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Gerd Burtchen (1920 – 1959 ): Artie Shaw, 1952, Öl/Hartfaser, 120,5 x 120,7 cm.

Gerd Burtchen (1920 – 1959 ): Artie Shaw, 1952, Öl/Hartfaser, 120,5 x 120,7 cm.

Am Sonntag, 16. Oktober, im Städtischen Museum

Einen Vortrag mit Musik unter dem Titel „Der Maler des Jazz. Gerd Burtchen zum 102. Geburtstag“ präsentiert das Städtische Museum Braunschweig am Sonntag, 16. Oktober, ab 12 Uhr im Lichthof des Hauses am Löwenwall, Steintorwall 14. Der Vortrag von Hans Schaper, Leiter des Atelierhauses Apelnstedt, wird begleitet vom Jazz-Duo Jazz Galore (Karle Bardowicks, Tenor-Saxophon, und Lars Bernsmann, Gitarre), die Kompositionen der von Burtchen portraitierten Musiker vorstellen werden. Der Eintritt ist frei.
Am 16. Oktober 1920 – vor 102 Jahren – wurde der Künstler Gerd Burtchen in Braunschweig geboren. Er wirkte als Maler, Graphiker und Karikaturist. Seine in der Braunschweiger Zeitung veröffentlichten satirischen Zeichnungen erfreuten sich großer Beliebtheit.

Burtchen, der nach einem tragischen Unfall während der Kindheit in seiner Mobilität stark eingeschränkt war, studierte an der Braunschweiger Kunstgewerbeschule Malerei und gehörte zum Kreis der Konstruktivisten um Walter Dexel. Nach den Entbehrungen und der erzwungenen kulturellen Isolation während der Nazi-Zeit wandte sich Burtchen – wie viele seiner Generation – ab 1945 der aus den USA kommenden modernen, abstrakten Kunst zu. Auf große Begeisterung stieß bei ihm auch die während des Dritten Reichs in Deutschland verpönte Jazz-Musik. Hiervon zeugen Burtchens abstrakte „Portraits“ von bekannten Jazz-Musikern wie Louis Armstrong, Jack Teagarden, Artie Shaw oder Charlie Parker, von denen sich mehrere im Besitz des Städtischen Museums befinden. Mit nur 39 Jahren verstarb Burtchen 1959. Zu seinem 102. Geburtstag stellt Hans Schaper das bewegte und bewegende Leben des Künstlers Gerd Burtchen und sein Werk vor.

Hans Schaper studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie, veröffentlichte wiederholt zur Regionalgeschichte und war als Schularchivar und Heimatpfleger von Apelnstedt tätig. Als Leiter des Atelierhauses Apelnstedt widmet er sich insbesondere dem Werk des Künstlerpaars Karl und Susanne Schaper sowie Peter Lufts.

Foto: oh/© Städtisches Museum Braunschweig

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