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Ein Abend zum Bleiben – und plötzlich war der LokPark voll

Mehr als 1.500 Besucher:innen kamen zur Premiere des nacht:markt im LokPark Braunschweig.

Mehr als 1.500 Besucher:innen kamen zur Premiere des nacht:markt im LokPark Braunschweig. Was als entspannter Freitagabend mit Kreativität, Musik, Food und besonderen Erlebnissen geplant war, entwickelte sich zu einem deutlich größeren Abend als erwartet.

Eigentlich sollte es ein Abend werden, an dem man einfach mal bleibt. Durch die Halle schlendern, einen Burger essen, einen Drink ausprobieren, mit Aussteller:innen ins Gespräch kommen, Musik hören und vielleicht etwas entdecken, wonach man gar nicht gesucht hatte.

Dann kamen immer mehr Menschen.


Am Freitag, 18. September 2026, feierte der nacht:markt seine Premiere im LokPark Braunschweig – und wurde dabei deutlich größer als von den Veranstalterinnen erwartet. Mehr als 1.500 Besucher:innen kamen im Laufe des Abends in die historische Lokparkhalle und auf das Außengelände. Bereits am frühen Abend zeichnete sich ab, dass die Nachfrage die Erwartungen deutlich übertreffen würde.


„Wenn ich jetzt auf den Abend zurückblicke, denke ich eigentlich nur: Wow – was haben wir da bitte auf die Beine gestellt? Dass der nacht:markt so gut angenommen wird und wir mit mehr als 1.500 Menschen tatsächlich völlig überrannt werden, damit hätten wir niemals gerechnet. Wir sind einfach unglaublich dankbar, dass so viele Menschen gekommen sind und sich auf unsere Idee eingelassen haben“, sagt Larissa Mora Morcillo, Gründerin von pure:absicht.

Ein Markt, der keiner sein wollte

Die Idee hinter dem nacht:markt war von Anfang an eine andere als die eines klassischen Marktes. Nicht schnell von Stand zu Stand, einmal alles anschauen und wieder nach Hause. Stattdessen sollte ein Abend entstehen, an dem man sich Zeit nimmt. Und genau das taten die Besucher:innen.


34 Aussteller:innen präsentierten in der historischen Halle Schmuck, Kunst, Keramik, handgefertigte Kleidung, Taschen, Dekoration, Hundeaccessoires und zahlreiche weitere Unikate. Dazu kamen Henna-Tattoos, Face-Painting, permanenter Schmuck und viele Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden.
Zwischendrin wurde gegessen, getrunken, Musik gehört und einfach verweilt. Auf dem Außengelände sorgten Foodstände für Burger, Loaded Fries und Gebäck, während im Inneren und an den Getränkeständen besondere Drinks und Specialty Coffee angeboten wurden.


Dass der Andrang größer ausfallen würde als erwartet, zeigte sich dabei auch an den Stellen, an denen normalerweise niemand gerne lange wartet: Vor den Food- und Getränkeständen bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Das kulinarische Angebot wurde von einigen Besucher:innen entsprechend als Punkt genannt, an dem sie sich für eine nächste Ausgabe noch etwas mehr Auswahl wünschen würden.


Für die Veranstalterinnen ist genau das ein Learning aus der Premiere. Denn mit einem Besucheraufkommen von mehr als 1.500 Menschen hatte das Team schlicht nicht gerechnet.


Kleine Dinge, die plötzlich zu Erinnerungen werden


Während draußen gegessen und angestoßen wurde, entstand in der Halle ein Abend voller kleiner Entdeckungen.
Schon beim Betreten des LokParks wurden die Besucher:innen von Juan Peñalver Madrid alias The Piano Window musikalisch begrüßt. Wer wollte, konnte sich sogar einen Song wünschen und ihn direkt vor Ort spielen lassen.


Mitten in der Halle verwandelte Leni Weisflog einen alten Eisenbahnwaggon für eine Nacht in eine kleine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Zwischen Vorhängen, Tüchern und Kerzenlicht konnten Besucher:innen dort viktorianische Liebesbriefe gestalten – mit Papier, Tusche und Siegelwachs. Die Botschaften mussten dabei keineswegs romantisch sein: Sie konnten genauso an das eigene Ich oder einen anderen Herzensmenschen gerichtet werden.
Auch eine Fotobox im „Under Construction“-Look, ein Memoboard mit Postkarten und die Feedbackbox wurden Teil des Abends.


„Für eine Nacht durfte aus einem alten Eisenbahnwaggon eine kleine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit werden“, schrieb die Workshop-Künstlerin im Anschluss. „Die Leute sind verzaubert. Es sind schöne Unterhaltungen – der Austausch ist toll.“


Musik, Comedy und ein Abend, der sich ständig weiterbewegte


Auf der Bühne wechselten sich Comedy und Live-Musik ab. Patrick Laumen sorgte für Comedy, anschließend standen Questline, Soul Collective und Blind Alley Project auf der Bühne. Dabei entstand kein Abend, bei dem alle auf einen einzigen großen Höhepunkt warteten. Vielmehr wechselte die Aufmerksamkeit ständig: vom Ausstellerstand zur Musik, vom Essen zum Gespräch, vom Drink zur nächsten Entdeckung. Genau diese Mischung war Teil des Konzepts.

Ein Besucher fasste seinen Abend später so zusammen: „Mein erstes Tattoo, 2 neue Tassen und geile Livemusik. Keine Ahnung, was man für den Preis noch mehr aufrufen soll. Ich freue mich aufs nächste Mal!“
Eine andere Rückmeldung beschrieb den nacht:markt als „für kreative Mäuse genau das Richtige“ und lobte den geschaffenen Ort für „Austausch, Spaß und Freude im Leben“.


Mitternacht wurde noch einmal spontan


Kurz vor Mitternacht wurde es noch einmal spannend. Gemeinsam mit Larissa und Vajda wurden die Gewinner:innen des Gewinnspiels gezogen. In zehn Tüten hatten die Veranstalterinnen Produkte verschiedener Aussteller:innen zusammengestellt – jeweils drei bis vier kleine Überraschungen sowie zwei Gutscheine von pure:absicht.
Nur: Nicht jede gezogene Nummer war um Mitternacht noch vor Ort.
Also wurde kurzerhand improvisiert. Wer zuerst die Hand hob oder am schnellsten bei den Veranstalterinnen war, konnte sich die nächste Gewinntüte sichern. Aus der geplanten Verlosung wurde damit ein kleiner spontaner Mitternachtsmoment, bei dem noch einmal ordentlich Bewegung in die Halle kam.

„Was war das bitte für ein Abend?“

Für die beiden Gründerinnen von pure:absicht war die Premiere vor allem eines: überwältigend.
„Was war das bitte für ein Abend? Was ist da eigentlich passiert?“, sagt Vajda Jessie Lüneburg. „Wir sind immer noch überwältigt und vor allem unglaublich dankbar – für alle, die uns bei der Umsetzung unterstützt haben, für unsere Aussteller:innen, Künstler:innen und natürlich für alle, die da waren. Und ganz besonders für das ehrliche Feedback danach. Dass so viele Menschen gekommen sind, den Abend mit uns erlebt und uns ihre Gedanken mitgegeben haben, war einfach phänomenal.“


Denn genau dieses Feedback wollen die Veranstalterinnen nun mitnehmen. Die Premiere habe gezeigt, was funktioniert – aber auch, wo das Format bei einem solchen Besucheraufkommen weiterentwickelt werden muss.
Vor allem die besondere Atmosphäre des LokParks und die Mischung aus kreativen Aussteller:innen, Musik, Food und Möglichkeiten zum Verweilen wurden von vielen Besucher:innen positiv hervorgehoben.


Auch die Aussteller:innen zeigten sich nach dem Abend überwiegend begeistert: „Das Gesamtkonzept aus Designmarkt und Eventcharakter hat mich überzeugt. Es war sehr angenehm, dass es nicht einfach nur ein klassischer Verkaufsmarkt war. Besonders der DJ zu Beginn hat gut funktioniert: gute Stimmung, angenehme Lautstärke und trotzdem waren Gespräche und Verkäufe am Stand problemlos möglich. Auch das Publikum war sehr passend – interessiert, offen und designaffin.“ – Feedback eines Ausstellers


Ein Abend zum Bleiben. Und offenbar einer, der bleiben soll


Was als erste Ausgabe eines neuen Formats begann, hat damit bereits einen deutlichen Eindruck hinterlassen. Mehr als 1.500 Menschen kamen in den LokPark, blieben, entdeckten, kauften, aßen, hörten Musik, probierten Neues aus und gaben anschließend Feedback.


Für die Veranstalterinnen steht deshalb bereits fest: Der nacht:markt soll wiederkommen – künftig ein- bis zweimal im Jahr.
Denn am Ende ging es bei der Premiere um genau das, was von Anfang an die Idee war: einen Abend zu schaffen, an dem man nicht einfach nur auf einem Markt war. Sondern einen Abend, an den man sich erinnert. Ein Abend zum Bleiben statt zum Durchlaufen.

Eckdaten

nacht:markt Braunschweig
Datum: Freitag, 18. September 2026
Uhrzeit: 17:00–01:00 Uhr
Ort: LokPark Braunschweig
Weitere Informationen: www.pureabsicht.de

Fotos: oh/Andreas Schwarz