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Vom 07. bis zum 13. November findet die bereits 36. Ausgabe des Braunschweig International Film Festival (BIFF) statt.

Vom 07. bis zum 13. November findet die bereits 36. Ausgabe des Braunschweig International Film Festival (BIFF) statt.

In diesem Rahmen verleiht das BIFF unter anderem „Die EUROPA“, die Auszeichnung für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur gemeinsam mit dem Hauptsponsor Volkswagen Financial Services: In diesem Jahr geht die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung an die renommierte österreichisch-deutsche Schauspielerin Senta Berger. Berger wird „Die EUROPA“ bei der Preisverleihung am Samstag, 12. November persönlich entgegennehmen und auch für ein Gespräch mit dem Filmkritiker Daniel Kothenschulte vor Ort sein.

Eine Woche voller Kinoerlebnis, Filmgenuss und spannenden Gästen

2022 startet das 36. BIFF mit insgesamt 246 Kurz- und Langfilmen, vielen spannenden Sonderveranstaltungen – unter anderem auch in der St. Michaeliskirche – sowie mit einer neuen Rekord-Preissumme von 67.000 Euro für die insgesamt zehn Preise des Festivals. Wie der Internationale Filmfest Braunschweig e.V., Veranstalter des BIFF heute im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Festivalleitung und dem Hauptsponsor Volkswagen Financial Services bekannt gab, dürfen sich Filmbegeisterte und Freund:innen des Kinos auf insgesamt 246 Kurz- und Langfilme, 52 Premieren, darunter 41 Deutschlandpremieren freuen. „Besonders in diesem ereignisreichen Jahr wollen wir vom 07. bis zum 13. November alle Cineast:innen aus Braunschweig, der Region und auch darüber hinaus wieder zu einer Woche voller Filmgenuss einladen. Neben einer Sonderreihe, aus gegebenem Anlass mit ukrainischem Schwerpunkt, nehmen die vielfältigen Programmreihen das Publikum mit auf eine Reise durch die Filmwelten“, skizziert Thorsten Rinke, Vorstandsvorsitzender des Filmfest-Vereins. Auch in diesem Jahr seien die Auswirkungen der Pandemie noch spürbar, das Filmfestival schaue aber mit einem starken und diversen Programm optimistisch in Richtung Zukunft. Die Festivalleitung des Braunschweig International Film Festivals liegt weiterhin in den Händen von Karina Gauerhof (Leitung Programm) und Anke Hagenbüchner-Sobiech (Leitung Festivalorganisation): „Ein besonderer Dank gilt der Nordmedia, der Stadt Braunschweig, dem Land Niedersachsen und unserem langjährigen Hauptsponsor Volkswagen Financial Services für die erneut großzügige Unterstützung – in diesem Jahr sogar mit erhöhtem Engagement, welches insbesondere in Krisenzeiten nicht selbstverständlich ist“, fügen die beiden hinzu.

Feierliche Eröffnung: 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem Staatsorchester Braunschweig

Eröffnet wird das Festival am Abend des 07. Novembers standesgemäß mit einem Filmkonzert, das gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig realisiert wird. Zum 20-jährigen Jubiläum der Zusammenarbeit des BIFF mit dem Staatsorchester Braunschweig findet das traditionelle Eröffnungskonzert am Montag, 07. November im ASTOR Filmtheater statt. Das 36. BIFF eröffnet mit SAFETY LAST! (1923), dem ultimativen Gipfel des vom Komiker Harold Lloyd entwickelten Sub-Genres der Thrill-Comedy. Der US-amerikanische Komponist Carl Davis hat sich bei seiner Neukomposition für SAFETY LAST! von der populären Musik der 1920er Jahre inspirieren lassen. Dirigiert wird das Eröffnungskonzert von Helmut Imig, der seit 2010 bereits mehrfach auf dem BIFF zu Gast war.

Auserwählt: Die EUROPA geht an Schauspielerin Senta Berger

„Die EUROPA“ ist mit einer Summe von 25.000 Euro der höchstdotierte Preis, der beim BIFF verliehen wird. Die Auszeichnung würdigt herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur. Im Rahmen der Preisverleihung am 12. November im Großen Haus des Staatstheaters wird „Die EUROPA“ 2022 an die österreichisch-deutsche Schauspielerin und Filmproduzentin Senta Berger verliehen. Mit über 100 Filmproduktionen, legendären Theaterauftritten und zahlreichen Fernsehrollen ist sie eine der erfolgreichsten Vertreterinnen des deutschen, europäischen und internationalen Films und schaffte sogar den Sprung nach Hollywood. Mit ihrem Mann, Michael Verhoeven, gründete sie die Produktionsgesellschaft Sentana, (co)-produzierte und spielte in Filmen wie die DIE WEISSE ROSE. Sie ist außerdem Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und war dort bis 2010 als Präsidentin tätig. Auch soziales Engagement wie zum Beispiel ihre Unterstützung von Plan International und deren Kampagne „Because I am a Girl“ begleitet ihre beeindruckende Karriere, die mit ihrem Filmdebüt 1950 begann.

Neben den vielen Preisträger:innen  des Festivals kommen anlässlich des BIFF alljährlich viele weitere spannende Gäste in die Löwenstadt. Einer von ihnen wird der Brite Peter Strickland sein. Der europäische Filmemacher gilt als der wohl aufregendste Solitär in der Welt des zeitgenössischen Arthouse-Films. Mit fünf Spiel- und zahlreichen Kurzfilmen hat Strickland einen einzigartigen filmischen Kosmos erschaffen, in dem Anspruch und Trash, Kunst und Genre keine Gegensätze bilden. Eigene Seh- und Hörerfahrungen sowie unterschiedlichste menschliche Obsessionen transformiert Strickland in vielschichtig-beziehungsreiche Filmkunst, die er persönlich auf dem BIFF präsentieren wird.  Zusätzlich dazu wird es am Festivalsamstag, den 12. November ein kostenloses Werkstattgespräch mit Strickland im Roten Saal im Schloss geben.

Solidarität auf allen Ebenen: Ukrainische Filmkultur und zwei neue Filmpreise

Angesichts des erschütternden Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine möchte das BIFF dieses Jahr die Filmkultur der Ukraine besonders hervorheben und ukrainischen Filmfestivals eine Plattform bieten. So entstanden die Kooperationen mit dem Odesa International Film Festival (OIFF) sowie mit dem Kyiv International Short Film Festival (KISFF). Im Rahmen des vom OIFF kuratierten Programms „Independents“ wird eine Auswahl der herausragendsten ukrainischen Filme gezeigt, die in den 30 Jahren der Unabhängigkeit (1991-2021) des Landes entstanden sind. Die aus sieben Filmen bestehende Retrospektive wurde auf Grundlage einer Liste der 100 besten Filme in der Geschichte des ukrainischen Kinos zusammengestellt. Mit dem vom KISFF kuratierten Kurzfilmprogramm FOCUS ON UKRAINE werden fünf herausragende und mehrfach prämierte Kurzfilme von ukrainischen Regisseurinnen in den Fokus gerückt. Dieser Programmschwerpunkt wird von der Bürgerstiftung Braunschweig unterstützt.

Mit dem neuen Filmpreis „ECHT“ zeichnet das BIFF in Kooperation mit dem Verein für sexuelle Emanzipation e.V. lesbisches, bisexuelles, schwules, trans*, inter und queeres Filmschaffen aus. Der Jurypreis ist mit einer Summe von 2.500 Euro dotiert und wird vom Verein für sexuelle Emanzipation e.V. gestiftet, finanziert mit Mitteln des Queeren Netzwerkes Niedersachsen. Zum „ECHT“ gesellt sich in diesem Jahr außerdem ein weiterer wichtiger Filmpreis: der Kurzfilmpreis „Die EDDA“. Für diese mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung gehen sieben internationale Kurzfilme ins Rennen, den Gewinnerfilm bestimmt das Publikum. Der Preis wird gestiftet von der Stiftung Braunschweiger Land.

BIFF und Volkswagen Financial Services: Gemeinsam für die Region

Mit jeweils 10.000 Euro dotiert sind der „Volkswagen Financial Services Filmpreis“ sowie „Der Heinrich“ – erstgenannter Jurypreis wird an den besten Debüt- oder Zweitfilm im Hauptwettbewerb verliehen, der Publikumspreis „Der Heinrich“ gilt ebenfalls dem besten Film im Hauptwettbewerb. Beide Auszeichnungen werden vom Hauptsponsor Volkswagen Financial Services gestiftet und sollen besonders den filmischen Nachwuchs unterstützen. Das Engagement einerseits in der Region, andererseits insbesondere beim Braunschweig International Film Festival, ist für Volkswagen Financial Services eine Herzensangelegenheit.

Die hiesige Region steht auch bei der Heimspiel-Reihe im Vordergrund: In dieser Kategorie wird der beste Film mit regionalem Bezug mit einem Jurypreis ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr wird hier eine große Bandbreite an Lang- und Kurzfilmen präsentiert. Dahinter stecken zum Beispiel ein Produktionsteam von gebürtigen Braunschweiger:innen, die im Berliner Büro immer eine Kiste Wolters im Kühlschrank haben (THE DEVIL’S DRIVERS), sowie unter anderem Jugendliche aus der Propstei Bad Harzburg, die gemeinsam mit ihrem Diakon einen Film u.a. auch mit Frederick Lau und Didi Hallervorden verwirklichen konnten (FISCH IM FELL). Zudem werden filmische Arbeiten der Universität Hildesheim sowie der Hochschule für Musik, Theater, Medien in Hannover gezeigt. Mit Drehorten in Braunschweig, Hannover, dem Harz und all den umliegenden Dörfern, Wäldern und Feldern bietet die Region erneut eine spannende Kulisse für die Heimspiel-Reihe – in diesem Jahr mit vier Spiel-, einem Dokumentarfilm und einem Kurzfilmprogramm

Filmscreening mit Clubfeeling: „GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT“

Bereits vor Festivalbeginn findet am Freitag, den 28. Oktober in Kooperation mit dem Braunschweiger LAUT Klub, der für seine Events für elektronische Musik bekannt ist und vom Kunst- und Kulturverein Braunschweig e.V. betrieben wird, ein außergewöhnliches Screening statt: Lockdown, Lockerungschaos, Regelwahn – die Doku GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT begleitet vier ganz unterschiedliche Clubs auf ihrem Weg durch die Pandemie und zeigt, dass die Clubwirtschaft nicht Beruf, sondern vielmehr Berufung ist, Regisseur Hans von Brockhausen wird bei der Filmvorführung persönlich anwesend sein. Ergänzend findet im Anschluss des Screenings ein Gespräch mit regionalen Clubbetreibenden statt.

Mit Blick auf den Herbst und die aktuelle Pandemielage erklärt Anke Hagenbüchner-Sobiech, Leiterin der Festivalorganisation: „Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen werden sich im Verlauf der nächsten Wochen klären. Im Hinblick auf die Hygienekonzepte sind wir auch in diesem Jahr von den Auflagen von Land und Stadt abhängig.“ Weitere Informationen zum 36. BIFF gibt es auf www.filmfest-braunschweig.de, aktuelle Hinweise auf den Facebook- und Instagram-Kanälen des Festivals. Der Vorverkauf des 36. BIFF startet am 24. Oktober online über www.filmfest-braunschweig.de

Foto: oh/Nico Müller/ CARISMA

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