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Nach einem Remis geht’s in die Aufstiegsrunde

Gegen Rostock spielt der MTV 31:31 und ist Vizemeister der Staffel Nord-Ost. 

Unentschieden gegen Empor Rostock, Vizemeister in der Staffel Nord-Ost, Gegner für die Aufstiegsrunde zur 2. Liga ermittelt: Der Samstagabend war ein Tag der Entscheidungen. Das letzte reguläre Saisonspiel beendete Drittligist MTV Braunschweig mit 31:31 (16:12) gegen den Nordklub. Da EHV Aue bereits am Nachmittag seine Partie gegen DHK Flensborg gewonnen hatte, war bereits vor Anpfiff in der Alten Waage klar, dass der MTV nicht mehr auf Rang eins vorrücken konnte. 

Als Tabellenzweiter ist Braunschweig Gruppe 1 der Aufstiegsrunde zugeteilt, Gegner sind der ASV Hamm-Westfalen sowie die HG Saarlouis. Der Erste dieser Gruppe steigt in die 2. Liga auf. Der MTV startet am 22. Mai mit einem Auswärtsspiel in Hamm, die letzte Partie findet am 6. Juni in Saarlouis statt. Die Heimspiele sind für den 25. Mai und 3. Juni datiert. 

„Ich hätte gegen Rostock sehr gern gewonnen. Aber ich bin stolz auf meine Mannschaft. Hätte mir vor Saisonbeginn jemand gesagt, dass wir am Ende in der Aufstiegsrunde stehen – ich hätte es nicht geglaubt“, sagte nach Schusspfiff Volker Mudrow, der sich eindrücklich bei den Fans in der Alten Waage für die Unterstützung während der vergangenen Monate bedankte. 

Die Partie gegen Rostock sah der Coach als Generalprobe für kommende Aufgaben in den nächsten Wochen. Ein Erfolg wäre durchaus drin gewesen, über weite Strecken zeigte Mudrows Team eine gute Leistung. In den letzten zehn Minuten brachte man sich allerdings durch zu viele leichte Fehler um den Lohn. 

Ohne den verletzten Milan Mazic, dafür mit Rückkehrer Philipp Neumann ging der MTV motiviert in die 30. Partie dieser Saison. Es gab Phasen mit vielen leichten Fehlern, es gab Phasen mit traumhaften Kombinationen und Toren. „Ich fand, dass wir überwiegend gut gespielt haben. Unsere Abwehr war viel griffiger als zuletzt. Am Schluss haben wir aber zu viele technische Fehler gemacht und zu viele Treffer aufs leere Tor kassiert und uns so um den Sieg gebracht“, fasste Melf Hagen den Abend zusammen. Der Rückraumspieler hatte in der ersten Halbzeit für eine Schrecksekunde gesorgt: Er war weggerutscht und hatte sich am Knie wehgetan, blieb den Rest des Spiels auf der Bank. „Ich habe mich im ersten Moment sehr erschrocken. Aber es ist alles wieder okay.“ 

Die Braunschweiger ließen die Gäste nach einer Viertelstunde ins Hintertreffen geraten und führten zeitweise mit vier Toren. Rostock ließ sich jedoch nicht abschütteln, schloss auf, Braunschweig zog erneut von dannen. Es war ein wunderbar munteres, rasantes Spiel, und vieles sprach bald für einen MTV-Erfolg. 27:22 zwölf Minuten vor Abpfiff – das sollte doch reichen. Es reichte nicht, Rostock profitierte von leichten Braunschweiger Fehlern. Beim Stand von 31:31 hatten die Referees abgepfiffen, doch ein Siebenmeter für den Gastgeber stand noch aus. Philipp Krause, der zuvor dreimal von der Linie getroffen hatte, vergab aber die Chance auf einen Sieg. 

Nun ist alles wieder auf Null gestellt. Es werden spannende, entscheidende Wochen, Anfang Juni möchte der MTV den Aufstieg in die 2. Liga feiern. Ein hartes Stück Arbeit, die mit zwei intensiven Trainingswochen beginnt. 

MTV: Eike Engelbrecht, Niklas Mellmann, Timon Serbest; Tim Otto (2), Jan-Bennet Kanning (3), Lukas Friedhoff (4), Milan Vuvkovic, Philipp Neubauer, Philipp Krause (3), Melf Hagen (3), Bela Pieles (4), Niklas Wolters (6), Rick Harder (6), Tim Lietz, Khaled Khemiri. 

Foto: oh/Lando Reinberger