
Am Freitag, dem 24. April hat die Klimabewegung Fridays For Future in über 60 Städten zu Protesten aufgerufen.
Auch in Braunschweig gingen über 450 Menschen für die Energiewende auf die Straße. Konkret kritisiert die Bewegung, dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Ausbau der erneuerbaren Energien verhindert und stattdessen in fossiles Erdgas investiert. Das dies eine sehr unsichere Energiequelle ist hat sich zuletzt wieder durch die steigenden Gaspreise infolge des Irankrieges gezeigt.
„Rund 78% der Deutschen fühlen sich durch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bedroht. Doch anstatt auf erneuerbare Energien zu setzen, die günstiger, effizienter und unabhängiger sind, sieht Bundeswirtschaftsministerin Reiche nur eine Möglichkeit dafür unser gesamtes Energiesystem vom fossilem Brennstoff Erdgas abhängig zu machen. Dass man hierbei auf eine Ressource setzt, dessen Abbau und Nutzung Tonnen an Treibhausgase in die Atmosphäre pumpt, ist der Regierung anscheinend egal!“, meint Johanna Schulze von Fridays For Future Braunschweig.
Fridays For Future kritisiert, dass die Bundesregierung zahlreiche neue Gaskraftwerke bauen will. Auch in Mehrum bei Peine soll eines dieser fossilen Projekte entstehen. Diese Unterstützung von veralteten Technologien ergibt für die Klimabewegung keinen Sinn. Stattdessen schlägt sie vor, das Geld in erneuerbare Energien zu investieren. Diese können zu einer stabilen klimafreundlichen Energieversorgung beitragen und dadurch der Industrie Planungssicherheit verschaffen.
„Die Klimakrise ist aktuell! Das zeigen sämtliche Unwettereignisse der letzten Jahre. Es gibt so viele Starkregen und Hitzewellen wie nie zuvor, natürlich aufgrund des Klimawandels! Deswegen bräuchte es jetzt Maßnahmen der Bundesregierung, die unsere Zukunft absichern. Doch wir sehen leider das Gegenteil: Bundeswirtschaftsministerin Reiche will mit absurden Förderungen die auslaufende Technologie Erdgas noch künstlich am Leben halten und sabotiert dadurch den Ausbau der erneuerbaren Energien, die so wichtig für den Erhalt unserer Lebensbedingungen sind.“ sagt Niko Schoss von Fridays For Future Braunschweig.
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