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Auch im Winter sicher ankommen

Lisa Schneider erinnert sich noch gut an diesen einen Wintermorgenim Januar. Die Krankenschwester war am frühen Morgen mit ihrem Auto auf dem Weg in die Klinik, um ihren Dienst auf der Kinderstation anzutreten. Kurz zuvor hatte es ein wenig geregnet, kein Grund zur Sorge, hatte sie damals gedacht. Doch dann kam in einer Kurve ihr Wagen ins Schleudern. Lisa Schneider verlor die Kontrolle und landete am Ende im Straßengraben. Glück im Unglück, es blieb bei einem Blechschaden.

Fahrgeschwindigkeit anpassen

Mit Reifglätte, überfrierender Nässe und Schnee müssen Autofahrer im Winter jederzeit rechnen. Rechtzeitig die Winterreifen aufzuziehen, ist daher ein Muss. Ebenso wichtig ist es, dass man im Verkehr seine Geschwindigkeit anpasst und genügend Abstand zum Vordermann hält. Eine kurze Bremsprobe auf freier Strecke kann Autofahrern dabei helfen, ein Gefühl für die Straßensituation zu bekommen. Keine ruckartigen Lenkbewegungen und niedertouriges Fahren im hohen Gang: Das erleichtert etwa das Weiterkommen auf glatten Straßen. Vor einer Kurve sollte man außerdem seine Geschwindigkeit bereits so anpassen, dass man diese mit konstanter Geschwindigkeit durchfahren kann und nicht abrupt abbremsen muss.

Salzlösung erhöht Verkehrssicherheit

Maßgeblich zur Sicherheit im winterlichen Straßenverkehr trägt der Winterdienst bei. Sobald Schnee fällt oder bei deutlichen tieferen Temperaturen und der Gefahr von Glatteis hat sich bei den deutschen Winterdiensten etwa der Einsatz von sogenanntem Feuchtsalz bewährt. Dabei wird das Salz vor dem Ausbringen angefeuchtet. Das hat den positiven Effekt, dass das Salz besser auf der Fahrbahn haftet und von den Fahrzeugen nicht so schnell verweht wird – Infos dazu gibt es etwa unter www.vks-kalisalz.de. Eine weitere Technik ist die Sole-Streuung. Dabei wird reine Salzlösung auf die Fahrbahn gesprüht. „Sole besteht aus 80 Prozent Wasser und 20 Prozent Salz und dieses Gemisch hat so viel Salz in sich, dass es beispielsweise für diese typischen Reifglättearten absolut ausreicht“, erklärt Diplom-Ingenieur Dražan Bunoza, Leiter der Autobahnmeisterei im rheinland-pfälzischen Mendig. Diese sogenannte FS 100-Technologie wird nicht nur in Deutschland, sondern in vielen europäischen Ländern erfolgreich eingesetzt – aus gutem Grund. „Wir brauchen das Salz auf der Fahrbahn und nicht am Rand“, so Bunoza, „und die Sole, die verschafft uns diesen Vorteil. Sie verteilt sich sehr gut und wird nicht mehr nach links und rechts verweht.“ Dazu kommt, dass man beim Einsatz von Sole andere Liegezeiten hat. Die Salzlösung sorgt bis zu 24 Stunden dafür, dass keine Reifglätte entsteht. Das heißt, die Streufahrzeuge müssen weniger Einsätze fahren. (DJD)

Foto: DJD/Verband der Kali- und Salzindustrie/Getty Images/ollo