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Neue Recyclingverfahren sorgen dafür, dass beim Dämmen wertvolle Materialien nicht vergeudet werden.

 

Dämmmaterialien lassen sich in geschlossenen Kreisläufen weiterverwenden

Müllmengen insgesamt reduzieren, Wertstoffe voneinander trennen, damit sie nach Gebrauch wieder aufbereitet werden können: Das ist im Alltagsleben in Fleisch und Blut übergegangen. Doch funktioniert Recycling auch in größeren Maßstäben? Was ist beispielsweise mit Materialien, die beim Bauen oder Modernisieren ungenutzt bleiben, zum Beispiel Verschnittmengen? Und was passiert nach einem langen Gebäudeleben mit den Wertstoffen, wenn ein Haus abgerissen wird? Neue Recyclingverfahren sollen das Bauen nachhaltiger machen.

Nachhaltig dämmen und Energie sparen

Wie wichtig eine wirksame Dämmung der Gebäudeaußenhülle ist, um Heizkosten zu sparen, unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden und gleichzeitig das Klima zu schützen, hat sich längst herumgesprochen. Angesichts der stark gestiegenen Energiekosten gewinnt Effizienz im Eigenheim nochmals an Bedeutung. Deshalb gibt es vom Bund weiterhin Förderungen für Hauseigentümer, die modernisieren. Bis zu 25 Prozent der Investitionskosten werden aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude übernommen. Eine Dämmung etwa der Fassade soll nicht nur hochwirksam, sondern auch robust und langlebig sein. Mit diesen Eigenschaften bewährt sich beispielsweise EPS-Hartschaum, bekannt unter dem Markennamen Styropor, seit vielen Jahrzehnten. „Das Material hält ein Hausleben lang. Es spart nicht nur kostbare Heizenergie ein, sondern in wenigen Monaten bereits seine eigene Herstellungsenergie“, so Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung des Industrieverbands Hartschaum e. V. (IVH). Doch was passiert danach, etwa bei einem Abriss des Eigenheims?

Wertstoffe im geschlossenen Kreislauf

Das Dämmmaterial, das hohe Wirksamkeit mit einfacher Verarbeitbarkeit und geringem Gewicht verbindet, ist zu 100 Prozent recycelbar. „Das gilt für geringe Restmengen von der Baustelle ebenso wie für Dämmplatten aus Abbrucharbeiten“, schildert Serena Klein weiter. So können etwa saubere Baustellenabschnitte gesammelt, zerkleinert und zu neuen Dämmstoffplatten aufbereitet werden. Für größere Mengen ist seit Mitte 2021 in den Niederlanden die weltweit erste Anlage für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft in Betrieb. Unter www.ivh.de gibt es ausführliche Informationen zu dem neu entwickelten Verfahren. Somit ist die EPS-Dämmung zusätzlich zu den bekannten Vorteilen wie Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit, hoher Druckbelastbarkeit und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis nun auch noch deutlich nachhaltiger geworden. (djd)

Foto: djd/IVH Industrieverband Hartschaum e.V./Getty

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