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MTV: Ein Sieg muss her

Auch Kreisläufer Oskar Laube will gegen Plauen wieder punkten.
Gegen Plauen wollen die Braunschweiger vor heimischem Publikum wieder punkten. 

Vier Siege, ein Remis, eine Niederlage, und zwar in dieser Reihenfolge – so lautet die Bilanz des Drittligisten MTV Braunschweig zum Saisonstart. Will die Mannschaft von Volker Mudrow, aktuell Fünfter, im oberen Tabellendrittel bleiben, muss nun wieder ein Erfolg her. Gelegenheit bietet sich Samstagabend vor eigenem Publikum in der Alten Waage, dann ist der SV Plauen-Oberlosa zu Gast. 

Die vergangenen zwei Partien hatten es wahrlich in sich. Gegen die TSV Burgdorf II hatte es zunächst nach einem deutlichen Sieg ausgesehen, gegen Ende dagegen nach einer Niederlage. Melf Hagen sicherte dem MTV durch einen Distanzwurf in der allerletzten Minute glücklich einen Punkt. Vergangenes Wochenende mussten die Braunschweiger dann beim TSV Altenholz die Segel streichen – Philipp Krause und Co. hatten sich nach großem Rückstand zwar immer wieder herangekämpft, am Ende langte es allerdings nicht zu einem Punktgewinn geschweige denn zu einem Sieg. 

Beide Ergebnisse waren kurios: SEHR viele Tore fielen jeweils auf beiden Seiten. Beispiel Altenholz: 40 Braunschweiger Treffer müssten eigentlich reichen für einen Sieg – sollte man zumindest meinen. Doch der Klub aus dem hohen Norden kam zu drei mehr Toren und gewann somit 43:40. „40 Tore sprechen für eine gute Offensive“, sagt Volker Mudrow. „Vorn hat’s also gestimmt!“ Und das, obwohl Rückraumakteur Melf Hagen wegen einer Wadenverletzung hatte passen müssen. In der Defensive lief dagegen nicht viel zusammen. „43 Gegentore sind aber eindeutig zu viel. Hinten hat’s nicht gestimmt!“
Plauen-Oberlosa, kommender Braunschweiger Gegner, kassierte in sechs Partien ähnlich viele Tore wie der MTV (MTV: 198, Plauen: 196). Das sind in etwa 33 Gegentreffer im Schnitt. Spricht auch bei Plauen nicht für eine solide Defensiv-Leistung. Getroffen haben die Mudrow-Männer allerdings häufiger (213 Mal, Plauen 192 Mal). Die Punkte-Bilanz der Sachsen: Mit 8:4 Zählern liegen sie einen Rang hinter Braunschweig. 
Dabei war Aufsteiger Plauen mit drei Siegen grandios gestartet (gegen Werder, Stralsund, Flensborg). Es folgten zwei Niederlagen, zuletzt wurde knapp gegen die HSG Eider Harde gewonnen. „Plauen ist auf keinen Fall zu unterschätzen“, so Volker Mudrow.
Bester Schütze ist Matevz Kunst mit 41 Treffern in fünf Partien, zum Vergleich: Philipp Krause traf 42 Mal in sechs Partien. Apropos Krause: Der Rückraumspieler hatte sich gegen Altenholz kurz vor Schluss in einem Zweikampf das Nasenbein gebrochen, er wird die kommenden Partien passen müssen. Wieder auf der Platte wird Melf Hagen stehen. „Ich versuche es gegen Plauen auf jeden Fall. Ich hoffe, dass es was wird.“
Foto:oh/Lando Reinberger