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Umsichtiges Verhalten eines Braunschweigers wendet einen Vermögensschaden bei einer Seniorin ab.

Thomas Bodendiek (l.) und A. Karahan (r.)

Umsichtiges Verhalten eines Braunschweigers wendet einen Vermögensschaden bei einer Seniorin ab.

Frau erhält Schockanruf

Am Vormittag des 5. Mai erhielt eine 84-jährige Braunschweigerin einen sog. Schockanruf. Ein angeblicher Polizeibeamter sagte ihr per Telefon, dass ihre Freundin einen Verkehrsunfall verursacht hat und dass in dessen Folge jemand verstorben sei. Damit ihre Freundin aus der Haft entlassen werden kann, sollte sie eine Kaution in mittlerer fünfstelliger Höhe bezahlen. Da sie selber nicht zur Bank fahren konnte, wurde seitens der Täter ein Taxiunternehmen beauftragt, die Dame zuhause abzuholen.

Taxifahrer erkennt Betrug

Das Taxi sollte zunächst einige Zeit vor der Wohnung der Braunschweigerin warten. Als die Dame einstieg und dem Fahrer mitteilte, dass die Staatsanwaltschaft für die Fahrtkosten aufkommt, wurde er aufmerksam. Er warnte die 84-Jährige, dass es sich vermutlich um einen Betrug handelt. Der Fahrer informierte seine Zentrale. Von dort aus wurde der Fall an den Notruf der Polizei weitergetragen.

Fahrtziel geändert

Statt zur Bank, führte der Weg des Taxis zur Wache der hiesigen Kriminalpolizei. Der 51-jährige Fahrer blieb während der gesamten polizeilichen Sachverhaltsaufnahme an der Seite der Seniorin, begleitete sie bei ihrer Vernehmung und unterstützte sie dabei mental. Nach dem Ende der polizeilichen Maßnahmen wurde die Dame sogar noch nach Hause gefahren. Seitens der Polizei wurden die weiteren Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Dank des Inspektionsleiters

Aufgrund der gezeigten Zivilcourage von Herrn Karahan, wurde er von Thomas Bodendiek, Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig, zum Gespräch bei einer Tasse Kaffee eingeladen. Herr Bodendiek würdigte dabei das Verhalten von Herrn Karahan und betonte mehrfach, dass er durch seine Aufmerksamkeit und das anschließende Informieren der Polizei maßgeblichen Anteil daran hatte, eine lebensältere Dame vor einem nicht unerheblichen Vermögensschaden zu bewahren. „Es ist nicht selbstverständlich, mehrere Stunden seiner Zeit zu opfern, um einem fremden Menschen zu helfen und ihn in einer Ausnahmesituation zu unterstützen. Dieses vorbildliche Verhalten von Herrn Karahan verdient höchsten Respekt!“, so Thomas Bodendiek.

Polizei ist präventiv tätig

Die Polizei informiert und warnt in großem Umfang vor Trickbetrügern. Bereits vor einigen Jahren wurde mit der Kampagne „Klüger als Betrüger“ zielgerichtet vor bestimmten Betrugsmaschen gewarnt. Weiter weist die Polizei auf ihren verfügbaren Online-Plattformen auf Betrüger hin und versucht, neben den Zielgruppen der Täter, auch deren persönliches Umfeld hinsichtlich dieser Straftaten zu sensibilisieren und aufzuklären. Die Täter haben dabei nicht ausschließlich ältere Menschen im Visier. Bei Schockanrufen oder dem sog. WhatsApp-Betrug sind Menschen aus allen Altersgruppen betroffen.

Da ältere Menschen, wie im oben geschilderten Fall, zur Fortbewegung auf Taxen zurückgreifen, wird die Polizei auch im Bereich der Taxi-Betriebe tätig. Ein Gespräch mit örtlichen Unternehmen ist bereits erfolgt.

Foto: oh/Polizei

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