Dienstag, Februar 24Nachrichten rund um Braunschweig
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7 Tore in Serie und zwei Kempa-Tricks

Kreisläufer Milan Mazic, mit sechs Treffern zweitbester Werfer.

Starke zweite Halbzeit bringt MTV-Erfolg gegen den Letzten SC Leipzig II

Zunächst mit Mühe, am Ende souverän: Drittligist MTV Braunschweig bezwingt den Tabellenletzten SC Leipzig II mit 36:29 (14:15) und untermauert den ersten Tabellenplatz. Zumal Verfolger Eintracht Hildesheim die dritte Niederlage in Folge kassierte und sich nun sogar hinter den Füchsen Berlin II sowie EHV Aue einreihen muss. 

„Ich weiß auch nicht, woran es lag.“ Sprach Tim Lietz und beschrieb damit den Beginn der Partie gegen die Sachsen. Der Abwehrspezialist, erst später eingesetzt, musste beobachten, wie sich seine Mitspieler gegen die Gäste abmühten. Diese traten so gar nicht wie ein Tabellen-Schlusslicht auf, vielmehr stellten sie den MTV mit ihrem schnellen und griffigen Spiel vor etliche Probleme. 

Hinzu kamen die vielen leichten Braunschweiger Fehler: Vermeintlich Hundertprozentige wurden vergeben, da entweder der Leipzig-Torhüter hielt oder das Aluminium getroffen wurde. Auch die MTV-Abwehr stand nicht wie ein Bollwerk. So kam es, dass die Gäste mit bis zu vier Toren in Führung lagen. Immerhin hatte die Mannschaft von Volker Mudrow bis zum Pausenpfiff etwas aufgeschlossen und ging beim Stand von 14:15 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang zeigte sich dann ein anderes Bild: Leipzig war es nun, das ein fehlerhaftes Spiel zeigte. Die Braunschweiger wiederum griffen mehrfach in die Trickkiste – allein in den ersten fünf Minuten glänzten sie mit zwei lupenreinen Kempatricks. Leipziger Bälle wurden abgefangen, Timon Serbest parierte mehrfach. „Wir sind in der zweiten Halbzeit sehr gut reingekommen, sind mit ganz anderer Einstellung herangegangen“, so Tim Lietz. 

Sieben Braunschweiger Tore in Folge (!) zu Beginn der zweiten Hälfte schufen bereits einen beachtlichen Abstand, die Gäste hatten nun nicht den Hauch einer Chance. Etwas verwundert registrierten die 950 Zuschauer die dritte Zwei-Minuten-Strafe und somit Rot für Tim Otto beim Stand von 24:18; dem Erfolg tat dies aber keinen Abbruch. Der MTV zeichnet sich dadurch aus, dass das Fehlen auch von Leistungsträgern durch andere Akteure kompensiert werden kann. „Wir haben am Ende souverän gewonnen und als Mannschaft gut gespielt“, fasste Tim Lietz das Geschehen zusammen. 

MTV: Niklas Mellmann, Eike Engelbrecht, Timon Serbest; Tim Otto (3), Milan Mazic (6), Jan-Bennet Kanning (3), Philipp Krause (3), Lukas Friedhoff (5), Milan Vuckovic, Niklas Wolters, Bela Pieles (7), Melf Hagen (6/4), Rick Harder (3), Mika Hoyer, Tim Lietz.

950 Zuschauer 

Foto: Lando Reinberger