Am 19. Juni 2020, werden Aktivist*innen von Fridays for Future wieder bundesweit auf die Straßen gehen.

Am kommenden Freitag, den 19. Juni 2020, werden Aktivist*innen von Fridays for Future wieder bundesweit auf die Straßen gehen. Auch in Braunschweig findet eine Kundgebung statt. 

Ab 14 Uhr wird es auf dem Schlossplatz für alle Interessierten ein Update zur Klimakrise geben, mit spannenden Redebeiträgen unter anderem zum Regenwald, dem ÖlLeck in der Arktis und einem Statement zum Konjunkturpaket der Bundesregierung. Außerdem werden die Aktivist*innen der Ortsgruppe über Beschlussvorlagen für die Fraktionen im Stadtrat informieren, die sie in den letzten Wochen erarbeitet haben und nun einreichen. Damit sich an der Kundgebung so viele Menschen wie möglich beteiligen können, besteht ab 13:30 Uhr die Möglichkeit, auf dem Schlossplatz eine Topfpflanze abzugeben. Diese werden dann aufgestellt und repräsentieren Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht vor Ort sein möchten oder können. Juan Ojeda Téllez, 18, Schüler: „Die University of Oxford bestätigt, dass eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung unsere Gesundheit und die Gesundheit des Planeten verbessert. Schon seit Jahrzehnten wird der Regenwald Hektar für Hektar gerodet und verbrannt. 

Auf den Flächen: Soja-Monokulturen. Nicht weil man mehr vegane Würstchen bräuchte, sondern für Unmengen an Tierfutter. Um genauer zu sein: zwischen 80 und 90 Prozent des Sojas wird für die Mast verwendet. Und das ist nur ein Beispiel! Die Regenwälder sind sehr wichtig für uns und den Planeten. Wie können wir also eine Zerstörung zulassen?“ In der Corona-Pandemie darf die Klimakrise unter keinen Umständen in Vergessenheit geraten. In den vergangenen Monaten ist unter anderem die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien drastisch angestiegen und wichtige Entscheidungen wurden verschoben oder kaum beleuchtet. Es ist nicht zu akzeptieren, dass jetzt Entscheidungen getroffen werden, die die Zukunft beeinflussen, aber sie gleichzeitig zu ignorieren scheinen.
Unsere Strategie, eine Krise zu bekämpfen, darf keine andere weiter vorantreiben. Jede Krise muss als solche gehandelt werden und darf nicht gegen andere aufgewogen werden. Es muss auf die Wissenschaft gehört werden, ob in der Corona-Pandemie oder der Klimakrise. Fridays for Future fordert darum #FightEveryCrisis und #UniteBehindTheScience. Hauke Schlesier (24, Student): “Das Konjunkturpaket zementiert nur das bisherige Versagen beim Vorantreiben der Energie- und Verkehrswende. Wer auf Elektromobilität setzt, aber die Erneuerbaren nicht entsprechend ausbaut, hat wenig verstanden. Die Ausbauziele sind immer noch viel zu niedrig! Mit diesem Konjunkturpaket erben wir jetzt nicht nur einen erhitzten, zerstörten Planeten, sondern auch noch 130 Milliarden Euro Schulden. Danke dafür.”
Die zu Beginn des Textes angekündigte Aktion erfolgt unter der Beachtung strenger Auflagen der Versammlungsbehörde und des Gesundheitsamtes.
Mehr unter: www.fff-braunschweig.deFoto: oh/dmncwndrlch

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