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Polizeidirektion Braunschweig organisiert digitales Symposium gegen sexuelle Gewalt an Kindern

Polizeidirektion Braunschweig organisiert digitales Symposium gegen sexuelle Gewalt an Kindern

Die sexuelle Gewalt an Kindern ist in den letzten Jahren vielfach in den Blick der Medien und damit auch in die Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit gerückt. Missbrauchsfälle, wie die im angrenzenden nordrhein-westfälischen Lügde, haben Betroffenheit erzeugt und die Sensibilität in den Fachdienststellen der Kommunen, in den Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden, den Beratungs- und Präventionsträgern und der Bevölkerung insgesamt deutlich erhöht. Politische Gremien haben sich in den letzten Jahren auf Bund- und Landesebene intensiv mit Missbrauchsfällen befasst. In Untersuchungs- und Fachausschüssen und Enquetekommissionen werden ressort- und bereichsübergreifend Verbesserungen beraten; Strafverschärfungen sind beschlossen und erweiterte Eingriffsbefugnisse werden beraten.


Polizeipräsident Michael Pientka: “Für die Polizei Niedersachsen insgesamt steht der Missbrauch von und damit die sexuelle Gewalt an Kindern in einem besonderen Fokus. In der Region Braunschweig haben wir insbesondere im ermittelnden, repressiven Bereich personell, organisatorisch und auch im Einsatz der datenaufbereitenden Technik einen Schwerpunkt gebildet. Darüber hinaus gibt es für uns ein klares Bekenntnis zur Vernetzung und zur Prävention. Denn Kinderschutz geht uns alle an. Vernachlässigten oder misshandelten Kindern wirksam und rechtzeitig zu helfen, gehört nicht nur zum Schutzauftrag der zuständigen Behörden und Institutionen. Gefragt ist auch die Aufmerksamkeit der Gesellschaft, insbesondere derjenigen, die im Alltag mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.”

Aus diesem Grund sind die Polizeidirektion Braunschweig gemeinsam mit den Beratungsstellen, Jugendämtern und dem Kinderschutz aus der Region Braunschweig aktiv geworden, um über sexuelle Gewalt an Kindern aufzuklären und Wissen zu vermitteln. “Kinder senden Signale”, so der Titel der Tagung. Diese Signale richtig zu deuten, ist jedoch häufig sehr schwierig. Kenntnisse, Einfühlungsvermögen und die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung mit anderen Personen vertraulich einzuschätzen, sowie das Wissen um die richtigen Ansprechstellen und die relevanten Hilfsangebote sind im Umgang mit vermuteten Missbrauchsopfern daher enorm wichtig.
Die Kooperation der wichtigsten Netzwerkpartner startete am Dienstag mit einem virtuellen Symposium, in dem sich 295 Teilnehmende bei einer interaktiven digitalen Veranstaltung austauschten. Die technische Plattform stellte der Deutsche Kinderschutzbund e.V. zur Verfügung.

Nach der Eröffnung des Symposiums durch den Polizeipräsidenten Michael Pientka und einem Grußwort von Johannes-Wilhelm Röhrig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung, referierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Jugend- und Kinderschutz sowie der Polizei. Netzwerkakteure stellten sich in Videosequenzen vor. Des Weiteren konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in digitalen Räumen austauschen und diskutieren.
Polizeipräsident Pientka: “Das Symposium hat dem neu gegründeten Netzwerk aus Ärzten, Beratungsstellen, Jugendämtern, Justiz, Kindertagesstätten, Kliniken, Schulen, Polizei und weiteren Institutionen wichtige Impulse gegeben. Wir konnten grundlegendes Wissen vermitteln und die gewünschte Vernetzung festigen und ausbauen. Dies ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in unserer Region.”

Foto: oh/Alexas_Fotos

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