Hohes Gesundheitsrisiko: Wenn Schimmelbefall an Gebäuden entdeckt wird, ist schnelle Hilfe gefragt.

Mauersäge gegen feuchte Mauern und Schimmelpilz

Zuerst sind es leichte Salzausblühungen oder abplatzende Putzteilchen auf der Fassade. Häufig werden diese Warnsignale von Hauseigentümern gar nicht wahrgenommen oder nur als Schönheitsfehler betrachtet – bis schließlich deutliche Schimmelspuren auch im Inneren des Eigenheims nicht mehr zu übersehen sind. Bei einem Befall mit gesundheitsbedenklichem Pilz ist schnelles und gründliches Handeln gefragt: Zuerst muss der schwarze Bereich gründlich beseitigt werden, danach wird eine Sanierung des Mauerwerks notwendig, um alle Gefährdungen für die eigene Gesundheit auszuschließen. Das ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit für vorbeugende Maßnahmen, damit der Schimmel keine zweite Chance erhält.

Ursachen des Schimmelbefalls auf den Grund gehen

Die Sporen des Schimmelpilzes finden vor allem dort gute Wachstumsbedingungen vor, wo es ausreichend feucht ist. “Wichtig ist bei jedem Feuchteschaden eine gründliche Analyse vor Ort, um mit speziellen Messmethoden die Ursachen und den Umfang zu ermitteln und das passende Verfahren zur Sanierung auszuwählen”, empfiehlt Bautenschutzexperte Hans-Peter Katz. Denn nicht jeder Befall mit den Pilzsporen werde durch schlechtes oder falsches Lüften verursacht. Oft liegt die Ursache tief in der Bausubstanz verborgen. Um das Mauerwerk trocken und schimmelfrei zu halten, wird bei Neubauten heutzutage meist von vornherein eine Sperrbahn eingeplant. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Erdreich aufsteigen und mit der Zeit einen großflächigen Schimmelbefall verursachen kann. In Altbauten ist diese Sperre nicht vorhanden oder bereits mit den Jahren zerstört.

Das Sägeverfahren ist für nahezu alle Mauerwerksarten bis 1,3 Meter Dicke geeignet.

Schlitz ins Mauerwerk für eine neue Abdichtungsbahn

Um den Schutz des Mauerwerks wiederherzustellen, gibt es verschiedene Wege. Empfehlenswert ist in jedem Fall, eine Beratung durch den erfahrenen Fachmann zu nutzen. Unter www.bjk-24.de gibt es einen Überblick zu verschiedenen Sanierungsverfahren – eine telefonische Auskunft unter 0800-7988700. Gut geeignet gerade für den Altbaubereich ist das sogenannte Mauersägeverfahren. Dazu wird das Mauerwerk zunächst horizontal mit Spezialmaschinen geschlitzt. In den Freiraum bauen die Facharbeiter eine neue Sperrbahn ein, die dauerhaft gegen aufsteigende Feuchtigkeit wirkt. Wenn die Abdichtungsplatte korrekt sitzt, wird der Schnitt wiederum mit einem Spezialmörtel dicht aufgefüllt. Setzungsrisse werden so vermieden, zudem ist die Schnittstelle dauerhaft gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet. Das Verfahren ist für nahezu alle Mauerwerksarten und -stärken geeignet und lässt sich einfach sowie zeitsparend realisieren. (djd)

Fotos: djd/bautenschutz-katz.de/Shutterstock

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