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Bei Pflegegrad: Kosten für Hausnotrufsysteme werden oft von den Pflegekassen übernommen

Kosten für Hausnotrufsysteme werden oft von den Pflegekassen übernommen.

(Anzeige) Virtuelle Sprachassistenten gibt es so manche – 

auch einige, die oftmals an ihre Grenzen stoßen.

In der Johanniter-Hausnotrufzentrale sitzen noch echte Menschen am anderen Ende der Leitung. Und das rund um die Uhr, wenn es darum geht, mit dem Hausnotrufsystem Sicherheit auf Knopfdruck zu gewährleisten. Was viele nicht wissen: „Das Hausnotrufsystem gilt bei den Pflegekassen als sogenanntes technisches Pflegehilfsmittel, die dem Pflegebedürftigen eine eigenständige Lebensführung und ein unabhängigeres Leben

ermöglichen“, erklärt Christian Faßmann-Heins, Bereichsleiter Soziale Dienste im Regionalverband Harz-Heide der Johanniter-Unfall-Hilfe. Bereits ab Pflegegrad 1 werden die
Kosten für das Hausnotrufgerät von der Pflegekasse übernommen. Die Johanniter unterstützen bei der Antragstellung. Für die Kostenübernahme des Hausnotrufs ab
Pflegegrad 1 und höher ist keine ärztliche Verordnung notwendig. Zudem hat der Bundesfinanzhof schon 2015 in einem Urteil deutlich gemacht, dass die Kosten für den
Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden können.

Wie funktioniert der Johanniter-Hausnotruf?

Auf Knopfdruck stellt das Hausnotrufgerät eine
Sprechverbindung zur Hausnotrufzentrale der Johanniter her. Mehr als 50.000 Teilnehmende sind hier aufgeschaltet. Damit ist die Johanniter-Zentrale eine der größten bundesweit. 

Der Notruf kann entweder an der festinstallierten Basisstation oder an einem Sender, der als Halskette oder Armband getragen wird, ausgelöst werden. Fachkundige Mitarbeitende nehmen rund um die Uhr den Notruf entgegen. Bei den Johannitern zum Beispiel sind dies ausschließlich ausgebildete Rettungs- und Pflegefachkräfte mit praktischer Berufserfahrung und entsprechenden Fortbildungen. Zeitgleich werden an einem Bildschirm die Daten der jeweiligen Teilnehmerin/des jeweiligen Teilnehmers angezeigt, darunter mögliche Vorerkrankungen und notwendige Medikationen. Je nach Art des Notrufs veranlassen die Disponenten notwendige Hilfe: „In den meisten Fällen kommt der eigene Einsatzdienst – und kein Fremdanbieter – oder es werden verabredungsgemäß Nachbarn oder Angehörige benachrichtigt. Wenn erforderlich, wird selbstverständlich der Rettungsdienst alarmiert.“

Der Notrufknopf ist für jeden leicht zu bedienen und garantiert im Ernstfall professionelle Hilfe. „Bei der Wahl des Notrufsystems sollte man darauf achten, dass die Auslösung eines
Notrufs in den Kosten enthalten sind“, rät Faßmann-Heins. Denn die Funkmelder sind relativ empfindlich, damit im Notfall bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit noch ausgelöst
werden kann. Ein Fehlalarm ist da schnell passiert. „Das ist kein Problem. Wir fassen nach und wenn alles in Ordnung ist, verabschieden wir uns freundlich und schalten wieder ab.“ Kosten entstehen den Teilnehmer dadurch nicht. 

Der Hausnotruf kann um Bewegungs- und Rauchwarnmelder, Falldetektoren sowie durch eine Hinterlegung des Haustürschlüssels erweitert werden. Beim Johanniter-Hausnotruf liegt die Ausfallsicherheit bei nahezu 100 Prozent. Dazu trägt auch das Zweiwegesystem der eingesetzten Geräte bei, die selbst bei Ausfall von Telefon- oder Mobilfunknetzen ihre Funktion aufrechterhalten. Eine eingebaute Roaming-Funktion lässt das Gerät immer nach dem stärksten Mobilfunksignal suchen. 

Wer im Alter noch mobil und aktiv ist, sollte trotzdem über einen Notruf nachdenken. Moderne mobile Notrufsysteme wie das der Johanniter haben eine eingebaute GPS-Ortung, dass die Standortbestimmung des Hilferufenden erleichtert.

Mehr Informationen gibt es gebührenfrei unter 0800 32 33 800 (gebührenfrei) oder im Internet unter: www.johanniter.de/hausnotruf

Foto: oh/Johanniter/Tom Vetter