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Über 130 Hinweise auf „herrenlose“ Räder im Stadtgebiet.

Über 130 Hinweise auf „herrenlose“ Räder im Stadtgebiet.

Sogenannte Schrottfährräder sind nicht nur eine optische Störung im Stadtbild, sie blockieren auch immer wieder dringend benötigte Abstellplätze. Nachdem die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Braunschweig und der VHS Arbeit und Leben im April einen Aufruf gestartet hatte, Schrottfahrräder im Stadtgebiet zu melden, hat heute auch wieder am Braunschweiger Hauptbahnhof und auf den Fahrradabstellanlagen auf dem Berliner Platz eine Markierungsaktion stattgefunden.
“Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und der Deutschen Bahn wollen wir auch an diesem Mobilitätsknotenpunkt dafür sorgen, dass dringend benötigte Abstellplätze in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen”, so Ordnungsdezernent Dr. Thorsten Kornblum. “Auch wenn die Stadt direkt vor dem Hauptbahnhof nicht zuständig ist, übernehmen wir seit einigen Jahren anteilig Kosten der Beseitigungsaktionen. Wir machen solche Aktionen gemeinsam mit der Bahn auch immer wieder öffentlich, damit alle wissen: Das Entrée unserer Stadt am Hauptbahnhof ist uns wichtig. Die Fahrradständer sind für alle da, die hier täglich pendeln, und keine Dauerparkplätze.”
 
Tobias Festerling, Leiter Bahnhofsmanagement Braunschweig/Göttingen, unterstützt das Vorgehen, um allen Reisenden und Bahnhofsgästen die Möglichkeit zu geben, ihre Fahrräder abzustellen. In regelmäßigen Abständen werden durch das Team der Stationsbetreuung fahruntaugliche Fahrräder mit DB-Banderolen markiert. Bei der Begehung wird ebenfalls darauf geachtet, dass Rettungswege und Zugänge für mobilitätseingeschränkte Gäste nicht zugestellt sind. Auf Grund der aktuellen Corona-Lage, wurde der Zeitraum der Entfernung von Schrottfahrrädern von 2 Wochen auf 6 Wochen ausgedehnt. Für die Fahrradständer auf dem Berliner Platz dagegen ist die Stadt selbst zuständig, hier sind heute ebenfalls sogenannte Schrottfahrräder durch den Zentralen Ordnungsdienst markiert worden.  Die Überprüfung erfolgt anhand festgelegter Kriterien, wie z. B. dem Zustand der Reifen (platt, acht, fehlt), fehlender Teile oder dem Allgemeinzustand, z. B Rost. Fahrräder, die augenscheinlich seit längerer Zeit an dem Fundort stehen und tatsächlich nicht mehr genutzt werden, z. B. durch Unkraut überwuchert sind, werden ebenfalls wie Schrottfahrräder behandelt.
 
Allerdings ist die Situation nicht immer so eindeutig. Problematisch ist die jurististische Einstufung als “herrenlos” bei angeschlossenen, grundsätzlich fahrtauglichen Rädern. Bei ihnen kann nicht rechtssicher eine Aufgabe des Eigentums festgestellt werden kann, und demzufolge dürfen sie auch nicht entfernt werden. Die Eigentümer von markierten Fahrrädern dagegen haben nach der Markierung sechs Wochen Zeit, sich um sein Fahrrad zu kümmern, danach wird es von der VHS eingesammelt und einem Up- oder Recycling zugeführt.
Der gemeinsame Aufruf im April hatte dazu geführt, dass der Verwaltung insgesamt 135 Schrottfährräder im Stadtgebiet gemeldet wurden, dies ist beinahe die dreifache Zahl der üblichen Meldungen. Dr. Kornblum dankte den Braunschweigerinnen und Braunschweigern für diese Unterstützung bei der Aktion.
Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

Foto: oh/Bernhard_Staerck

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