Montag, März 30Nachrichten rund um Braunschweig
Shadow

Revanche verpasst

Tim Lietz.

Gegen Hildesheim unterliegt Drittligist vor rund 5000 Zuschauern in der VW-Halle

Große Bühne Volkswagen-Halle, Revanche nicht geglückt: Vor rund 5000 Zuschauern haben die Drittliga-Handballer des MTV Braunschweig gegen Eintracht Hildesheim erneut das Nachsehen und müssen sich wie schon im Hinspiel geschlagen geben. Beim 25:29 (11:13) unterliegen sie verdient und kassieren damit die erste Heim-Niederlage der laufenden Saison. 

Im Vorfeld dieser Partie wurde viel spekuliert. Präsentiert sich das Top-Team Hildesheim ähnlich stark wie im Hinspiel Anfang November, als man den MTV geradezu deklassierte? Oder ist der Nachbar nach zuletzt fünf Niederlagen in sieben Spielen stark angezählt und gegen den Tabellenführer chancenlos? Werden die Braunschweiger die Unterstützung von tausenden Fans nutzen können, oder sind sie von der Kulisse doch beeindruckt? Schließlich treten sie sonst in der Sporthalle Alte Waage an, wo maximal 1250 Zuschauer zugegen sind.

Fragen, die am Freitagabend recht schnell beantwortet wurden. Der MTV war einmal mehr unterlegen, und das verdient. Die Gäste gingen von Beginn an sehr konzentriert zu Werke, die Gastgeber kamen nicht recht in Gang. Zu keinem Zeitpunkt konnten die Mudrow-Schützlinge die Führung übernehmen, stattdessen liefen sie einem Ein-, Zwei-Tore-Rückstand, gelegentlich auch bis zu sechs Treffern hinterher. Große Probleme bereitete ihnen die offensiv ausgerichtete Hildesheimer Abwehr, und konnten sie diese doch überwinden, war oft beim starken Schlussmann Leon Krka Endstation. Braunschweigs Torhüter Niklas Mellmann, Timon Serbest und Eike Engelbrecht wurden allesamt eingewechselt, keiner der drei erwischte einen Glanztag. Und die MTV-Abwehr hatte schwer zu kämpfen mit den quirlig-agilen Hildesheimern. 

Kurzum: Die Gäste waren einmal mehr zu stark. Das sah auch MTV-Coach Volker Mudrow so: „Hildesheim hat das gut gemacht, und wir haben heute nicht gut gespielt.“ Dennoch sei bei besserer Chancenverwertung mehr drin gewesen, so Mudrow weiter. Und in der Tat gab es immer wieder Phasen, in denen man hätte zum Ausgleich kommen können. Eine entscheidende zu Beginn der zweiten Hälfte: Beim Stand von 14:16 parierte Engelbrecht einen Ball, Melf Hagen – eindeutig bester MTVer auf der Platte – verkürzte mit einem frechen Sieben-Meter-Heber auf 15:16. Die Möglichkeit zum Ausgleich hatte Tim Otto, frei vorm Tor… Er scheiterte, und Hildesheim zog in der Folge mit drei Toren davon. 

„Ich hatte in der zweiten Halbzeit, auch bis zur 52. Minute, immer wieder das Gefühl, dass wir hätten herankommen können. Aber wir haben dann immer die entscheidenden Bälle verworfen“, resümierte Melf Hagen. 

Trotz der Niederlage bleibt der MTV auf dem ersten Tabellenrang, dicht gefolgt vom EHV Aue. Und somit kommt es am nächsten Wochenende zu einem weiteren Kracher: Am 4. April muss Braunschweig nämlich bei den Sachsen ran.

MTV: Niklas Mellmann, Eike Engelbrecht, Timon Serbest; Tim Otto (1), Jan-Bennet Kanning (3), Lukas Friedhoff (1), Milan Vuckovic, Milan Mazic (1),  Philipp Krause (2/1), Melf Hagen (12/4), Bela Pieles (3), Niklas Wolters (1), Rick Harder (1), Tim Lietz, Mika Hoyer, Khaled Khemiri. 

Foto: oh/Lando Reinberger