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Der Spielplan des Scharoun Theaters Wolfsburg von März 2022 mit Progreammtipps ist nun online einsehbar unter citylife-bs.de.

„Die Fledermaus“ wird das Theater Osnabrück am 20. März schwungvoll auf die Wolfsburger Theaterbühne bringt.

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte …“  – Mit diesen Anfangszeilen beginnt Mörike sein berühmtes Gedicht „Er ist’s“ und beschreibt darin, was man im Monat März erwarten darf: Lebenssäfte und Tatendrang kehren zurück, so auch in Walter Kempowskis letztem Teil seiner Biografie, in der es um Aufarbeitung und einen nach vorn gerichteten Blick geht.

Die Temperatur steigt wieder, Blumen und Bäume blühen auf, schöne Stimmen erklingen in der Operettengala, temperamentvolle kubanische Rhythmen kriechen mit Havana Nights in die Beine der Theatergäste und die Stimmflut bringt sogar das Glück selbst mit nach Wolfsburg. Und bei allem Schönen sollte man getreu des Trinkliedes aus der Fledermaus nicht vergessen, dass nur „glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“

Im dritten Teil der Lebensgeschichte Walter Kempowskis Ein Kapitel für sich am 15. März versucht die Familie zwischen Trümmerschutt und Ausgangssperren, Schwarzmarkt und Hamsterzügen nach dem Krieg, die bürgerliche Kontinuität wiederherzustellen. Panikherz am 23. März 22 ist ein musikalischer Schauspiel-Exzess nach dem Roman von Popliteratur-Star Benjamin von Stuckrad-Barre, der damit nicht nur den mitreißenden Soundtrack zu seinem selbstzerstörerischen Partyleben liefert, sondern auf unterhaltsame Weise eine ehrliche Begegnung mit sich selbst und eine berührende Liebeserklärung an Altrocker Udo Lindenberg wagt. Eine Identifikationsfigur für die, die sich in der damaligen politisch-sozialen Situation nach einem eigenen selbstbestimmten Leben sehnten, ist Goethes Werther. Das Schauspiel über den verzweifelten Werther, der die Ehe seiner früheren Freundin Lotte nicht akzeptiert und sich in eine für ihn selbst ausweglose Situation manövriert, zeigt das Scharoun Theater am 29. März.

Wenn man an Operette denkt, fällt einem sofort Johann Strauß‘ Die Fledermaus ein. Sie ist DIE Operette schlechthin: In nahezu endlos-froher Stimmung scheint man sich bei den Melodien dieser unvergleichlich-schönen Operette zu bewegen, die als Höhepunkt der Goldenen Operettenära gilt. Champagnerprickeln und Intrige vermögen ihre Wirkung in diesem heiteren, amüsant-komischem Verwirrspiel zu entfalten, welches das Theater Osnabrück am 20. März schwungvoll auf die Wolfsburger Theaterbühne bringt.

Bereits ein weiteres Mal steht in dieser Spielzeit ein Sinfoniekonzert unter dem Dirigat Gerd Schallers auf dem Spielplan: am 22. März schwingt er im Konzert des Staatsorchester Braunschweig mit Mezzo-Sopranistin Anne Schuldt erneut den Taktstock. Es erklingt Rachmaninows 1909 entstandene symphonische Dichtung „Die Toteninsel“, Korngolds „Abschiedslieder“ von 1920 mit ihren weit gesponnenen melodischen Bögen sowie Hindemiths Symphonie „Mathis der Maler“ von 1934, die im Zusammenhang mit der Arbeit an der gleichnamigen Oper, die sich mit dem Leben des Malers Matthias Grünewald befasst, entstand. Einzelne Bildmotive des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald wurden von Hindemith in seiner Symphonie musikalisch verarbeitet, weshalb das Konzert auch durch zahlreiche Bildprojektionen ergänzt wird. Orchesterdirektor Martin Weller wird um 19.15 Uhr gewohnt informativ und unterhaltsam in die Werke einführen.

Einmal im Jahr konzertiert das Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters nicht einfach nur im Scharoun Theater, es werden zudem kindgerecht, heiter und humorig die Charaktere der Instrumente und deren Besonderheiten erklärt. Löwen, Elefanten, Schwäne, Schildkröten, Hühner, Esel und viele andere Tiere kommen in Camille Saint-Saëns‘ wunderbarem Konzert Karneval der Tiere vor, das alle musikbegeisterten Kinder ab 6 Jahren am 25. März hautnah miterleben können.

Die in der internationalen Top-Liga der Vokalformationen mitspielende Gruppe OnAir bietet mit ihrem Programm „Identity“ am 26. März eine opulente A-Cappella-Show der Extraklasse. Im aktuellen Programm widmen sie sich den Musik-Ikonen der Pop- und Rockgeschichte wie Pink Floyd, Led Zeppelin, Prince, Michael Jackson, Depeche Mode, Queen, Whitney Houston bis hin zu Linkin Park.

Kartenvorverkauf Theaterkasse, Porschestraße 41D, per Mail unter karten@theater.wolfsburg.de
telefonisch unter 05361 2673-38, Abendkasse: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet

Alle Infos und Karten unter www.theater.wolfsburg.de

Foto: oh/Stephan Glagla

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