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Der Rat hat das Raumprogramm für den Neubau der Feuerwache Süd-West an der Westerbergstraße beschlossen.

Das Raumprogramm der Feuerwache Westerbergstraße umfasst eine Nutzungsfläche von 9.182 Quadratmetern. Bei der Erstellung sind die Vorgaben des Feuerwehrbedarfsplanes, nutzerspezifische Anforderungen und Prozessabläufe sowie die Bestimmungen der technischen Regelwerke betrachtet worden. Die Flächen für den Neubau an der Westerbergstraße stehen noch nicht zur Verfügung. Hierzu ist nach derzeitigem Stand noch Grunderwerb erforderlich.

Der Rat hat das Raumprogramm für den Neubau der Feuerwache Süd-West an der Westerbergstraße beschlossen. Durch den neuen Standort soll die Feuerwehr Einsatzorte, insbesondere in der Weststadt, schneller erreichen.

Damit soll der Schutzzielerreichungsgrad gesteigert werden. Die Gesamtkosten für den Neubau der Feuerwache (ohne Grundstückskauf) belaufen sich gemäß grober Kostenschätzung auf rund 53,4 Millionen Euro. In der Finanzplanung der kommenden Jahre sind die entsprechenden Mittel eingestellt und werden gemäß der aktuellen Kostenschätzung angepasst. Nach derzeitigem Planungsstand wäre ein Baubeginn 2024 möglich.

„Die neue Feuerwache ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Mit dem Ratsbeschluss zum Raumprogramm kommen wir unserem Ziel einen großen Schritt näher, unsere Feuerwehr zukunftsfähig aufzustellen.“

Hintergrund für die Planung des neuen Standorts ist ein Gutachten zum Feuerwehrbedarfsplan, in dem 2017 Defizite bei der Erreichung des Schutzziels unter anderem im Braunschweiger Westen sowie im Norden festgestellt wurden. Der Schutzzielerreichungsgrad ist ein maßgebliches Qualitätskriterium für die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr. Er gibt an, wie häufig die Feuerwehr innerhalb einer definierten Zeit mit der geforderten Anzahl von Einsatzkräften den Einsatzort erreicht.  In dem Gutachten wurde neben technischen, organisatorischen und personalwirtschaftlichen Maßnahmen die Errichtung von zwei neuen Berufsfeuerwehrwachen vorgeschlagen, um das Sicherheitsniveau für die Bevölkerung zu verbessern.

Die Verwaltung setzt den Feuerwehrbedarfsplan bereits seit einigen Jahren schrittweise um. So wurde die Besetzung von Löschfahrzeugen mit zusätzlichem Personal verstärkt. Darüber hinaus wird eine dynamische Verkehrszeichenbeeinflussung angestrebt, um schneller an die jeweiligen Einsatzstellen zu gelangen. Hierzu entwickeln das DLR und weitere Partner im Projekt Sirene eine routenbasierte Schaltung für Ampeln, die direkt durch die Einsatzfahrzeuge angesteuert werden. Dies wird derzeit im Realbetrieb getestet.

 „Wir haben bereits große Anstrengungen unternommen um die Vorgaben des Feuerwehrbedarfsplans zu erfüllen und werden dies auch weiterhin tun. Der Bedarf für eine neue Feuerwache ist im Westen der Stadt besonders groß“, so Oberbürgermeister Dr. Kornblum. Weitere wichtige Schritte, unter anderem auch eine neue Feuerwache im Norden, seien vorgesehen, allerdings könnten nicht so viele große Projekte gleichzeitig geplant und umgesetzt werden.

Das Raumprogramm setzt die Empfehlungen des Gutachtens um, die Wache als Technik- und Logistik-Wache auszugestalten. Zehn Einsatzkräfte von der Feuerwache Süd (Dessaustraße) sollen mit Einsatzleitwagen, Drehleiter und Löschfahrzeug an die Westerbergstraße verlegt werden. Neben den Einsatzkräften des Löschzuges soll auch die Hilfeleistungsstaffel mit sechs Einsatzkräften und diversen Sonderfahrzeugen von der Hauptfeuerwache zur neuen Wache wechseln. Auch die Kfz-Werkstatt, die Alarmgerätewerkstatt, die Bekleidungskammer und die Schlosserei von der Hauptfeuerwache sowie das Feuerwehr-Service-Zentrum von der Feuerwache Süd sollen an den neuen Standort umziehen. Insgesamt sollen so rund 75 Mitarbeitende an der Feuerwache Süd-West untergebracht werden.

Die derzeitigen Werkstattbereiche in der Hauptfeuerwache sind für die aktuellen Platzbedarfe nicht ausgelegt und entsprechen auch nicht mehr den aktuellen technischen Regeln und Arbeitsschutzvorschriften. Gleichzeitig sind verschiedene Gebäude, wie die Kleiderkammer, aber auch der Containerbau des Feuerwehr-Service-Zentrums in baulich schlechtem Zustand. Zusätzlich wird mit dem Umzug der Werkstatt- und Logistikbereiche die Hauptfeuerwache an der Feuerwehrstraße entlastet, damit eine Sanierung bzw. Neubau künftig ermöglicht wird. Dazu gibt es noch keine politischen Beschlüsse.

Darüber hinaus ist an der Westerbergstraße die Errichtung einer Multifunktionshalle geplant, die für den Dienstsport von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, für die Unterbringung von externen Einsatzkräften bei Großeinsätzen, als Zwischenlager für Material und als Veranstaltungsraum genutzt werden kann.

Foto: oh/pixabay

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