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Mitarbeiter der Abteilung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten haben mit  der Polizei die Bordelle in der Bruchstraße kontrolliert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten haben am Dienstag gemeinsam mit Einsatzkräften der Polizei die Bordelle in der Bruchstraße kontrolliert, sowohl auf die Einhaltung von Hygieneregeln der Corona-Verordnung sowie der Bestimmungen des Prostituiertenschutzgesetzes. 

Durch konstruktive Gespräche mit den angetroffenen Sexarbeiterinnen konnte vielfach eine Sensibilisierung für die geltenden Regelungen erreicht werden. Unter anderem wurde auf die Notwendigkeit des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Gästen und Mitarbeiterinnen hingewiesen. In sechs Fällen mussten aufgrund der Schwere der Verstöße Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.
“Bei den momentan wieder ansteigenden Infektionszahlen darf sich keine Leichtfertigkeit beim Umgang mit den vorgeschriebenen Corona-Bestimmungen einstellen”, erklärt Ordnungsdezernent Dr. Thorsten Kornblum. “Problematisch wäre im Bereich der Prostitution insbesondere die Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten.” Denn am häufigsten wurden Verstöße gegen die Dokumentation der Kundendaten festgestellt. Freier müssen aktuell ihre persönlichen Kontaktdaten bei der Prostituierten angeben und diese im Zweifel mit ihrem Personalausweis belegen. Nach der geltenden Verordnung sind Familien und Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer (Kontaktdaten) des Gastes sowie das Erhebungsdatum und die Erhebungsuhrzeit zu dokumentieren, die Kontaktdaten sind für die Dauer von drei Wochen aufzubewahren und auf Verlangen dem Gesundheitsamt vorzulegen. Neben verschiedenen Bordellbetreibern müssen auch drei angetroffene Kunden wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln mit unangenehmer Post von der Bußgeldstelle der Stadt Braunschweig rechnen.
“Um eine zweite Welle von Infektionen zu vermeiden, sind fortwährende Kontrollen in allen Lebensbereichen unerlässlich, auch im Rotlichtmilieu”, hebt Dr. Kornblum hervor. “Die überwiegende Mehrzahl der Betriebe hält sich an die geltenden Bestimmungen. Im Interesse dieser Gewerbetreibenden, aber insbesondere auch zum Schutz der Sexarbeiterinnen und ihrer Gäste, sind künftig weitere Kontrollen geplant.”
Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

Foto: oh/planet_fox

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