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Die Tourismuszahlen sind im Jahr 2020 um mehr als 50 Prozent in Braunschweig gesunken.

Entwicklung der Gästeankünfte in Braunschweig von 2016 bis 2020.

Tourismuszahlen 2020 um mehr als 50 Prozent gesunken.

Nur 32.364 Gästeankünfte und 61.527 Übernachtungen erfasste das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) von Oktober bis Dezember in Braunschweig. Das bedeutet einen Rückgang von rund 71 Prozent bei Ankünften und knapp 67 Prozent bei Übernachtungen im sonst starken vierten Quartal. Damit schließt das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr mit rund 56 Prozent weniger Gästeankünften und rund 53 Prozent weniger Übernachtungen ab. Die Rückgänge bilden das Pandemiegeschehen ab.

Nachdem der Braunschweiger Tourismus ein Jahr zuvor noch eine neue Bestmarke bei den Tourismuszahlen aufgestellt hat, sahen sich die Tourismusakteure 2020 mit massiven Rückgängen konfrontiert. Dabei hat sich mit einem guten Start ins Jahr 2020 und einer Steigerung der Übernachtungszahlen im Januar und Februar noch eine Fortsetzung des anhaltenden Aufwärtstrends abgezeichnet. Ab März sorgten die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie für die ersten Rückgänge. Mit den Lockerungen der Maßnahmen zur Zeit des Braunschweiger Lichtparcours‘ stiegen die Werte zwar kurzfristig wieder an, aber aufgrund der Tourismuseinschränkungen Ende des Jahres waren die Rückgänge im sonst starken vierten Quartal besonders deutlich ausgeprägt.

Knapp 190.000 Gästeankünfte und etwas weniger als 337.000 Übernachtungen erfasste das LSN 2020 für den Braunschweiger Tourismus. „Insgesamt ist es in Braunschweig noch verhältnismäßig glimpflich verlaufen. Wir hatten den hervorragenden Jahresbeginn und mit dem Braunschweiger Lichtparcours im nicht so stark reglementierten Sommer einen zusätzlichen attraktiven Reiseanlass. Außerdem ist der Geschäftstourismus, der durch die Infektionsschutz-Maßnahmen etwas weniger eingeschränkt war als der Freizeittourismus, hier sehr ausgeprägt. Dennoch beträgt das Ergebnis weniger als die Hälfte der Werte aus dem Vorjahr“, erklärt Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Stadtmarketing GmbH. „Das war natürlich zu erwarten, die Werte spiegeln das Pandemiegeschehen und die dazugehörigen Maßnahmen wider. Aber es zeigt auch, wie dringend der Tourismus eine Perspektive benötigt.“

Da ist sich auch Wieslaw Puzia, Vorstandsvorsitzender des Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig e. V. sicher: „Wir würden unseren Blick gern nach vorn richten, aber aktuell wissen wir nicht, wann es weitergehen kann und darf. Zahlreiche Hotels sind seit langer Zeit geschlossen. Die wenigen, die geöffnet haben, sind nur minimal ausgelastet. Natürlich haben wir Verständnis für notwendige Maßnahmen und sind bereit, daran beispielsweise mit Hygienekonzepten mitzuwirken und Einschränkungen hinzunehmen, aber wir müssen jetzt wissen, wann es mit dem Tourismus weitergehen kann.“

Tourismuszahlen

Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erfasst monatlich die Gästeankünfte und -übernachtungen in Niedersachsen. Grundlage der Werte sind Meldungen von Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten und Campingplätze mit mindestens zehn Stellplätzen. Da nicht alle Meldungen pünktlich eingehen, beruhen die Monatszahlen teils auf Schätzungen. Dementsprechend kann es vorkommen, dass die vorläufigen Werte rückwirkend leicht korrigiert werden. Spätestens mit Veröffentlichung der jeweiligen Dezemberzahlen ist die Jahreserfassung abgeschlossen und es ergeben sich keine Änderungen mehr.

Die Tourismuszahlen sind im Jahr 2020 um mehr als 50 Prozent in Braunschweig gesunken.

Entwicklung der Gästeübernachtungen in Braunschweig von 2016 bis 2020.

 

Die Tourismuszahlen sind im Jahr 2020 um mehr als 50 Prozent in Braunschweig gesunken.

Entwicklung der Gästeankünfte und -übernachtungen in Braunschweig von 2016 bis 20

Grafiken:oh/Braunschweig Stadtmarketing GmbH; Daten: Landesamt für Statistik Niedersachsen)

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