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Das Städtische Museum Braunschweig zeigt vom 2. Oktober 2022 bis zum 15. Januar 2023 im Haus am Löwenwall die Ausstellung „Frauen im Widerstand.

Blick auf das Lager 1945.

Das Städtische Museum Braunschweig zeigt von Sonntag, 2. Oktober 2022 bis Sonntag, 15. Januar 2023 im Haus am Löwenwall die Ausstellung „Frauen im Widerstand“.

Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte und Nachgeschichte“. Sie schildert die Lebensläufe von acht politisch aktiven Frauen, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren. Eine dieser Frauen war Martha Fuchs (1892-1966), ehemalige und bis heute einzige Oberbürgermeisterin der Stadt Braunschweig. Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 2. Oktober um 15 Uhr im Haus am Löwenwall statt. Es sprechen Dr. Peter Joch, Direktor des Städtischen Museums Braunschweig, Marion Lenz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig, Cristina Antonelli-Ngameni, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig und Regina Blume von der Gedenkstätte Friedenskapelle Braunschweig g. e.V.

Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus wird in der Öffentlichkeit oft verstanden als männlicher Widerstand mit der Waffe in der Hand. Weiblicher Widerstand stellt sich hingegen oft anders dar und zeichnet sich unter anderem durch starke Solidarität und Unterstützung aus. Er wird fälschlicherweise häufig als „passiver Widerstand“ bezeichnet und ist im öffentlichen Bewusstsein wenig präsent. Ausstellungskurator Dr. Henning Fischer, Berlin, erläutert: „Während in der Bundesrepublik vor 1989 die Überlebenden aus der ArbeiterInnenbewegung von offizieller und institutioneller Seite wenig Beachtung fanden, galt die Wertschätzung in der DDR in der Regel nur denjenigen, die in die Parteigeschichte der SED einzupassen waren. Es war also an der Zeit, Leben und Wirken der politischen Häftlinge Ravensbrücks erneut zu betrachten, ihnen aus dem Dunkel des Vergessens und der Ignoranz zu verhelfen – ohne dabei eine geglättete, widerspruchslose HeldInnengeschichte zu erzählen.“

Die Ausstellung bietet vielfältige historische und höchst aktuelle Ansätze zur Auseinandersetzung mit rechter menschenverachtender frauenfeindlicher Gewalt. Sie wird erweitert um einen fotografischen Rundgang durch das Leben der Politikerin Martha Fuchs, die nach Kriegsende prominente politische Ämter bekleidete. Sie war Kulturministerin des Landes Braunschweig, Staatskommissarin für das Flüchtlingswesen im Lande Niedersachsen mit Ministerrang und schließlich 1959 bis 1964 Oberbürgermeisterin der Stadt Braunschweig. Kooperationspartner sind: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Gedenkstätte Friedenskapelle Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, Gleichstellungsreferat der Stadt Braunschweig, Die Braunschweigische Stiftung und weitere Unterstützer. Das Städtische Museum dankt allen Beteiligten. Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, 2019.

Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Zur Beachtung: Alle nachfolgenden Angaben zu den Veranstaltungen erfolgen unter Vorbehalt. Aufgrund der Vorgaben des Landes Niedersachsen zum Schutz vor dem Corona-Virus kann es zu Programmänderungen kommen.

Mehr unter: www.braunschweig.de/museum

Foto: oh/© Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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