
Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum ruft angesichts der erneuten Signale zu möglichen Standortschließungen bei der Warenhauskette Galeria alle Beteiligten dazu auf, gemeinsam eine Lösung für den Erhalt des Kaufhauses in der Braunschweiger Schuhstraße zu erarbeiten.
„Wir reden hier von einem profitablen Standort in bester Lage inmitten einer hochfrequentierten Innenstadt. Das Einzugsgebiet Braunschweigs als Einkaufsstadt umfasst die gesamte Region, zudem haben die touristischen Übernachtungszahlen gerade erst einen neuen Höchstwert erreicht“, so Kornblum. Braunschweig biete hervorragende Standortbedingungen.
„In der gesamten Innenstadt werden aus öffentlicher wie auch aus privater Hand Millionen investiert, sei es in die Stiftshöfe, in das Haus der Musik, am Großen Hof oder am Hagenmarkt. Die Stadt tut alles, damit unsere beliebte Braunschweiger Innenstadt in den kommenden Jahren noch attraktiver wird und durch einen vielseitigen Nutzungsmix zusätzliche Frequenzbringer erhält.“
Direkte finanzielle Hilfen für den Erhalt des Warenhauses seien aufgrund rechtlicher Vorgaben nicht möglich. „Wir stehen für Gespräche zur Stärkung des Standorts im Kontext der Innenstadtentwicklung bereit“, so Kornblum. „Das habe ich in meinem Gespräch mit Herrn Hellenbock von Galeria vor Kurzem auch zum Ausdruck gebracht.“ Er habe umgehend mit der Niedersächsischen Landesregierung Kontakt aufgenommen, Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa stehe zudem bereits in Kontakt zur Volksbank BRAWO. Heute haben sich der Oberbürgermeister und der Wirtschaftsdezernent mit dem Betriebsrat von Galeria ausgetauscht. Das erneute Bangen um die Arbeitsplätze sei eine große Belastung für die Beschäftigten, die Stadt stehe an ihrer Seite und setze sich für die Fortführung der Filiale ein.
„Ich appelliere an Galeria und an die Volksbank BRAWO als Eigentümerin der Immobilie, ihrerseits alles zu tun, damit die Einkaufsstadt Braunschweig diesen wichtigen Anker nicht verliert“, so Oberbürgermeister Kornblum. „Wenn wir dazu im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Beitrag leisten können, werden wir dies nach Zustimmung des Rates gerne tun.“
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