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Jahresbilanz „Corona-Jahr“ 2020: SoVD Braunschweig erkämpft mehr als 1,4 Millionen Euro für die Mitglieder.

Schwelle von 6.000 Mitgliedern überschritten.

Der SoVD in Braunschweig hat im Corona-Jahr 2020 1.428.821 Euro an direkten Geldzahlungen für die Mitglieder erstritten (plus 8,5 % zu 2019). Davon alleine 693.337 Euro durch Widersprüche und Klagen – gegen vorher von den Sozialkassen abgelehnte Anträge in den Bereichen Rente, Pflege, Gesundheit und Existenzsicherung (minus 7,4 %). Im letzten Jahr wurden 1.556 Antrags-, Widerspruch- und Klageverfahren bearbeitet (plus 9,1 %). Dabei hat der Verband die Schwelle von 6.000 Mitgliedern in Braunschweig überschritten (plus 4,0 %), obwohl die Neu-Mitgliedschaften während und nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 zurückgingen. Im Laufe des Jahres hatte sich die Mitgliederentwicklung wieder erholt.

Corona-Auswirkungen

Bei einigen Verfahrensgebieten haben sich stark überproportionale Veränderungen ergeben, die auf das Pandemie-Geschehen und seine Auswirkungen auf das Soziale bezogen werden könnten: Die Anzahl der Antragsverfahren zum Thema „Arbeitslosengeld 1“ stiegen deutlich, ebenso bei Hartz IV. Auch beim Thema Sozialhilfe nach SGB XII ist bei den Anträgen eine signifikante Steigerung zu verzeichnen. Der Themenkomplex Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht hat ebenfalls einen deutlichen Zuwachs. „Bei einigen Rechtsgebieten sind klare Trends durch die Pandemie erkennbar, wir erwarten, dass sich diese Trends 2021 noch stärker ausprägen. Abschließend kann man sich aber noch kein Urteil erlauben, da die Gesamtanzahl dieser Verfahren überschaubar ist und die Statistikämter dazu teilweise noch keine Zahlen veröffentlicht haben.“, sagt Kai Bursie, Regionalleiter des SoVD in Braunschweig.

Bei den 1.556 Verfahren hat der Verband vom Bäckerklint alleine 535 Klagen vor den Sozialgerichten geführt, von denen er fast jede zweite Klage für seine Mitglieder gewann. Häufige Themen in der Beratung waren Schwerbehindertenrecht und Rente – auch Erwerbsminderungsrente. Gefolgt von der Beratung zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung sowie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Hartz IV, Sozialhilfe, Grundsicherung und Arbeitslosengeld 1.

Foto: oh/SoVD

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