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Studierende präsentieren Ideen für das Umfeld der ehemaligen JVA Rennelberg

Studentische Entwürfe für die Nachnutzung des Umfelds der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Braunschweig-Rennelberg sind ab sofort bis zum 20. Mai während der Öffnungszeiten im Foyer des 2. OG des Rathaus-Altbaus ausgestellt.
Perspektivansicht 1. Preis: „Von Mauern zum Miteinander – Transformation der ehemaligen JVA Rennelberg“. 

Studentische Entwürfe für die Nachnutzung des Umfelds der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Braunschweig-Rennelberg sind ab sofort bis zum 20. Mai während der Öffnungszeiten im Foyer des 2. OG des Rathaus-Altbaus (Platz der Deutschen Einheit 1) ausgestellt.

Masterstudierende der TU Braunschweig präsentieren ihre prämierten Ideen für die zukünftige Gestaltung des Gebiets.

Das Areal der ehemaligen JVA an der Rennelbergstraße wird aktuell durch das Land veräußert. Die Stadt Braunschweig hat sich vor diesem Hintergrund zum Ziel gesetzt, das gesamte Areal mit den angrenzenden Flächen als Quartier neu zu entwickeln. Der entsprechende Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans wurde im Dezember 2018 durch den Verwaltungsausschuss gefasst. Vor diesem Hintergrund traf es sich gut, dass sich Studierende der TU Braunschweig am Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik mit dem Grundstück der ehemaligen JVA und seiner Umgebung beschäftigt und Visionen für eine potenzielle Zukunft entwickelt haben. Dabei sind gelungene Entwurfsansätze entstanden, welche bei der Entwicklung für ein qualitätsvolles städtebauliches Konzept mit einfließen können.

„Ich begrüße es, dass der Lehrstuhl von Prof. Brederlau und seine Studierenden an der TU Braunschweig mit der Nachnutzung des Umfelds der ehemaligen JVA Rennelberg auseinandergesetzt haben. Das zeigt die Verbundenheit der Technischen Universität mit ihrer Stadt und bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich mit konkreten Fragestellungen auseinanderzusetzen und mit Praxisbezug zu arbeiten,“ sagt Stadtbaurat Gerold Leppa. „Die Entwürfe zeigen sehr unterschiedliche Ansätze, sie spiegeln einen zukunftsorientierten Umgang mit denkmalgeschütztem Bestand, eine sensible Nachverdichtung sowie zeitgemäßen Städtebau wider.“

Ein Gremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, hat drei der Entwürfe prämiert:

Der 1. Preis geht an den Entwurf von Franziska Heininger und Johannes Quirin, welcher unter dem Titel „Von Mauern zum Miteinander – Transformation der ehemaligen JVA Rennelberg“ ein attraktives Quartier mit attraktivem Wohnumfeld schafft, offen gestaltet und gegliedert durch symmetrische Achsen, die auf einen großzügigen Platz als Kreativcampus münden.

Der 2. Preis wird an Adriana Gens und Mareike Meier vergeben, dessen Entwurf „JVA Rennelberg – Wenn Barrieren weichen“ sich insbesondere durch eine starke Öffnung des Geländes der ehemaligen JVA, eine Schaffung großzügiger Hofsituationen durch ergänzende Neubauten und einen mit Klimawald betitelten Park entlang einer zentralen Wegeachse auszeichnet.

Den 3. Preis erhalten Sarah Suttner López und Robert Sievert für den Entwurf „Kiez statt Knast – Nachbarschaft statt Mauern“. Dieser setzt sich mit einer neuen „Rennelbergtwete“ und einem „Rennelbergplatz“ sowie einer Quartiersgalerie mit weitreichender Berücksichtigung des Bestandserhalts auseinander und setzt auf eine kleingliedrige Bebauung des Areals.

Mit der Präsentation der vorliegenden Entwürfe startet noch keine Entwicklung. Dazu sind insbesondere die Ergebnisse des Veräußerungsprozesses des JVA-Geländes abzuwarten, der derzeit in Abstimmung zwischen Land und Stadt im Gange ist. Wenn Klarheit über das Entwicklungskonzept auf dem JVA-Gelände besteht, wird das Umfeld in die Diskussion rücken, zu der mit den vorliegenden Entwürfen eine Basis bereitsteht.
Weitere Infos: www.braunschweig.de/wettbewerb-jva-rennelberg

Grafik: oh/© Franziska Heininger und Johannes Quirin