrund der aktuellen Einschränkungen.

Zur Vorbereitung auf einen möglichen Anstieg häuslicher Gewalt aufgrund der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen erweitert die Stadt Braunschweig die Kapazitäten des von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betriebenen Braunschweiger Frauenhauses. Dazu stellt die Stadt der AWO ein zusätzliches Gebäude zur Verfügung.

„Reduzierte soziale Kontakte und zusätzlicher Stress wie räumliche Enge, finanzielle Not und Zukunftsängste können zu mehr häuslicher Gewalt führen“, so Braunschweigs Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast. „Zudem können bereits bestehende psychische Gewalt und Unterdrückung nun vermehrt in körperliche Gewalt ausufern.“

Die zur Bewältigung des Corona-Virus derzeit geltenden Beschränkungen der Sozialkontakte und der Mobilität brächten häufig Stress und Spannungen im Zusammenleben, vor allem in Familien, hervor. Bekannt sei, dass dann auch die Zahl der Krisen und Notlagen steigt.

Marion Lenz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig: „Aktuell ist die Situation noch ruhig. Jedoch zeigen zum Beispiel Auswertungen aus China, dass im Zuge der Coronakrise die Nachfrage nach Hilfsangeboten für Betroffene erheblich gestiegen ist.“
Das Braunschweiger Frauenhaus hat, nach einer Erweiterung im letzten Jahr, derzeit zwölf Familienplätze für betroffene Frauen und deren Kinder. „In dem zusätzlichen Gebäude wird aktuell zunächst eine Wohnung mit drei Familienplätzen hergerichtet. Das Gebäude bietet zudem Potenzial für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten“, so Sozialdezernentin Arbogast.
Gunter Kröger, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands Braunschweig, der das Frauenhaus Braunschweig betreibt: „Der Bedarf an Plätzen im Frauenhaus wird aller Voraussicht nach leider steigen. Ich bin sehr froh, dass die Stadt frühzeitig handelt. Astrid Sutor als Leiterin des Frauenhauses und ihr Team leisten vorbildliche und enorm wichtige Arbeit und verdienen volle Unterstützung.“
Die Standorte des Frauenhauses und des neuen Gebäudes werden zum Schutz der Betroffenen nicht veröffentlicht
Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de
Foto: oh/Tumisu
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