
Seit November 2025 stellte die Autobahnpolizei eine Häufung von Taten
im Bereich „Falsche Polizeibeamte“ fest.
Die Täter gingen in den Fällen nach dem gleichen Tatmuster vor indem sie sich als zivile Polizisten ausgaben und eine Verkehrskontrolle fingierten. Bei der Kontrolle wurde unter anderem nach Bargeld und Betäubungsmitteln gefragt. Wenn Bargeld ausgehändigt wurde, flüchteten die Täter mitsamt der Beute. Tatort waren jeweils Autobahnparkplätze oder -raststätten. Der Schaden beläuft sich seither auf über 50.000 Euro. Die Ermittlungen ergaben, dass eine Tätergruppe überörtlich agiert. Das hier geführte Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig beinhaltet Taten aus dem Bundesgebiet und mehreren Bundesländern unter anderem wegen Bandenmäßigem Betrug, Amtsanmaßung und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die intensiven Ermittlungen führten zu einem Tatverdacht gegen mehrere Personen. Am 05. Mai konnten zwei männliche und eine weibliche Person durch die Polizei vorläufig festgenommen werden. Gegen die beiden männlichen Personen wurde ein Haftbefehl erlassen. Sie befinden sich zurzeit in Untersuchungshaft. Ebenfalls führten in dem Zusammenhang stehende Durchsuchungen zum Auffinden von unter anderem Bargeld, Waffen, Betäubungsmitteln und Utensilien, um sich als Polizei auszugeben. Die Ermittlungen dauern an.
Zu dem Ermittlungserfolg sagt Franz Mahncke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes:
„Durch die engagierte Arbeit in der Ermittlungsgruppe konnten langfristig bestehende kriminelle Strukturen aufgedeckt werden, die in hohem Maße sozialschädlich wirkten und bei den Geschädigten der begangenen Straftaten das Vertrauen in die Polizei gefährdeten. Es ist daher in vielerlei Hinsicht erfreulich, dass durch den Ermittlungserfolg diese Tatserie beendet wurde.“
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