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Boot

Tag der Restaurierung im Städtischen Museum Braunschweig

Anlässlich des 3. Europäischen Tag der Restaurierung am Sonntag, 11. Oktober, ermöglicht das Städtische Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, Einblicke in die Restaurierung eines seltenen Rindenkanus aus Labrador. Es stellt das älteste erhaltene Boot seiner Art dar. Die Teilnahme am Kurzvortrag sowie an einer Führung sind im regulären Eintrittspreis enthalten. Eine vorherige Anmeldung wird erbeten, telefonisch unter 0531 / 470 4504 oder per E-Mail an martin.baumgart@braunschweig.de.
Mit dem Kurzvortrag “Ein Rindenkanu aus Labrador. Bericht zum derzeitigen Stand der Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten” und der anschließenden Führung vor dem Original geben Maja Friesenecker (Diplom-Restauratorin) und Wolfgang Koebbel (Leiter der Sammlungsverwaltung des Städtischen Museums) einen Einblick in einen wichtigen Bereich der Museumsarbeit – das Bewahren von Objekten für kommende Generationen.
Das seltene Birkenrindenkanu aus Labrador, Kanada, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Es ist ein wichtiges kulturgeschichtliches Zeugnis in vielerlei Hinsicht: Bereits 1875 wurde es als Geschenk Theodor Steinwegs dem Städtischen Museum übergeben. So gehört es zum frühen Sammlungs-bestand des 1861 gegründeten Hauses. Theodor Steinweg war der Sohn des Braunschweiger Fabrikanten Heinrich Steinweg, der die bekannte Klavierfabrik Steinway & Sons in New York gegründet hatte. Das Kanu ist ein hochinteressantes Zeugnis zur Sammeltätigkeit an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und repräsentiert beispielhaft die Ideen und Ziele der damaligen musealen Arbeit in Braunschweig.
Das Rindenkanu ist kulturhistorisch auch von überregionaler Bedeutung. Es veranschaulicht Techniken der Bootsbaukunst der kanadischen Ureinwohner aus der Mitte des 19. Jh., die nur noch durch wenige Objekte weltweit dokumentiert sind.
Der Bedeutung des Objektes angemessen, soll das Boot künftig in der Dauerausstellung des Museums präsentiert werden. Dafür muss das Boot umfänglich konserviert und restauriert werden. An dem Projekt sind die Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V. als Förderer maßgeblich beteiligt.

 

Der Europäische Tag der Restaurierung:

Unter dem Motto “Sehen, was man sonst nicht sieht” öffnen Restauratorinnen und Restauratoren aus ganz Europa ihre Türen am Sonntag, 11. Oktober, um Interessierten ihre Arbeitswelt zu zeigen, die sonst im Verborgenen liegt.
Weitere Informationen und alle teilnehmenden Restauratorinnen und Restauratoen, Veranstal-tungsorte und Informationen sind unter https://www.tag-der-restaurierung.de/ zu finden.

 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Städtischen Museums:
Das Städtische Museum, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, ist dienstags, mittwochs, freitags, samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr und donnerstags von 11 bis 18.30 Uhr geöffnet.  Montags ist das Museum geschlossen. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 053/470 4521 oder per Mail an staedtisches.museum@braunschweig.de.
Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, Ermäßigung (für Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderung, Rentner sowie Inhaber des “Braunschweig Passes”) 2,50 Euro. Kinder von sechs bis 16 Jahren zahlen 2 Euro. Schulklassen und Kinder bis sechs Jahren haben im Städtischen Museum freien Eintritt. Mitglieder der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V. sowie Ehrenamtliche des Städtischen Museums Braunschweig haben freien Eintritt. Das Städtische Museum ist uneingeschränkt barrierefrei.
Das Städtische Museum nimmt teil an der MuseumsCard der Braunschweiger Museen. Sie ermöglicht einmalig freien Eintritt sowie dauerhaft ermäßigten Eintritt bei Folgebesuchen für ein Jahr in den sieben größten Museen Braunschweigs. Die Museumscard kostet 22 Euro und ist auch im Städtischen Museum erhältlich. Alle Infos unter www.braunschweig.de/museumscard.
Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

 

Foto: oh/Wolfgang Koebbel
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