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Nachrechnen lohnt sich: Angesichts steigender Bauzinsen sind bei der Anschlussfinanzierung genaue Vergleiche empfehlenswert.

So können sich Hauseigentümer jetzt noch günstige Konditionen sichern

Die Zinsen für Baufinanzierungen sind 2022 spürbar gestiegen. Davon betroffen sind nicht nur diejenigen, die sich den Wunsch nach einer eigenen Immobilie erfüllen möchten. Auch Eigentümer, die eine Anschlussfinanzierung brauchen, müssen jetzt mit spitzerem Bleistift rechnen. Ihr Vorteil: Sie sind meistens nicht unter Zeitdruck, sondern haben einen größeren Spielraum, um sich passende Zinsen zu sichern.

Verlängern oder die Bank wechseln?

Bei der Anschlussfinanzierung haben Eigentümer grundsätzlich zwei Optionen: Entweder sie verlängern bei ihrer Hausbank oder wechseln zu einem anderen Anbieter. „Die Vertragsverlängerung oder Prolongation ist sehr bequem, weil keine Unterlagen mehr eingereicht werden müssen. Aber: Es gibt Banken, die das mit höheren Zinssätzen ausnutzen“, sagt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in Hamburg. Er rät daher, unbedingt verschiedene Angebote einzuholen oder sie vergleichen zu lassen. Beim Wechsel, also für eine Umschuldung, sind Unterlagen wie aktuelle Einkommensnachweise und Dokumente zur Immobilie erforderlich, außerdem muss der neue Kreditgeber im Grundbuch eingetragen werden. Das bedeutet zunächst einmal Aufwand und auch Kosten von einigen Hundert Euro. Unterm Strich ist das aber weniger, als viele denken: „Die Unterlagen der Erstfinanzierung können erneut genutzt werden, und die Wechseldetails regeln die Banken unter sich einigen Hundert Euro“, sagt Frank Lösche. Nach Meinung des Experten überwiegen in den meisten Fällen die finanziellen Vorteile: „Im Gegensatz zur Hausbank bewertet ein neuer Kreditgeber die Immobilie im aktuellen Marktumfeld. Wenn sie seit Kaufdatum im Wert gestiegen ist, reduziert das den Zinssatz zum Teil erheblich.“

Den passenden Zeitpunkt finden

Die meisten Immobilienbesitzer beschäftigen sich sechs Monate vor Ablauf der Zinsbindung mit einer Anschlussfinanzierung. „Das ist möglich, aber zu spät“, warnt Frank Lösche. Der Zinsanstieg Anfang des Jahres hat gezeigt: Wer sich früh um die Anschlussfinanzierung gekümmert hat, konnte von einem deutlich günstigeren Zinsniveau profitieren als Nachzügler. Unter www.drklein.de/umschuldung etwa finden Hauseigentümer viele weitere nützliche Tipps – unter anderem auch zu sogenannten Forward-Darlehen. Mit ihnen lassen sich die Zinsen selbst für Anschlussfinanzierungen sichern, die erst in zwei, drei oder fünf Jahren anstehen. Je nach Dauer und Bank variiert der Aufschlag hierfür. Derzeit kostet diese Zinssicherung einen Aufpreis von circa 0,2 Prozentpunkten im Jahr. „Wenn sich abzeichnet, dass die Zinsen in Zukunft steigen, ist es immer sinnvoll, sich ein Forward-Darlehen durchrechnen zu lassen“, sagt der Experte. (djd)

Foto: djd/Dr. Klein Privatkunden/Lars Franzen

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