
Im November 1918 beseitigte die Revolution die Monarchie. Der Kaiser und die Fürsten mussten abdanken und sich mit ihren Familien ins Exil begeben. Doch die gestürzten Herrscherfamilien zerbrachen hierüber nicht. Im Gegenteil: Viele von ihnen sind bis zum heutigen Tag äußerst wirkmächtig geblieben.
Diese simple wie erklärungsbedürftige Feststellung bildet den Ausgangspunkt des Vortrags von Dr. des. Gerrit Hollatz im Schlossmuseum Braunschweig am 04. März 2026. Er geht der Frage nach, wie es zumindest einzelnen der Familien gelang, ihren tiefen Sturz abzufangen, sich zu sammeln und gesellschaftlich neu aufzustellen. Exemplarisch werden dazu die Welfen untersucht – und eines ihrer größten, bislang kaum beachteten Machtmittel: ihr Vermögen.
Gestützt auf das umfangreiche Hausarchiv beleuchtet Gerrit Hollatz die Geschichte der Welfen und ihres Vermögens über drei Generationen. Von den Jahren der Weimarer Republik, über die NS-Zeit bis hinein in die frühe Bundesrepublik analysiert er, wie die Familie mit und von ihrem beträchtlichen Vermögen lebte, wie sie es verwaltete, nutzte und vererbte.
Eine Anmeldung unter schlossmuseum@residenzschloss-braunschweig.de oder Tel.: (0531) 470 4876 wird empfohlen.
Mehr Informationen und weitere Termine unter: www.schlossmuseum-braunschweig.de
Die Welfen und ihr Vermögen im ‚Dritten Reich‘
Vortrag von Dr. des. Gerrit Hollatz im Schlossmuseum Braunschweig
Wann: Mittwoch, 04.03.2026
Start: 18:00 Uhr
Kosten: 3,00 € pro Person
Foto: oh/Wallstein Verlag
