
Aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau und Modulares Bauen als Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit waren zentrale Themen des 22. Braunschweiger Immobilienfrühstücks am 10. April.
Den beliebten Branchentreff richtete die Braunschweig Zukunft GmbH in diesem Jahr gemeinsam mit der Grundstücksgesellschaft Braunschweig (GGB) im Haus der Wissenschaft aus. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum ging in seinem Grußwort vor rund 150 Gästen unter anderem auf aktuelle Maßnahmen wie den Wohnungsbau-Turbo und das Baulandmodell Gewerbe ein.
„Trotz vieler Herausforderungen in der Wirtschaft insgesamt und in der Immobilienbranche im Speziellen bringen wir in guter Zusammenarbeit mit vielen Akteuren die Stadtentwicklung voran“, so Kornblum. Die Stadt schaffe an vielen Orten Raum und Möglichkeiten für neue Gewerbe- und Wohngebiete und setze mit zusätzlichen Maßnahmen künftig auf noch mehr Tempo und Effizienz. Während das Braunschweiger Baulandmodell Gewerbe den Fokus verstärkt auf die bedarfsgerechte Entwicklung von Flächen für Gewerbe, Industrie und Forschungseinrichtungen legt, soll mit dem Wohnungsbau-Turbo das vom Bund vereinfachte Planungsrecht für die Erteilung von Baugenehmigungen Anwendung finden. „Mit dem Wohnungsbau-Turbo und dem Baulandmodell Gewerbe können wir bezahlbaren Wohnraum und zukunftsfähige Gewerbeflächen mit weniger Bürokratie und somit schneller verwirklichen“, so Kornblum. Über die Aktivierung des Bau-Turbos entscheidet der Rat am 12. Mai.
Um die Themen bezahlbares Wohnen sowie nachhaltiges und kosteneffizientes Bauen ging es in den Gastvorträgen des diesjährigen Immobilienfrühstücks. Sven Schmittbüttner, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Krebs GmbH & Co. KG, sprach in seinem Gastvortrag über Modulares Bauen als Lösung für nachhaltige Bauprojekte. Eine zentrale Rolle spielen für das Berliner Unternehmen hierbei ein effizientes Baukastensystem sowie der Fokus auf Holz als Baumaterial.
Laut Matthias Gollmer, geschäftsführender Gesellschafter der Gollmer-Bau GmbH, haben Bau-Finanzierungen seit 2022 unter anderem aufgrund gestiegener Zinsen für Investoren an Attraktivität verloren. Geförderter Mietwohnungsbau sei laut Gollmer ein Weg, den nach wie vor hohen Bedarf an Wohnraum zu decken. Um diesen Weg wirtschaftlich gestalten zu können, müssten Bauunternehmen allerdings eine besonders hohe Kosteneffizienz erreichen.
Joachim Düppe, Regionalleiter Projektentwicklung Nord der Deutschen Reihenhaus AG, hob die Vorteile serieller Reihenhäuser bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums hervor. So sorge die geringere Komplexität für weniger Koordinierungsbedarf auf der Baustelle, was wiederum reibungslose Abläufe und kontinuierliche Verbesserungen ermögliche.
„Ich danke der Grundstücksgesellschaft Braunschweig mbH für die gemeinsame Ausrichtung des traditionellen Immobilienfrühstücks der Wirtschaftsförderung. Die Veranstaltung ist über die Jahre für viele Menschen aus der regionalen Immobilienbranche zu einem festen Treffpunkt geworden, um wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit zu gewinnen und neue Kontakte zu knüpfen“, so Jörg Meyer, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH.
Das Braunschweiger Immobilienfrühstück wurde in diesem Jahr von der Firma Heimbs Kaffee unterstützt.
Foto: oh/Braunschweig Zukunft GmbH/Peter Sierigk
