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Das Museum für Photographie Braunschweig begrüßte zahlreiche Gäste zur Eröffnung der Ausstellung Transitions – Protestkulturen und digitale Welten im Wandel

Die Eröffnung der Ausstellung Transitions stieß auf großes Interesse

Die Eröffnung der Ausstellung Transitions stieß auf großes Interesse

Die Ausstellung „Transitions – Protestkulturen und digitale Welten im Wandel“ zeigt, mit Unterstützung der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, Fotografie- und Videobeiträge von acht jungen Künstlern und Künstlerinnen, die sich mit der Veränderung von Protestkulturen und digitalen Realitäten beschäftigen und dem Betrachter ihre ganz eigenen Einblicke in die Thematik gewähren, aber auch dazu anregen, sich selbst ein Bild zu machen.

 

Das Museum für Photographie Braunschweig begrüßte Ende Januar zahlreiche Gäste zur Eröffnung der Ausstellung Transitions – Protestkulturen und digitale Welten im Wandel. Regine von Monkiewitsch, erste Vorsitzende des Museums für Photographie Braunschweig, hob die Besonderheiten des Ausstellungskonzepts hervor: „Es ist interessant zu sehen, wie die jungen Menschen die Dinge wahrnehmen und darstellen.“ Die Kuratoren Franziska Habelt und Finn Schütt, die zwei Jahre lang an der Planung und Umsetzung gearbeitet haben, freuten sich über das große Interesse und bedankten sich bei allen Förderern und Förderinnen, wie der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, für die Unterstützung des Projekts. Deren Geschäftsführerin Christine Schultz blickt positiv auf die Ausstellungszeit: „Wir freuen uns, diese tolle Ausstellung unterstützen zu können und sind davon überzeugt, dass sie den Besuchenden interessante neue Blickwinkel eröffnet.“

Habelt und Schütt stellen eine Ausstellung auf die Beine, die acht ganz unterschiedliche Künstler aus einer Generation vereint: Julia Autz, Daniel Chatard, Bob Jones, Georg Kußmann, Igor Samolet, Kristina Savutsina, Jakob Schnetz und Yorgos Yatromanolakis zeigen in ihren Fotografien und Videobeiträgen verschiedene Formen von Proteskulturen und digitalen Welten im Wandel – und laden die Besucher der Ausstellung dazu ein, genau hinzusehen.

Proteste durch andere Augen sehen

Daniel Chatard zeigt unter dem Titel „No Man’s Land“ Fotografien der Proteste im Hambacher Forst, die eine neue Perspektive auf diese Thematik eröffnen. Chatard beleuchtet nicht nur die Proteste als solches. Er zeigt zum einen den teilnehmenden Menschen im Detail und zum anderen das große Ganze, das den Einzelnen vermeintlich winzig erscheinen lässt. Finn Schütt erklärt, warum man diese Bilder in Zusammenhang mit dem digitalen Wandel sehen muss: „Ohne die digitalen Technologien wären diese Proteste so nicht möglich gewesen. Es kamen nicht nur Menschen aus Deutschland in den Hambacher Forst, sondern aus der ganzen Welt.”

Julia Autz hingegen zeigt einen eher stillen Protest durch die Augen junger Menschen in Belarus. Diese können innerhalb ihrer eigenen vier Wände sie selbst sein und gegen die Strukturen ihrer Gesellschaft protestieren. Außerhalb dieser passen sie jedoch aufgrund ihrer politischen Einstellung oder sexuellen Orientierung nicht ins belarussische System.

 Digitaler Wandel als Stilmittel

Digitaler Wandel lässt sich in Fotografien nur schwer sichtbar machen. Einige der Künstler versuchen sich trotzdem daran und spielen mit digitaler Bildbearbeitung oder nutzen Videographien dazu. So zeigt Kristina Savutsina ebenfalls Bildaufnahmen aus Belarus und verarbeitet diese zu einem digitalen Film. Sie ermutigt den Betrachter, in den Aufnahmen mehr zu erkennen, als man auf den ersten Blick zu erkennen vermag.

Auch Yorgos Yatromanolakis nutzt die fotografische Videoarbeit um seine Gefühle und Erlebnisse durch Transformationsprozesse darzustellen, die in der Natur passieren. „Yorgos arbeitet mit Langzeitbelichtungen, Blitzlicht und Mehrfachbelichtungen, um für sich persönlich reflektieren und eine innere Metamorphose durchleben zu können“, erklärt Franziska Habelt das Vorgehen des Künstlers.

Die Protestkulturen und der digitale Wandel sind in den Bildern nicht immer auf den ersten Blick sichtbar, daher lädt die Ausstellung Interessierte bis zum 27. März 2022 dazu ein, zwischen den Pixeln und Bildern genau hin zu sehen.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Website des Museums für Photographie Braunschweig www.photomuseum.de/transitions/. Informationen zur Braunschweigischen Sparkassenstiftung unter www.braunschweigische-sparkassenstiftung.de.

Foto: oh/Call The Dude GmbH

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